Spontan nach St. Laurent d’Olt im Aveyron (Birgit)

Urlaubsvertretung, COVID und Personalmangel im Heim bescherten mir einige arbeitsintensive Wochen in diesem Sommer, so dass ein kleiner Erholungsaufenthalt in der Natur willkommen war! Mein Liebster zögerte nicht lange und mietete eine Unterkunft besonderer Art auf einem Campingplatz, der unmittelbar am Fluss Lot lag. Es war gleichzeitig ein Test, ob wir auf kleinem Raum zurecht kämen, denn wir haben einen Traum 😉
Am Freitag machten wir eine schöne Wanderung von la Canourgue aus über Saint Saturnin de Tartaronne – Orte mit dem Gleichen Namen gibt es übrigens einige, wie wir während einer weiteren Wanderung erfuhren. Der Weg hinab war eine echte Kraxelei wie in den Höllenschlund! Das Schlösschen in der Ortsmitte von St. Saturnin wird gerade von einer Familie renoviert. Als Familiensitz? Zur Vermietung?
Auf dem Rückweg passierte mir mal wieder ein Malheur: ich tapste mitten in ein Schlammloch, welches vorher nicht zu erkennen war und hatte hernach einen blauen und einen schlammgrauen Wanderschuh 😮
Immer ich hab Pech …
In Canourge kauften wir uns Heidelbeerkuchen und ließen ihn uns auf einer Bank am Flüsschen Urugne schmecken.

Samstag, 28. August

Wir schliefen wie in einem Adlerhorst und wachten erst 9h30 auf; Ausruhen war also bitter nötig! Nach dem Frühstück auf der Terrasse, fuhren wir nach Saint Saturnin de Lenne. Hier befindet sich neben den Resten eines gallo-römischen Thermalbades, auch ein Gedenkstein, der anlässlich eines Treffens von Einwohnern der verschiedenen Saint Saturnins aufgestellt worden ist 🙂
Diese Wanderung war eine echte Pilgerballade mit schönen Wegen durch Wiesen – und Weideland, durch verschlafene Ortschaften und unzähligen Brombeerhecken, deren Früchte zum Teil bereits süß und saftig waren. Immer wieder naschten wir und hielten inne.
Am Nachmittag blieb noch Zeit für eine Besichtigung des Ortes Saint Geniez d’Olt. Darüber wird euch Ralf später noch berichten.

Sonntag, 29. August

Bei gefühlten 15°C und gut eingepackt frühstücken wir nochmals auf der kleinen Holzterrasse. Anschließend gingen wir zum Fluß, wo sich Kühe am frischen Wasser labten und uns neugierig betrachteten. Nach der Schlüsselübergabe fuhren wir nach Vieurals. Der verschlafene Ort liegt auf einem Hügel in 1100m Höhe. Die Wanderung hatte wiederum einen ganz anderen Charakter, denn es ging in Serpentinen durch einen urigen Buchenwald hinab in das Flusstal des Merdason und danach steil hinauf zu einem imposanten Ausguck. Abenteuerlich war es auch, denn obwohl es eine gelbe Wegmarkierung gab, war der Weg oft nur zu erraten und wir mussten einige Klettereien veranstalten, was besonders mir gefiel. Ich mag kraxeln! Nicht so sehr mag ich frei laufende Kühe, denen wir an einem Waldstück begegneten. Aber sie ließen uns passieren, so dass wir ohne Probleme zum schönen Aussichtspunkt gelangten. Ein Pausenfreund hatte dort sogar eine Bank aufgestellt! Der Rückweg zog sich an blumengeschmückten Weiden, über Hügel hin zurück nach Vieurals.
Bei der Rückfahrt nach Montpellier über Millau beobachteten wir unzählige Paraglider, die das schöne Sonntagswetter für einen Sommerflug nutzten. Daheim trugen wir wegen der Fahrstuhlbauarbeiten unsere Sachen per pedes die Treppen hinauf. Zum Glück war der Balkon taubenfrei und da fiel mir wirklich ein Stein vom Herzen! In diesem Jahr sind die Biester unerträglich!

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Sommerurlaub 2021 – Zweite Woche: Aulus-les-Bains im Ariège

Samstag, 17. Juli: Fahrt über Espalion nach Aulus-les-Bains

Nach erfolgreicher Abnahme des Bungalows durch eine Angestellte der Ortsverwaltung fuhren wir noch einmal quer durch das wunderschöne Aubrac sowie Teile des Aveyron bis nach Rodez. Die Gegend wurde flacher, der Verkehr dichter und wir befanden uns mitten im sog. Bettenwechselverkehr. In Espalion kauften wir Brot, einen typischen Kuchen der Gegend und ein großes Schweineohr, bevor wir unsere Fahrt nach einer Ehrenrunde wegen mangelnder Anleitung vom GPS in Richtung Ariège fortsetzten.
Gegen 16h00 bogen wir auf den Parkplatz vor dem Grand Hotel ein und standen erstmal vor verschlossener Tür. Zwar hatten wir uns wie vereinbart per SMS angemeldet, aber erst nach einem Telefongespräch und einiger Wartezeit kamen zwei Gestalten, die uns einen holprigen Empfang bereiteten. Nachdem wir unser Gepäck hinauf ins muffig riechende Appartement bugsiert und uns eingerichtet hatten, starteten wir zu einem ersten Rundgang durch den Badeort im Pyrenäental.

Die hohen Berge riefen in mir Erinnerungen an unsere allererste gemeinsame Reise in die Pyrenäen im Jahre 2002 wach und ich war wieder fasziniert davon! Wir wandelten auf historischen Spuren des Dorfes, warfen einen Blick in die Kirche, die ein besonderes Glockenspiel ertönen ließ, und entdeckten eine Tischtennisplatte im Kurpark. Im Park gab es eine Trinkanlage, die leider nicht mehr in Betrieb ist. Eine der Quellen hieß « Armagnac » – ob aus dieser wohl einstmals das leckere Getränk floss? 😮 Der am Touristenbüro ausgehängte Wetterbericht versprach schönstes Sommerwetter für die kommenden Tage und kündigte eine Kinovorstellung in der Schulaula an.
Mit zwei Partien SkipBo beendeten wir den Tag und schliefen seelig in der angenehm kühlen und sehr ruhigen Wohnung!

Sonntag, 18. Juli: Wanderung zum Étang de Labant

Nach kurzer Einkaufsrunde ging’s zunächst einmal ins Touristenbüro, wo wir einen regionalen Wanderführer erstanden. Der Verkäufer wunderte sich über unseren irgendwie südlichen Akzent, verortete uns andererseits aber im Elsass. 🙂 Auf dem großen Ping-Pong-Tisch im Kurpark schlug sich Birgit anschließend bravourös.
Am Nachmittag fuhren wir hinauf zum Plateau de Girantes, von wo aus uns eine kleinere Wanderung zum Étang de Labant führte. Orchideen erfreuten unser Auge und ein Pelztier huschte durchs Gelände. Meinem Rücken ging es nach einer Woche Urlaub und sportlichen Betätigungen deutlich besser und wir konnten die Distanzen weiter steigern. So erweiterten wir den Rückweg vom malerischen See mit seinen Blaubeerbüschen und fleischfressenden Pflanzen um einen Abstecher zur alten Silbermine. Der Weg setzte sich fort über ein abseits gelegenes Plateau mit Nebelschwaden und sömmernden Pferden, bevor es auf kraxeligem Abstieg durch Buchenwald zurück zum Auto ging.

Montag, 19. Juli: Übers Courtal de Cougneit zum Col Dret

Am nächsten Tag steigerten wir uns von sechs auf neun Kilometer und legten auch nochmal ein paar Höhenmeter drauf. Über den Col d’Agnès fuhren wir zum Étang de Lers. Verwundert stellten wir fest, dass das Wort Étang nicht nur für die Boddengewässer bei uns in Montpellier benutzt wird, sondern auch für Bergseen. Wir folgten einem langsam ansteigenden Forstweg bis an die Baumgrenze und setzten dann zum steileren Anstieg aufs Courtal d’Arbiet an. Oben angekommen erblickten wir die Ruinen alter Steinhütten, an denen wir Picknick einlegten und jede Menge Blaubeeren pflückten. Teddy und Schwester Monika waren auch ganz beeindruckt. 🙂 Auf einem sanften Höhenweg zog sich der Rückweg über den Col Dret durch die Landschaft, bevor es durch einsames Waldgelände wieder bergab in Richtung See and Auto ging. Als Tier des Tages trug sich heute eine kleine Maus in unser Wanderbuch ein. 🙂

Dienstag, 20. Juli: Auf Suche nach der Gouffre d’Ajéou

Der heutige Tag sollte einiges an Überraschungen und kurzen Panikattacken mit sich bringen! Zeitig waren wir unterwegs, da uns eine längere Anfahrt über rumplige Wege und ein gewittergefährdeter Nachmittag bevorstanden. Als wir am Ziel weit über der Baumgrenze in praller Sonne ankamen, stellten wir fest, dass die Sonnencreme in unserer Ferienwohnung verblieben war. Was tun?! So ungeschützt konnten wir unmöglich losmarschieren. Ich schlug eine kürzere, tiefer gelegene Tour vor und fuhr uns zurück zur Unterkunft. Wie gesagt, der Weg war rumplig und ich verschätzte mich bei einer quer verlaufenden, metallischen Regenablaufrinne. 😮 Gefährlich kratzte es am Unterboden. Birgit musste aussteigen, damit wir etwas mehr Freiraum unterm Auto bekamen, und ich rollte langsam wieder zurück. Alles nochmal gutgefangen, doch Panik lag in der Luft…
Der zweite Anlauf brachte uns zum Col de Latrape. Kurz hinter diesem führte ein Pfad hinauf zum Plateau d’Ajéou. Schlammige, stachelige, bremsige Pfade führten quer durchs Gelände. Wir sahen eine Reihe aufgegebener Höfe, die von der Natur zurückerobert wurden. Unterwegs passierten wir den Gouffre d’Ajéou, eine sich nach unten öffnende Höhle. Viel war von ihr nicht zu sehen, stattdessen standen wir im Schlamm. Inzwischen hatten sich die Bremsen verzogen und der Weg führte uns bald durch einen schönen Buchenwald, so dass wir doch endlich ein Picknick einlegen konnten. Käffchen gab es im Ferienquartier, von dem aus wir dann das vorhergesagte, kräftig tosende Gewitter verfolgen konnten.

Mittwoch, 21. Juli: Waldwanderung Richtung Cascade d’Ars und später vom Port de Lers zum Col de Rose

Auch dieser Tag sollte sich unfreiwillig in zwei Etappen aufteilen. Wir wollten unbedingt zum Wasserfall von Aulus-les-Bains, der Cascade d’Ars. Da sich der Aufstieg von Aulus-les-Bains aus jedoch auf mehr als 500 Höhenmeter beläuft, wollten wir eine Alternativtour entlang eines Bergrückens gehen. Das hörte sich erstmal gut an. Allerdings mussten wir am Anfang einen Zaun queren und das Schild mit der Warnung « GEFAHR – Wanderweg unpassierbar – Gesperrte Strecke » ignorieren. Manchmal dient so etwas ja auch nur der Abschreckung unerwünschter Wanderer. Unser Motto des Tages lautete: Mutig – Unerschrocken – Weise! Durch herrliches Waldgelände zog sich der Weg entlang bemooster Felsbrocken. Plötzlich Getrappel – vier Wildschweine vor unserer Nase, die das Weite suchten. Unerschrocken setzten wir unseren Weg fort, der jedoch immer beschwerlicher und undeutlicher wurde. Als wir uns einem größeren Bereich voller Gebüsch gegenüber sahen, beschlossen wir in unserer Weisheit, auf gut halber Strecke umzukehren. Auf ein anderes Mal!

Ich hatte noch eine andere Wanderrunde geplant, die am Port de Lers losging. Am Anfang ging es steil auf einem Berggrat nach oben. Auf gut halber Höhe sollte dann links am Hang ein Höhenweg abzweigen. Birgit erspähte einen Steinmann, doch ein Pfad war nur schwer auszumachen. Später wurde die Wegführung eindeutiger, doch die pralle Sonne machte uns zu schaffen. Nach einer kurzen Pause an ein paar idyllisch gelegenen Tümpeln wurde der Weg wieder beschwerlicher und undeutlicher. Einmal mussten wir Kehrt machen und etwas kraxeln – dies war vermutlich der Moment, an dem Birgit ihre Sonnenbrille aus dem Dekolleté rutschte. 😮 Kurz darauf lautes Flügelschlagen – unweit von uns erhob sich ein Geier vom Felsen und ließ das Gerippe eine Schafes zurück. Birgit fragte sich zusehends, wie wir wohl je zurückfinden werden? Ihr Vertrauen in meine Wandernase wurde ordentlich auf die Probe gestellt. Schließlich erreichten wir den Col de la Rose und später eine Schutzhütte, an deren Quelle wir uns erfrischen konnten. Traurig ob des Verlustes der Sonnenbrille setzten wir die Tour fort und folgten zunächst einem Fahrweg, querten eine Horde Kühe, kämpften uns dann durch Schlamm und Farn – bis endlich wieder ein Pfad auszumachen war! Erschöpft erreichten wir unser Auto und freuten uns auf die baldige Dusche. Erfrischt ging es am Abend ins Restaurant La Goulue. Mit leckerem französischen Menü, Rotwein aus Pamiers, Armagnac und Eau de Vie de Poire ging der Tag zu Ende. Prost!

Donnerstag, 22. Juli: Cascade d’Ars & Étang de Guzet

Zweiter Anlauf zur Cascade d’Ars. Diesmal folgten wir dem offiziellen Aufstieg, der zunächst einem Forststräßchen folgt, bevor er in einen abwechslungsreichen Kraxelpfad übergeht. Schneller und leichter als gedacht kamen wir voran und schon bald bot sich ein toller Blick auf den imposanten Wasserfall. Als wir am unteren Ende des Wasserfalls herumkraxelten, fragten wir uns, wie es wohl am oberen Ende aussehen mag? So folgten wir – und nicht nur wir! – dem Wanderweg weiter himmelwärts. Oben angekommen fanden wir uns in einem wunderschönen Hochtal wieder. Und weiter ging’s über Wurzeln and Felskuppen durch schönes Waldgelände; auch ein paar Muren wollten gequert sein. Dem schloss sich der erste Teil des Abstiegs an, der uns zum Bergsee Étang de Guzet führte. Wir entledigten uns unserer Wanderstiefel und hielten die müden Füße ins kühlende Nass. Kaulquappen kamen angeschwommen und « knabberten » an unseren Füßen, was ein kitzeliges Gefühl hervorrief. Doch als Birgit einen 10 bis 12 cm langen Blutegel entdeckte, der sich unseren Füßen näherte, war es vorbei mit unserer Badelust. In langen Kehren zog sich der Weg ins Tal und führte uns bequem zurück zum Auto.

Freitag, 23. Juli: Unterhalb des Pic de Cabanatous zum Étang d’Alate

Am letzten Tag stellte sich die Frage: Kofferpacken oder Wandern? 😮 In Aulus-les-Bains herrschte emsiges Treiben, da ein Crosslauf durchs Gebirge anstand. Wir flohen ein weiteres Mal hinauf zum Plateau de Giranten und folgten dem selben Weg wie am Sonntag. Doch diesmal drehten wir nicht am Étang de Labant um, sondern folgten dem Weg weiter hinauf. Bald erklommen wir ein kleineres Plateau, von dem sich eine herrliche Sicht auf die umliegenden Bergzüge und rechts weit hinab bis nach Aulus-les-Bains bot. Dem schloss sich ein toller Höhenweg bei gefühlter Windstärke 12 an, der später in einen Anstieg vorbei an einer kleinen Baustelle überging. Als wir den Pass unterhalb des Pic de Cabanatous erreichten, staunten wir nicht schlecht, im Tal vor uns eine Reihe von Bergseen und Moorwiesen zu erblicken. Auch eine Wanderhütte befand sich dort in traumhafter Lage. Wir träumten von vergangenen und zukünftigen Touren…
Abermals folgten wir einem Höhenweg mit atemberaubenden Blicken und kletterten durch hingewürfelte Felsblöcke; kleine Teiche lockten auf grasbedeckte Halbinselchen. Nun hieß es Absteigen. Beschwingt bewegten wir uns auf einen klaren Bergsee zu, dem Étang d’Alate. Das Wasser mutete recht kühl an und wir widerstanden der Verlockung. Nach Picknick in Traumlage folgte ein letzter kurzer Aufstieg, der an einer Stelle sogar mit Ketten gesichert war, bevor es in kurzen Serpentinen steil hinab zum Pass Port de Saleix ging. Die Landschaft sah aus wie mit grünem Kunstrasen überzogen. Weit unter uns konnten wir bereits den Parkplatz und unser Auto erblicken. In langen Kehren senkte sich der Weg gen Tal; von den üppigen Weiden läutete Kuhgebimmel. Als wir ein kleines Waldstück passieren mussten, trat uns eine große weiße Kuh entgegen. Respektvoll ließen wir sie passieren und setzten unseren Weg zum Auto fort. Welch tolle Tour!

Samstag, 24. Juli: Rückfahrt über Mirepoix und die Schwarzen Berge

Wer kennt Mirepoix? Dabei handelt es sich nicht nur um eine Röstgemüsemischung, sondern auch um eines der schönsten Dörfer Frankreichs. Wir parkten am alten Bahnhof und nahmen einen kurzen Fußweg ins Ortszentrum in Kauf. Dieser Ort zeichnet sich durch seine mittelalterlichen Fachwerkhäuser auf hölzernen Arkaden (couverts) rund um einen ausgedehnten Platz (Place Général Leclerc), auf dem auch der Wochenmarkt abgehalten wird, aus. Als schönstes Haus am Platze gilt das aus dem 15. Jahrhundert stammende Maison des Consuls. Hier sind die Enden der Fachwerkbalken über der Arkadenzone reich skulptiert mit gekrönten Häuptern, schönen Frauen, phantastischen Bestien etc. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die ehemalige spätgotische Kathedrale St-Maurice aus dem 14. Jahrhundert. Besonders eindrucksvoll ist das Kreuzrippengewölbe des einschiffigen Langhauses, das stolze 21,40 m misst ist und somit das breiteste aller jemals in Frankreich erbauten Kirchenschiffe darstellt.
Doch auch kulinarisch kamen wir nicht zu kurz. Nach einigem Hin und her entschieden wir uns für das bereits anfangs anvisierte Restaurant L’Autre Jardin (« Der andere Garten »), in dem eine Mischung aus japanischer und französischer Küche kredenzt wird. Lecker lecker, sag ich nur! 🙂
Dem schloss sich die letzte Etappe unseres zweiwöchigen Urlaubs an. Bald war die Autobahn bei Carcassonne erreicht und wir rollten gen Süden, als sich ein langer Stau und Rauchfahnen am Horizont abzeichneten. In geradezu letzter Sekunde konnten wir dem Desaster entgehen – die Autobahnbenutzung samt ihres Urlaubsverkehrs war für sieben Stunden aufgrund von Waldbränden stark eingeschränkt – und fuhren nach Gefühl und Himmelsrichtung, unterstützt von unserem Navigationssystem, durchs Land der Katharer mit seinen imposanten Burgen, vorbei an Olargues und dem Lac du Salagou. Entspannt rollten wir gegen 19h30 auf den Parkplatz unserer Residenz. Welch tolle Tage! Und welche Wohltat für Rücken, Augen und Geist!

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Sommerurlaub 2021 – Erste Woche: Noalhac im Aubrac

Samstag, 10. Juli: Anfahrt und Ankunft

Unsere diesjährige Sommerurlaubszeit zu planen war nicht einfach: Umzug der Altersresidenz in einen Neubau und sonstige Anspannungen machten eine Planung auf den letzten Drücker nötig. Wir entschieden uns, jeweils eine Woche im Örtchen Noalhac im Aubrac und in Aulus-les-Bains in den Pyrenäen zu verbringen.

Unaufgeregt begann unsere Reise, da das erste Ziel nur wenige Autostunden von Montpellier entfernt lag. Morgens kauften wir noch Brot in unserer Lieblingsbäckerei sowie frisches Obst bei Roger ein, bevor es Punkt 12h00 losging. Gemütlich navigierten wir auf Landstraßen über Quissac und Anduze bis zum Französischen Tal. Dort bewunderten wir die blühende Heide und den schönen Ausblick. Auf einem Felsvorsprung nahmen wir unser Picknick ein. Weiter ging es ein kleines Stück auf der Autobahn, wo wir uns von der Ausschilderung Nasbinals verwirren ließen. Ich hatte mir den Namen so sehr eingeprägt, dass ich der Meinung war, dies sei unser Ziel. 🙂 « Willst du nach Nasbinals? » fragte Ralf plötzlich, und da bemerkten wir, dass wir nach Noalhac mussten! Aber kein Problem, denn beides lag auf der Strecke.
Eigentlich wollten wir unterwegs auch noch ein Käffchen trinken, aber da hatten wir unser Feriendomizil schon erreicht und konnten bereits einchecken!

Nachdem wir uns in dem gemütlichen, komfortablen, auf einem Hügel gelegenen Ferienhaus eingerichtet hatten, begaben wir uns auf einen kleinen Abendspaziergang am Waldrand entlang. Bereits am ersten Abend fielen uns die wunderschönen Birken, Kiefern, Eichen und die Blumenvielfalt auf. Wir pflückten uns einen Strauß, den ich mit Aquarellfarben verewigte. Vor dem Haus spielten wir Federball und blieben dann noch lange auf der Terrasse sitzen. Zu schön war dieser erste Tag!

Sonntag, 11. Juli: Unterwegs im Aubrac

Gleich nach unserer Ankunft am Vortag war uns ein einzeln stehender Baum am Horizont aufgefallen. Für mich war er geradezu magisch und ich wollte unbedingt in seine Nähe gelangen. Nach dem Frühstück gingen wir auf Entdeckungsreise. Wegen einer Autorallye war eine Dorfstraße gesperrt, so dass wir einigermaßen illegal über ein Feld bis zu unserem Magiebaum, einer Eiche, stapften. Von dort hatten wir einen herrlichen Blick über die Landschaft und genehmigten uns eine lange Pause. Mein Liebster ruhte nach ein wenig Gymnastik aus, ich zeichnete und die Vögel erfreuten uns mit ihrem Gesang.

Nach dem Mittagspäuschen fuhren wir bei strahlendem Sonnenschein zu einem beliebten Ausflugsziel: See von Salhiens. Der gut gefüllte Parkplatz und die vielen schnatternden Ausflügler sprachen Bände! Wir gesellten uns zunächst zu ihnen auf einen markierten Wanderweg und nahmen dann wie so oft eine ausgefallenere Richtung. Ein wenig bergauf gelangten wir in einen beeindruckenden Buchenwald, wo wir eine einsame Kaffeepause mit Blick auf den See einlegten. Könnt ihr das Herz sehen? Über moorige, schlammige Wege balancierten wir dann zurück zum Auto. Ralf hatte für einen anderen Tag noch eine Wanderung mitten im Torfgebiet geplant und wollte sich ein Bild vom Ausgangspunkt machen. Auf landschaftlich schöner und irisch anmutender, enger Straße fuhr ich uns bis zu einem Restaurant. Wer kommt eigentlich auf die Idde, mitten im Nirgendwo so ein Etablissement zu betreiben? Aber der rege Verkehr sprach für das Resto! Den Wanderpunkt konnten wir nicht finden und so traten wir den Rückweg an. Am Abend spielten wir wieder Federball und verfolgten das Finale der Fußball-EM.

Montag, 12. Juli: Schlucht des Bès

Ein goutte de froid = Kältetropfen genanntes Wetterphänomen brachte kühlere und feuchtere Luft ins Aubrac. Wir fuhren nach Morsange und begannen die Wanderung ins Tal des Bès am Parkplatz neben einer riesigen Linde sowie dem Dorfbackofen. Dank mehrerer Pausen und kleineren Kraxeleien bewältigten wir gemeinsam diese wunderschöne Tour. Wir waren in unserem Element und die Gegend hatte sich mit unzähligen Blüten geschmückt. Ich hätte immerzu Blumensträuße pflücken mögen! Eine Blindschleiche stellte sich tot am Wegesrand. Sie huschte schnell weg, als wir uns neugierig näherten. Auf einem Felsplateau thronten Ruinen, die ich von weitem u.a. für einen Leuchtturm hielt. Wir begegneten einem Pärchen, das Raubvögel beobachtete und einem Wanderer, der sich anscheinend etwas verirrt hatte. Der tosende Bès eignet sich garantiert nicht zum Kanu fahren und Warnschilder wiesen darauf hin, dass er bei Regen sehr schnell anschwellen kann.

Am Nachmittag fuhren wir nach Fournels, wo außer der Touristeninformation alle Geschäfte geschlossen hatten. Dort versorgten wir uns mit weiterem Informationsmaterial und wir warfen einen Blick ins Kircheninnere. Langsam kam der angekündigte Regen, so dass wir es uns in unserem Ferienhäuschen gemütlich machten.

Dienstag, 13. Juli und Mittwoch, 14. Juli: Rund um Noalhac

Nordwestrunde von Noalhac

Heftiger Landregen zwang uns am Morgen, erstmal zu Haus zu bleiben. Die Heizung musste angestellt werden, denn ohne Sonne kühlten die Zimmer sehr schnell aus. Wir vergnügten uns mit Lesen, Schreiben und Planen.
Direkt vor unserem Domizil führte ein Wanderweg vorbei, den wir in zwei Etappen bewältigten. Ralf kam inzwischen immer mehr in Form und als der Regen nachgelassen hatte, spazierten wir gut ausgerüstet los. Wir querten einen regennassen Hohlweg, liefen an einem mutmaßlichen Öko-Bauernhof vorbei und begegneten zwei Einheimischen, die auf Pilzsuche waren. Einer von ihnen sprach uns sogleich auf deutsch an und erzählte, dass seine Großmutter eine gebürtige Berlinerin war und er selbst drei Jahre lang in Landau Dienst tat. Eine lustige Spontanbegegnung! 🙂 Die beiden hatten tatsächlich Pfifferlinge gefunden!
Der Nachmittag wurde aufgrund heftiger Regengüsse bei Canasta (Ralf gewann mit 5555 Punkten) und Zeichnen verbracht. Abends noch ein kleiner Spaziergang zum Briefkasten, der uns ob der vielen Pfützen nasse Socken und Schuhe bescherte. 🙂

Südwestrunde von Noalhac

Morgens ging es erstmal zum Markt von Fournels. Da es trocken zu bleiben schien, begaben wir uns am späten Vormittag auf den zweiten Teil der Tour um Noalhac. Pitschnass, aber gut gelaunt waren wir nach ca. 2h wieder da. Unterwegs begegneten uns ein graues Kätzchen, Eichhörnchen und jede Menge Kühe, die der Regen auch nicht weiter zu stören schien. Die Natur war so saftig grün und moosig – genial! Einige Pilgerer waren ebenfalls unterwegs und in mir begann der Wunsch ans Pilgern zu keimen… Im Ferienhaus duschten wir heiß und trockneten die Sachen; ich kochte für uns und wir gönnten uns einen langen Mittagsschlaf. Ringsum qualmten die Schornsteine und auch wir heizten wieder ein.

Donnerstag, 15. Juli: Ausflug nach Saint-Juéry

Nach kleinen Besorgungen in Fournels unternahmen wir eine kürzere Wanderung rund um Saint-Juéry, einem Nachbarort von Noalhac. Der Ort ist geprägt von seiner Kirche, einer Steinbrücke und einem imposanten Steinkreuz. Er liegt am Flüsschen Bès. Nach einem kurzen steilen Aufstieg erreichten wir ein Plateau und wurden mit weiten Blicken über das Zentralmassiv und ins Cantal belohnt. Wir näherten uns dem Flusstal und auf einer Felsengruppe hielten wir längere Zeit Rast. Es gab Moosbetten, Heidelbeeren, Kletterfelsen und Zeichenmotive. Irgendwann gingen wir über eine honigduftende Wiese nochmals zum Fluss und gelangten durch eine Gemüsegartenanlage zurück zum Dorf, wo wir uns noch etwas umsahen. Zuvor stiefelten wir einen Hügel hinauf zu einem Ehrenmal und kamen dabei ganz schön ins Schwitzen. Wieder erfasste mich Pilgerlust…

Freitag, 16. Juli: Der Felsen von Cheylaret (Ayers Rock des Aubrac)

Der Morgen begann mit einer Überraschung: Seit 110 Monaten waren Ralf und ich an diesem Tage verheiratet und er überraschte mich mit einem Buch, welches auf meiner Amazon-Wunschliste stand. Meine Freude war groß! Nach dem Frühstück fuhren wir zu unserer letzten Aubrac-Wanderung. Das Ziel stellte ein Felsen vulkanischen Ursprungs dar: Le Rocher du Cheylaret. 
Bei bedeckten Himmel wanderten wir hügelauf und hügelab durch das wunderschöne Wiesen- und Weideland. Abermals entdeckten wir knorrige Baumskulpturen und bewunderten die Birkenwäldchen und die Blumenvielfalt! Die Landschaft erinnerte uns an Schottland, Irland, Island – einfach wunderbar! Auf dem Vulkanfelsen steht eine Madonnenfigur mit Kind, die in die Weite blickt. Dort oben zelebrierten wir unser Picknick und ließen nochmals die Blicke übers Land schweifen. Über einsame Landstraßen fuhren wir zurück und nahmen unterwegs zwei halbwüchsige Pfadfinder mit. Die Buben waren bereits 30km gelaufen und fürchteten, zu spät am Tagesziel einzutreffen. Sie staunten zunächst, dass wir deutsch sprachen. Später schnatterten sie fröhlich mit uns und waren dankbar, ein Stückchen mitgenommen worden zu sein. 🙂

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Der Kuss der Hexe

Freitagvormittag wurde ich, ahnungslos vor dem Fleischregal stehend, von der Hexe geküsst. Birgit war auf dem Weg zum Sport und ich schaffte es zurück nach Hause. Als sie radelnd heimkam, verkündete sie: « Mein Fahrrad hat einen Platten! » Und ich erwiderte: « Ich auch! » 😮
Nun ja, daher standen fürs Wochenende erstmal nur mittellange Spaziergange auf dem Programm. Der Sonntagvormittag führte uns per Bus zu den ‘Bögen’ (Les Arceaux). Leider war der Place Royale du Peyrou gesperrt – er scheint in den nächsten drei vier Wochen auf Vordermann gebracht zu werden. Auf abseits gelegenen Gassen ging es kreuz und quer durch die Altstadt und ein paar Graffitis wanderten in den Speicher meines Smartphones. Schaut selbst, was wir alles entdeckt haben!

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Stadtspaziergang an Saint Jean / Hlg. Johannes

Die erste Hitzewelle haben wir scheinbar überstanden und somit kam die Lust auf einen Stadtbummel zurück. Außerdem wollte ich schon lange meinen inzwischen recht ramponierten Wanderhut erneuern, so dass ich mir das Hutgeschäft, wo ich ihn vor fast 14 Jahren als erstes Kleidungsstück in Frankreich erstand, zum Ziel machte. Zudem war es wohl zum ersten Mal vorgekommen, dass wir keinen einzigen Käse im Haus hatten und das geht ja gar nicht! Ich kombinierte also unsere Bedürfnisse und brachte auch noch einen Teil meiner Juniprämie an die Frau im Modeladen Caroll!
Voilà, schaut euch doch mal an, was ich wieder so alles entdecken konnte. 🙂

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Neuentdeckungen um Sorbs

Die Wanderzeit ist im vollen Gange und da auch bei uns das Frühjahr recht kühl war, sind die Wiesen und Hochebenen noch immer übersät von Blumen! Am ersten Juniwochenende fuhren wir nach Sorbs und fanden einen schattigen Parkplatz unter einer Linde an der Dorfkirche.
Nachdem wir der Straße ein kleines Stück gefolgt waren, kamen wir zu einem mit gelben Strich markierten Weg und das war besonders für mich beruhigend! Hieß dies doch, dass wir uns auf einem offiziellen Wanderweg bewegen würden und nicht irgendwo auf einem von komootine manchmal vorgeschlagenen offgrid Gelände. 😉
Ein schmaler Pfad führte hinab in ein Tal und dann begann das Dilemma: Unseren selbst geplanten Weg gab es nur in zugewachsener Version, so dass wir uns rasch darauf einigten, dem markierten Weg zu folgen. Dies erwies sich als folgerichtig. Ein kurzer, heftiger Anstieg brachte uns auf ein Plateau, von wo aus wir herrliche Blicke auf Felsenformationen und das Tal der Virenque (das Flußbett ist übrigens schon lange ausgetrocknet) hatten. Einen schönen Picknickplatz fanden wir hier ebenso. Später ging es gemächlich über rötliche Feldwege, an einer frei laufenden Kuhherde vorbei. Rätselhaft war für uns der Begriff Sotch, was laut Wikipedia eine kreisförmige, trichterförmige Karstsenke der Hochebenen ist. Wir liefen bis zu einer Schranke. Dahinter sollte es zurück zum Auto führen. Nach einem kleinen Umweg, d.h. wir umrundeten unfreiwillig ein Kornfeld, erkannten wir den SingleTrail zwischen Büschen und Steinen. Gut gelaunt und voller neuer Eindrücke kehrten wir zurück nach Montpellier.

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Samstagnachmittag in Montpellier

Es war Samstag und Birgit musste überraschend arbeiten, da eine Kollegin ausgefallen war. Vormittags konnten wir noch eine Partie Tischtennis spielen – ein Satz ging diesmal an Birgit! Nach dem Mittagessen nahm mich Birgit ein Stück im Auto mit und ich spazierte einmal quer durch die Stadt. Als erstes ging es durch den Parc de la Lironde mit seinen angrenzenden Neubauten, dann durch Antigone und zum Schluss durch die Altstadt. In der zentralen Markthalle kaufte ich ein Bund Waldspargel (Ornithogalum pyrenaicum, syn. Ornithogalum flavescens), der in den Folgetagen in verschiedenen Rezepten probiert wurde, mit einer Art pochiertem Ei (45 Minuten bei 65 Grad gegart), als Nudelbeilage oder als Füllung fürs Omelett. Lecker lecker. 🙂

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Auf Wunsch einer einzelnen Wanderfreundin …

…ging es am darauffolgenden WE nochmals rundherum um Homs! Es war eine sehr schöne, blumige und teilweise abenteuerliche Wanderung, denn Komootine lockte uns mal wieder auf Pfade, die es so wie sie geplant hatte gar nicht mehr gab. 😉 Jedoch haben wir inzwischen Erfahrung im Wege suchen und finden, so dass wir nicht verloren gingen!
Gregory, ein etwa 10jähriger, der seine Großeltern in Homs besuchte, leistete uns Gesellschaft beim Picknick und verkostete unsere Minipaprikas. Ralf riet ihm dazu, die Samen in Erde zu legen, zu gießen und zu schauen, was passiert. 🙂 Ob er es versucht hat?

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Samstagsallerlei aus Montpellier

Das 20. Jubiläum der Fotoausstellung Boutographie, übrigens fand die erste Ausstellung 2001 in Boutonnet statt und daher wohl auch der Name, wurde vor kurzem durch Handzettel angekündigt. Ein Besuch im Pavillon populaire war unser heutiges Ziel. Zum ersten Mal in diesem Jahr gingen wir mit Sonnenbrille und ohne Jacke bereits morgens aus dem Haus, denn der Frühling war auch bei uns im Süden bis jetzt recht kühl gewesen. Nachdem wir ausgiebig die verschiedenen Fotos betrachtet und unsere Favoriten gewählt hatten, bummelten wir noch durch die neu belebte Innenstadt nach Hause. Unterwegs kauften wir Gemüse in der Markthalle, wo wir uns über den wilden Spargel wunderten, sowie Brot ein. Anschließend aßen wir auf dem zur Zeit schön beblümten Balkon zu Mittag und pausierten lesend in den Liegestühlen.

Eine Woche zuvor hatte Ralf seinen ersten Impftermin; Moderna war im Angebot für 60+. 🙂 Die Impfkampagne fand im neuen Rathaus statt und alles lief wie am Schnürchen – am Ende gab’s den QR-Code aufs Handy. Anschließend schlenderten wir quer durch Montpellier zurück nach Hause. Unterwegs gab’s wieder ein paar neue Graffitis zu bewundern. Auch vom wieder pulsierenden öffentlich Leben waren wir in dieser Intensität überrascht, fast beängstigt, und so suchten wir alsbald das Weite bzw. die Ruhe auf unserem schönen Balkon.

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Hinauf auf die Großen Hochebenen (Grandes Causses) !

Der Frühling ist da und nirgends ist er so schön wie auf den Grandes Causses, den nördlich von Montpellier gelegenen Hochebenen mit ihren Orchideenwiesen. Zur Zeit habe ich drei Praktikantinnen in meinem Labor, Angeliki aus Griechenland, Leonor aus Portugal und Ninon aus Frankreich. Gern wollte ich den zwei Ausländerinnen etwas von Montpelliers schöner Umgebung zeigen und so fuhren wir am Pfingstmontag, während Birgit arbeiten musste, raus ins Grüne. Als erstes spazierten wir durch die mittelalterlichen Gassen von La Couvertoirade, einem der schönsten Dörfer Frankreichs, das allerdings immer mehr zum Touristenmagneten wird und nach und nach von seinem Charme einbüßt. Vor wenigen Jahren war es noch ein Geheimtipp gewesen! Danach wanderten wir durch die abwechslungsreiche Umgebung des Weilers Homs. Und auf der Rückfahrt statteten wir dem legendären Cirque de Navacelles einen Besuch ab. Eine toller Tag, von dem ich abends Birgit berichten konnte.

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