Dritte Trainingseinheit

Für Sonntag war Sonnenschein vorhergesagt und zeitig machten wir uns auf zur dritten Trainingseinheit, nachdem winter- und krankheitsbedingt unsere Form etwas gelitten hatte. Diesmal ging’s nach Crespian im Département Gard. Eine 12-km Rande mit 300 Höhenmetern war anvisiert. Typisches Garrigue-Gelände empfing uns mit dem ebenso typischen Garrigue-Duft nach Rosmarin und Thymian. Einige Anstiege ließen unsere Herzen kräftig klopfen. Weiteres Herzklopfen verursachten die gelegentlichen Bachüberquerungen, die diesmal auf dem Programm standen. Der teils kräftige Regen der letzten Tage hatte offenbar so manchen Bach anschwellen lassen. Dank guten Schuhwerks blieben unsere Füße trocken. Die Anhöhen gewährten manch schönen Ausblick übers Gard. In der Ferne waren noch immer ausgedehnte Schneeflächen auszumachen. Zum Ende der Wanderung folgten wir einem Erlebnispfad in Zeichen des roten Sterns. 🙂 Nachdem wir den letzten Bach überquert hatten, vernahmen wir Stimmen und befürchteten, uns im Inneren eines privaten Anwesens zu befinden. Doch weit gefehlt, eine Frau, die dem ältesten Gewerbe der Welt nachging, hatte sich auf einem Waldweg niedergelassen. Zeitgleich fuhr ein Auto mit Mountainbike und männlichem Fahrer vor, der angesichts unseres Auftauchens ein überraschtes Gesicht machte. Tja, so kann es gehen! 😮

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Aprilwochenende

Das zweite April-WE begann am Freitagabend mit einem bemerkenswerten Konzert im Chai Terral in Saint-Jean-de-Vedas. Im Rahmen des Festivals Arabesque konnten wir den poetischen Klängen der Gruppe Orient Express und anschließend den jazzigen Aufrüttlern der Gruppe Rhythm of Resistance um Naissan Jalal lauschen. Letztere beeindruckte uns durch ihr Querflötenspiel. Es wurde ein langer Abend, an dem wir erst um Mitternacht nach Hause kamen.
Dies hinderte uns jedoch nicht, am Samstag eine Wanderung durch das Larzac zu machen. Der Himmel blieb lange Zeit bedeckt, aber zum Ende der Strecke hin kam die Sonne heraus. So konnten wir auf einer Wiese an den Ruinen unweit einer Molkerei ein Weilchen sitzen und träumen. Der Weg war insgesamt angenehm zu laufen. Ab und zu stürmte es heftig und leider waren auf einem Abschnitt der Wanderung Unmengen von Prozessionsspinnerraupen unterwegs. Wir beobachten insgesamt eine Zunahme dieser unangenehmen Insekten und sorgen uns um die Wälder der Serannen. Wird es dafür je eine Lösung geben?

Ein Wegweiser im Ausgangsort der Wanderung machte uns auf die Europäischen Tage der Kunstwerkstätten aufmerksam.
Ralf informierte sich im Internet und so starteten wir am Sonntag zu einer Entdeckungstour durch die Innenstadt Montpelliers. Besonders gefiel uns eine Mosaikwerkstatt, die von einer offensichtlich kreativen Italienerin eröffnet worden war. Ruhig und freundlich erklärte sie ihre Technik und die ausgestellten Arbeiten hatten sogar bereits Käufer gefunden. Der Rundgang war wieder inspirierend und interessant. Am Nachmittag ging es dann noch ins Kino und der Sonntag klang mit einem gemütlichen Leseabend aus.

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Ohne Sonne und mit grau bedecktem Himmel

Dies sind die Attribute des heutigen Ostermontags! Dabei gedachten wir auf dem Balkon zu essen, nachdem es gestern mit 20°C sehr mild geworden war. Doch weit gefehlt: keine Sonne, grauer Himmel und lediglich 10°C – ihr seht, auch wir haben nicht immer schönes Wetter. 😉 Trotz allem sollte es rausgehen; zumal Ralf am Nachmittag auf Dienstreise nach Paris starten wird! Wir wählten den nahe gelegenen Park Méric als Ziel und wurden nicht enttäuscht. Der Wasserfall rauschte, etliche Blumen schmückten den noch wintergrauen Boden und sogar erste Fliederblüten zeigten sich. Es wurde ein kühler, aber recht bunter Morgenspaziergang in einem der schönsten Anlagen von Montpellier.

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Osterspaziergang

Der heutige Ausflug sollte mit einer Steigerung des Schwierigkeitsgrades zum gestrigen Rundgang mein Fitneßtraining fortsetzen. Das Wetter war prima und mit Wanderschuhen, Picknickrucksack sowie guter Laune ausgestattet, starteten wir, nachdem wir die Geschenke des Osterhasen gefunden und begutachtet hatten, in den Tag. Nach einer knappen Stunde Fahrt durch den Frühling kamen wir in Courbessac, einem Vorort von Nîmes an. Ein Parkplatz war schnell gefunden und schon konnte es losgehen. Bereits zu Beginn der Ballade erfreuten wir uns an Orchideen, Mininarzissen und Lilien in blau und gelb. Später kamen « Baustellen » hinzu. Den Sinn der Steinbauten erkannten wir nicht genau, aber sie gestalteten den Weg abwechslungsreich und weckten auch unsere Kreativität. Beim Fotografieren zweier spitztütigen Steinbauten ohne Tür und Fenster kam ein Einheimischer dazu, der uns fragte, ob wir wüssten, was das für Bauten seien. Wir wussten nix und so klärte er uns freundlich auf: Es handelt sich um einen Teil einer Wasserleitungsanlage für das Schloss in Courbessac. Die Steintüten waren Sammelbehälter für Quellwasser. Waren sie voll, wurde das Wasser in die Leitungen zum Ort gedrückt – Prinzip der verbundenen Gefäße ?! Wir dankten und gingen weiter unseres Weges. Später begegnete uns ein kleines Mädchen mit ihrem Großvater. Wir wechselten ein paar Worte und die Kleine winkte uns noch lange nach. So langsam schloss sich der Kreis. Zu guter Letzt kletterten wir noch auf einen Turm, von wo wir einen schönen Überblick übers Gelände hatten. Wir blieben einige Zeit in der Sonne sitzen und dachten an unsere Lieben daheim.

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Erster Frühlingsausflug

Anwandern war längst überfällig! Ziel der ersten Frühlingswanderung war der von uns sehr geliebte Lac du Salagou. Ich glaube, diesen kennen wirklich alle unsere bisherigen Gäste! Trotz nur leicht bedeckten Himmels und Sonnenschein pfiff der Wind sehr heftig um unsere Ohren und durchs Gelände. Ich bedauerte, keine Mütze mitgenommen zu haben. So dienten die Kapuzen als Schutz. Der Weg war leicht begehbar und ich kam mit dem Auf und Ab ganz gut zurecht. Herrliche Blicke in die Buchten und über den See ließen uns immer wieder inne halten. Am Ufer hatten sich zahlreiche Camper mit Schlauchbooten eingefunden, die offensichtlich das lange Osterwochenende zum Angeln und Outdooren nutzten. Üppig blühende Wiesen zeugten von der Ankunft des Frühlings. Ich konnte nicht widerstehen und pflückte zum Ende hin ein kleines Sträußchen, welches nun unseren Tisch schmückt. Man möge mir verzeihen!

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Genesungsspaziergang

Nach reichlich drei Wochen zusätzlichem, unfreiwilligem Aufenthalt in Deutschland kam ich am Donnerstag, d. 22. März, in Marseille an. Dort wurde ich von meinem Liebsten bereits erwartet und wir fuhren mit kleinem Käffchenstop nach Montpellier zurück. Ich war und bin voller Emotionen! Gestartet, um Geburtstage zu begehen, heimgekehrt nach einer Periode der Angst und der Krankheiten. Vieles hat sich verändert und Lösungen sind noch nicht für alles gefunden! Es geht aufwärts und es gibt Grund für Optimismus, aber Fragen blieben offen… Das aufgewühlte Meer bei Maguelone fesselte meine Gedanken. C’EST LA VIE! Wir werden einen Weg finden!

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Montpellier im Winter

Bevor ich morgen nach Wittenberg fliegen werde, lief ich noch einmal durch die Straßen von Montpellier. Es sollte eine weitere Winterfeelingübung werden und gelang dieses Mal ganz gut. Der Wind kniff mir ins Gesicht. Ich konnte Mütze und Handschuhe gut gebrauchen. Es waren 2 °C plus, aber wieviel es gefühlt sein sollten, das fiel mir echt schwer einzuschätzen. Minus 5? Oder mehr? Morgen weiß ich mehr! Der Koffer ist gepackt und das Reisefieber steigt. 🙂

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Schneeschuhwandern beim Col du Minier

Es hieß, in den Cevennen läge Schnee… Dieses Wochenende wäre wohl das letzte in diesem Winter, an dem wir nochmal unsere Schneeschuhe anlegen könnten. Bereits während der Anfahrt ließ sich absehen, dass wohl mehr Schnee liegt als zu Weihnachten. So war es dann auch! Problemlos kamen wir am Parkplatz beim Col (Pass) du Minier an. Huch, das fühlte sich erstmal frisch an – das Thermometer zeigte -1 Grad Celsius. Schnell wurden die Schneeschuhe angelegt und schon bald wurde uns beim Wandern warm. Obwohl wir bereits einige Male in dieser Gegend unterwegs waren, fanden wir doch wieder eine neue Variante – mit ungewollter Bachüberquerung. Anfangs schien die Sonne freundlich, doch nach und nach zogen dunkle Wolken auf. Wir waren ganz froh, dass es keinen Neuschnee gab, der unsere Rückfahrt zu einer Herausforderung machen könnte. Ein dicker Baumstamm am Wegesrand lud zu einem gemütlichen Picknick mit Elisenlebkuchen und Tübinger Whisky ein – na dann Prost!

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