13. Festival der Architektur in Montpellier

Da ich etwas älter bin als Birgit, war es für mich schon das 13. Festival der Architektur in Montpellier. 🙂 Dank Birgits Vorbereitungen konnte ich mich gleich am Sonntagmorgen mit dem Ausstellungsplan in der Hand und Birgits Smartphone in der Tasche auf den Weg machen. Anfangs war es noch leer, doch es dauerte nicht lange und die Höfe waren gut gefüllt mit neugierigen Besuchern. Das Schöne an dieser Ausstellung ist, dass man Zutritt zu den Höfen alter Bürgerhäuser hat, die sonst unseren Blicken verborgen bleiben. Und der andere Effekt ist, dass man auch sonst die Welt, die Stadt, die Häuser, die Wände mit geschärftem Blick erfasst und manch hübsches Detail entdeckt. Schaut, was ich alles gesehen habe auf meinem Rundkurs durch Montpellier Altstadt!

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10. Festival der Architektur in Montpellier

Gespannt lief ich am heutigen Vormittag zum Touristenbüro in der Innenstadt und fragte nach einem Stadtplan anlässlich des 10. Festivals der Architektur. Diesen bekam ich prompt und sogleich machte ich mich auf den Weg. Unterwegs besorgte ich noch ein Geburtstagsgeschenk für unsere Mona und staunte über das schöne Wetter.
Dann tauchte ich ein in die Ausstellung der verschiedenen Installationen, die unter dem Motto « Technologie » in einigen sonst unzugänglichen Innenhöfen der alten Stadthäuser zu sehen waren. Ich ließ mir Etiketten auf meinen Plan kleben und hörte aufmerksam den Erklärungen der ArchitekturBetreuer zu. Immer wieder ging es um das unsichtbare Internet und die Daten, die uns umschwirren, ohne dass wir sie riechen, spüren oder sehen können. Das Thema und seine Umsetzungen gefielen wir mir außerordentlich gut! Viele Kindergruppen waren unterwegs und so bereitete das Entdecken der Objekte noch mehr Freude. Zum Essen wählte ich ein kleines Bistro und genehmigte mir einen erfrischenden Salat namens Buddha Bowl. 😉 Viele Menschen mit Festivalplänen in den Händen und suchenden Blicken liefen an mir vorbei.
Nun sitze ich auf dem Balkon und werde meine Notizen studieren und dem Rundgang nachspüren.
Da ich am WE Dienst habe, musste ich leider allein herumgehen. Für Ralf brachte ich einen druckfrischen Plan mit und so kann er ebenfalls auf Vignettenjagd gehen. 🙂

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Letzte Trainingseinheit vor dem Sommerurlaub

Die letzte Möglichkeit, vor unserem Urlaub nochmals die Wanderschuhe zu schnüren, bot sich am vorigen Wochenende. Wir stiefelten durch die Dank des vielen Regens noch grüne Garigue, zum Fluss Herault. Die von komootine vorgeschlagene Wanderroute begann mal wieder auf Privatgelände und da hab ich gestreikt. Nach den Erfahrungen, die wir neuerdings häufiger machen mussten, hatte ich beschlossen, die Indikationen « Proprieté Privé! Defense d’entrer! – Privatbesitz! Betreten Verboten! » zu respektieren. Ralf ließ sich vom Hinweis einer Autofahrerin überzeugen und wir passten uns dem zugänglichen Wegenetz an. Der Fluss hatte starke Strömung, so dass wir nicht wie geplant baden konnten. Allerdings war das Wasser auch relativ frisch… Nach einem ausgiebigen Picknick, traten wir den Rückweg an. Plötzlich grunzte es im Gebüsch. 😮 Mit lautem Rufen und Stöcke schlagen verjagte mein Liebster die Schwarzkittel und weiter ging es ohne Komplikationen bis zum Auto!

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Blumiges Sonntagsglück

Auch für Sonntag waren nur leichte Bewölkung und geringe Regenwahrscheinlichkeit vorhergesagt, so dass wir die rare regenfreie Zeit der letzten Wochen nutzen wollten, um hinaus zu gehen! Schon am Vorabend hatte Ralf Tee gekocht und die Tour im Kopf. Wir waren sehr beschwingt vom Fado-Konzert am Samstagabend, wo uns der portugiesische Sänger Duarte mit seinen Gitarristenkollegen verzaubert hatte.
Gespannt fuhren wir bis zum Hameau « le Camp », das am Ende der Welt zu liegen schien, und stellten uns die große Frage: Wo werden wir das Auto parken können? Unsere Sorge war unbegründet, denn es gab einen extra ausgeschilderten Wanderparkplatz. Ein Stein fiel besonders Ralf vom Herzen. 🙂 Zunächst liefen wir einige Zeit auf der Straße, bevor wir auf den GR 71 abbogen. Wir warfen kurz einen Blick auf das romantisch gelegene Gîte und dann wanderten wir weiter durch die üppig blühende Natur. Der viele Regen ließ Blüten und Grün sprießen; Fotomotive en masse!
Nach den Wiesenwegen kamen wir durch einen Kiefernwald und danach traten wir hinaus auf einen schmalen Höhenweg. Von dort sahen wir die Autobahn, die gut gefüllt mit Wohnwagen tief unter uns lag. Schließlich kamen wir in ein von Felsen dominiertes Areal, wo ich als bekannte Kraxlerin voll auf meine Kosten kam! Der wunderbar erschlossene und gut ausgeschilderte Felsenrundgang bildete den Höhepunkt und Abschluss unseres Sonntagswandertages.
Als ich froh gelaunt den Kofferraum öffnete, um meine Schuhe zu wechseln, erwartete mich eine süße Überraschung: eine Tüte Madeleines lag einladend neben der Picknickdecke! Hinter mir kicherte es. Ralf war es wieder mal gelungen, einen meiner Wünsche zu erfüllen: Unterwegs hatte ich mir vorgestellt, dass wir nach der Wanderung noch ein wenig auf der Decke liegend im Gras träumen würden, aber leider hatten wir nichts zu naschen dabei …
Voilà, Träume können in Erfüllung gehn!

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Wanderung zur Vidourle-Schleife

Zarte weiße Wölkchen und eine Regenwahrscheinlichkeit von nur 20 Prozent ließen uns zu einer Wanderung am Fluss Vidourle hinreißen. Nach beschaulicher Fahrt durchs Land parkten wir vor der Mairie des Örtchens Lecques. Schuhe gewechselt, Sonnenschutz aufgetragen und los ging’s über Feldwege zur Vidourle-Schleife. Wir liefen und liefen und liefen, freuten uns an der üppigen Vegetation – jedoch, den Fluss bekamen wir kein einziges Mal zu Gesicht. Die Schleife konnten wir nur auf der Landkarte bewundern und die vorsorgliche Mitnahme meines Badeanzuges war sinnlos! Trotzdem tat es gut, durch die Natur zu wandern und den Vögeln zu lauschen!

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Achtung! Verboten für Public! Privatgelände!

Nach dem intensiven Wandererlebnis am Samstag spürten wir noch mehr Wanderlust am Sonntag! Picknick mit Tee und entsprechende Kleidung waren rasch zusammengepackt. Vor Ort stießen wir auf ein eierkuchenfarben-verblasstes Verbotszeichen, welches zum Ignorieren einlud. Nach einem abenteuerlichen Aufstieg à la Indiana Jones begegneten wir einem Garriguebauern, der uns darauf hinwies, dass wir uns auf Privatgelände befänden. Er gestattete uns zwar das weitere Benutzen der Wege, aber scheinbar wusste er um die gesperrte Zone, durch die der geplante Abstieg via Fluss Hérault führen sollte. Wir liefen mehrmals in die Irre. Als es dann auch noch zu regnen anfing, entschlossen wir uns schließlich zur Umkehr. Der Weg zurück zur Straße war steil und steinig, aber sicher erreichten wir unser Auto. Komoot weiß eben nicht alles! Die Wanderung tat uns und unseren Muskeln gut – trotz alledem!!!

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Mal wieder auf Schusters Rappen!

Während ihr in Deutschland schwitzt und einige Gegenden auch unter Unwettern zu leiden haben, herrscht hier seit Wochen unbeständiges Wetter mit reichlich Niederschlägen und Temperaturen um 20 °C. Wir konnten bisher nur wenige Wanderungen unternehmen und freuten uns nun auf ein angeblich regenfreies Wochenende! Rasch war eine Tour geplant und nach routinierter Vorbereitung ging es auch schon los. Nach einer Stunde Fahrtzeit kamen wir in Saint-Pierre an, bekamen den letzten freien Parkplatz und liefen vergnügt im Sonnenschein los. Gleich zu Anfang bewunderten wir eine alte Mühle aus der Ferne. Sie war von Freunden alter Architektur hergerichtet worden. Die Temperaturen erlaubten es, dass wir die Hosenbeine abtrennten. Allerdings hatten wir weder an Sonnenmilch noch an unsere Sonnenhüte gedacht! Das rächte sich besonders bei Ralf – sein Nacken brannte am Abend wie Feuer!
Weiter gemächlich bergan wanderten wir zum Col de bout du Monde – Ende der Welt und genossen den herrlichen Blick bis Lodève. Ein weiterer Höhepunkt der Wanderung war die Ruine einer Schäferei. Wir spürten förmlich die Zauberkräfte auf uns wirken. Ein besonders schönes und seltenes Exemplar einer Orchidee wuchs in unmittelbarer Nähe und wurde von Ralf aufgenommen. Das Picknick machten wir am Eingang einer Höhle, wozu wir unerlaubterweise über einen Zaun stiegen. Hier konnten wir eine smaragdgrüne Eidechse beobachten, die sich in der Sonne aalte. Anschließend liefen wir weiter und kamen zu einem Weidegelände. Ralf öffnete und schloss zahlreiche Weidezäune. Am Ende wies ein Schild darauf hin, dass es sich hier um Privatbesitz handelte – zu spät, wir hatten es bereits durchquert – zum Glück ohne Komplikationen! Zwei schneeweiß leuchtende Riesenchampignons zogen unsere Blicke an und veranlassten uns zum Späßchen mit Sonnenbrillen. 🙂
Zum Schluss kamen wir noch an einem idyllischen Weiher vorbei, der sich allerdings nicht für ein von mir so beliebtes Jungbrunnenbad eignete. Ein Handtuch hatte ich für alle Fälle dabei!

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Wer P sagt, muss auch B sagen!

Die zweite Station unserer Frühlingsreise war die ungarische Hauptstadt Budapest, die ich wie Prag zum ersten Mal besuchte. Mit dem Zug gelangten wir sehr bequem von P nach B. Vom Westbahnhof war es nur ein kurzer Fußmarsch bis zur Unterkunft The Nest. Die Wohnung lag zwar wieder unterm Dach, doch diesmal gab es einen Fahrstuhl und es galt nur wenige Treppenstufen zu bewältigen! Zu unserer Erleichterung fanden sich sowohl Einkaufsmöglichkeiten als auch eine Sparkasse in unmittelbarer Nachbarschaft. Nach kurzer Erfrischungspause und ersten Fotos vom Domizil gingen wir auch gleich los!
Ralf meinte, er kenne Budapest wie seine Westentasche und dies bewies er mehrmals während unseres Aufenthaltes.
Nun, bereits am ersten Abend führte er mich zielsicher über eine Hauptstraße, dann nach links und schon waren wir mittendrin im ungarischen Abendleben. Dazu gehörte natürlich ein Spaziergang am Donauufer und ein erster Blick auf das Gebäude des Parlaments! Riesig und verspielt, beleuchtet und majestätisch – vielleicht ein wenig größenwahnsinnig? Fotografiert wurde wieder viel und die Touristen scheuten sich auch nicht, an einem Mahnmal für jüdische Opfer zu posieren. Der Anblick der nachgebildeten Schuhe ließ mir einen Schauer über den Rücken laufen; zu meinem Entsetzen waren sogar Kinderschuhe dabei! Später entdeckten wir an der Kettenbrücke ein charmantes Plätzchen: Stranddisko, Stühle wahllos aufgestellt zum Schauen, Bierchen trinken, Quatschen… Auch wir ließen uns an einem Abend hier nieder und beobachteten den Schiffsverkehr und die Lichter der Stadt!

Nach Morgeneinkauf und Frühstück präparierten wir unsere Sachen für den Ausflugstag. Mit der Straßenbahn 2 fuhren wir bis hinaus an den Stadtrand, da wo Nationaltheater und das Ludwigmuseum vergeblich auf die Weltausstellung warten. An der dortigen Schiffsanlegestelle bestiegen wir ein Wassertaxi und schipperten an den mächtigen Bauten der Innenstadt vorbei bis zur Margareteninsel. Dieses grüne Eiland bietet den Einwohnern und Besuchern Raum für Spaziergänge, Erholung und Picknick. Ein Schwimmbad lädt zur Erfrischung ein und ein großer Springbrunnen fesselt mit seinen Wasserspielen.
Wir wurden Zeugen eines Familien- und Kinderfestes auf der großen Festwiese. Lustig war, dass jedes Kleinkind ein Laufrad bei sich hatte. Wir versuchten das Mysterium aufzuklären, was aber schwierig war. Wenn wir es richtig verstanden haben, waren die bunten Spielzeuge eine Art Eintrittskarte für die Festivitäten. Wir beobachteten schmunzelnd die zahlreichen geparkten Fahrzeuge und das lustige Treiben an den verschiedenen Aktivitätspunkten des Festes. Kinder anzuschauen ist immer ein fröhliches Erlebnis.
Später liefen wir über die Margaretenbrücke hinüber in den Stadtteil, wo Burg und Kathedrale ihren Platz haben. Während eines Gewittergusses saßen wir gerade geschützt unter dem Sonnenschirm in einem Gartenrestaurant. Zwei ältere Damen auf einer Bank hatten es weniger bequem. Sie pilgerten schließlich langsam in verschiedene Richtungen, ohne Rücksicht auf ihre adrette Kleidung nehmen zu können.
Als es nur noch von weitem grollte, liefen wir weiter zur Fischerbastei und schließlich wieder hinab zur Donau. Unterwegs begegneten uns auch wieder viele feiernde Menschen, Brautpaare, Künstler und Musik. Budapest erschien mir schon jetzt deutlich lebhafter und fröhlicher als Prag! Am Abend aßen wir in einem exzellenten Restaurant, in dem das Menü vom Koch nach einem Roman oder Krimi zusammengestellt wird. 🙂

Nach dem ereignisreichen Stadttag hatten wir Lust auf Natur. Budapest ist geprägt von Parks und den Budaer Bergen. Um dorthin zu gelangen, benutzten wir verschiedene Transportmittel. Zuerst mit der Straßenbahn bis zur Zahnradbahnhaltestelle. Anschließend stiegen wir um in die ehemalige Pioniereisenbahn, die noch immer durch Kinder in Partnerschaft mit Erwachsenen betreut wird. Seltsam anmutend der Pioniergruß an jedem Bahnhof. 😉
Vom Bahnhof liefen wir dann durch herrlichsten Laubwald zum Elisabethturm, ein beliebtes Ausflugsziel für Familien. Natürlich bestiegen wir auch diesen Turm und wurden mit einer tollen Aussicht auf die ungarische Hauptstadt belohnt. Eine kleine Bananenpause auf einer Bank und weiter ging es noch ein wenig durch den Wald. Da Sonntag war, hatte ich Kleid und Sandaletten statt Wanderkleidung gewählt, was aber keine großen Schwierigkeiten bereitete. 🙂 Hinab von den Bergen schwebten wir mit dem Sessellift und berührten die Baumwipfel der Vorstadt. Herrliches Gefühl!
Angekommen an der Talstation erinnerte sich Ralf an vergangene Zeiten: Camping als Jugendlicher. Flucht 1989. Kirche der Malteser mit Beratungsstützpunkt der damaligen Bundesregierung. Wir diskutierten viel auf dem Weg durch das Wohnviertel und angesichts der vorhandenen Mahnmäler. Der Fall der Berliner Mauer sowie die anschließende Vereinigung Deutschlands wird immer Gänsehaut und Erinnerungen bei uns hervorrufen. Müde kamen wir im Nest an und ruhten uns erstmal aus, bevor es am Abend nochmals hinaus ging zum Essen. Mit der TRAM bis zur Petöfibrücke, Abendessen im Theaterrestaurant Puder und dann per pedes bis zur Kettenbrücke, wo wir gemütlich ein Bierchen am Donauufer genossen.


Heftiger Wind schlug uns entgegen, als wir nach dem Frühstück das Haus verließen. Ralf führte mich diesmal zum Andrassy Boulevard. Vom Oktogon promenierten wir bis zum Heldenplatz, wiederum gigantische Skulpturen und viele schöne Villen waren zu verzeichnen. Außerdem erregte ein Eisenkettendenkmal unsere Aufmerksamkeit auf den ersten Metern des Boulevards. Es handelte sich symbolisch um den Eisernen Vorhang. Anschließend entdeckten wir noch eine Porträtgalerie an der gegenüber liegenden Hauswand. Sie zeigte die Konterfeis von zwischen 1956 – 1960 ermorderten Aktivisten. Wieder lief Gänsehaut über unsere Haut angesichts der Ereignisse in der jüngeren Geschichte des Landes und Europa.
Árpád und seine Stammesfürsten grüßten mit grimmiger Miene bei der Ankunft am Heldenplatz. Meine besondere Aufmerksamkeit wurde von der reich verzierten Kunsthalle in Anspruch genommen. Wir liefen dann weiter zum Stadtwäldchen und labten uns am Grün und Beobachtungen von einer bunt bemalten Parkbank aus. Ralf las mir aus dem Reiseführer vor und dadurch bekam ich ungeplant Lust auf einen Zoobesuch. In Budapest soll sich das schönste Elefantenhaus Europas befinden – das wollte ich prüfen! Ich wurde nicht enttäuscht! Japanischer Garten, viele Details und Erklärungen zu den Kontinenten und Tieren sowie schließlich das sehr schöne Haus der Dickhäuter begeisterten uns sehr. Ein 7-Monate junges Elefantenkind trug ebenfalls zur Belustigung bei.
Nach dem Zoo spazierten wir noch zum Schloss « Kunterbunt » – von uns so getauft, da es aus vielerlei Baustilen zusammengesetzt wurde. Hier wieder ein Brautpaar beim Fotoshooting, wobei die junge Braut recht verkrampft und nichts so recht glücklich drein schaute… Leider machten nun meine Akkus im Telefon und auch das Ersatzakku schlapp, so dass es vom Rest des Tages keine Bilder mehr gibt. 🙁
Mit der ältesten Metro des europäischen Festlandes ratterten wir nun zurück zum Oktogen und verspürten Appetit. Im Grand Café Budapest stillten wir diesen mit Omelett und Bagel. Kreuz und quer ging’s anschließend durch die abwechslungsreichen Straßen bis in unser Urlaubsappartement. Am Abend kochten wir selbst und ließen wohlig erschöpft die Seele ohne Abendprogramm baumeln.

Strömender Regen seit der Nacht bewahrheitete die Wettervorhersage, so dass wir erst einmal im Haus bleiben mussten. Ich vervollständigte meine Aufzeichnungen, Ralf plante. Pünktlich gegen 11 Uhr ließ der Regen nach und wir kundschafteten erst noch den Bustransfert zum Flughafen für die Abreise aus. Metro Nr. 3 befindet sich seit November 2017 im Bauzustand, so dass wir auf den Bus 100E zurückgreifen wollten.
Nun ging es in die Vacy ucta, einer alten-neuen Einkaufsstraße Budapests. Das war Folter! Da wir nur begrenztes Gepäck hatten, nahmen wir uns schon vor Antritt der Reise vor, nix, aber auch gar nix zu kaufen! Letztendlich haben wir uns dran gehalten, aber…
Eine Markthalle, der Panorama-Innenhof, Jugendstilhäuser, alte Traditionsgeschäfte – auch hier waren wieder Lebhaftigkeit und Stolz in der Luft! Augenweiden über Augenweiden! Wir besichtigten eine Synagoge und kosteten von den Törtchen im Kaffeehaus Auguszt.
Mit Sicht auf die vielen Restaurants und Bistros fiel es später schwer, sich zu entscheiden! Schließlich nahmen wir im Blue Bird Café Platz und wurden nicht enttäuscht! Nach dem Mahl verspürte ich den Wunsch, noch einmal ans Wasser zu laufen. Dort nahmen wir dann Abschied von Donau, Kettenbrücke und Trubel. Viele Menschen flanierten im Sonnenschein und wir fuhren mit der Bahn heim, um unsere Koffer zu packen.

Am Mittwoch, den 16. Mai, unserem 6. Hochzeitstag, kehrten wir voller schöner Eindrücke heim nach Montpellier. Da es sich um die Zuckerhochzeit handelte, kredenzte mir mein Liebster während der 5-stündigen Wartezeit einen HimbeerHerzKeks mit Kaffee auf dem Flughafen in Basel – wenn das nicht wahre Liebe ist. 🙂

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Alle 5 Jahre ein P

Unser Frühjahrs-City-Hopping stand ganz im Zeichen von Birgits Geburtstag. Ihren 50. hatte sie in Paris gefeiert. Diesmal sollte es Prag sein. Die Anreise gestaltete sich etwas kompliziert, da wir einen Direktflug von Marseille gebucht hatten, aber unser Zug dorthin der französischen Streikwelle zum Opfer fiel. Glücklicherweise konnte sich Lionel freimachen und so fuhren wir mit unserem Auto zum Flughafen und Lionel übernahm es, es anschließend wieder zurückzubringen.
In Prag angekommen, steuerten wir zunächst einmal einen ATM-Geldautomaten an, um uns mit Bargeld zu versorgen. Das Warten zog sich hin und so beschloss Birgit, schon mal zum Gepäckband zu gehen. Als ich schließlich mit den Tschechischen Kronen ankam, war unser Flug an keinem der Gepäckbänder auszumachen. Wo sollten wir unseren Koffer nur abholen? Plötzlich sah Birgit einen schwarzen Koffer mit orangenem Anhänger – unser Koffer! Als nächstes mussten wir Tickets für Bus und Bahn besorgen. Nur zwei Ticketschalter für all die ankommenden Reisenden! Wieder Schlange stehen, aber es ging zügig. Doch unser Bargeld wurde abgewiesen, da die Banknoten zu groß ausfielen. Na ja, eine Wahl hatten wir nicht gehabt am Geldautomaten. Gut, dass aber unsere französische Bankkarte akzeptiert wurde. Per Bus und Bahn ging es ganz gemütlich ins Stadtzentrum. Unser Wohnhaus war bald gefunden und Dank Schnitzeljagd-ähnlicher Ankunftsbeschreibung, die das Passieren zahlreicher Türen beinhaltete, erreichten wir schließlich nach anstrengendem Treppensteigen unser Dachgeschoss-Appartement. Puuhhhhh! Geschafft! Der Ehrlichkeit halber sollte angemerkt werden, dass Ralfs Sakroiliakalgelenk unsere letzte Wanderung nicht ganz bekommen war und er sich ein paar Tage mit Einreiben und Ibuprofen aufrecht halten musste. Ja ja, das Alter…
Zum Abendessen ging’s raus auf die Straße und die ersten Knödel wurden im Creme Caffé Il Balcone verkostet. 🙂 Danach auf zur Prager Burg und hinter zum Goldenen Gässchen, das sich am Abend von seiner schönsten Seite zeigte. Immer wieder boten sich schöne Ausblicke über die Dächer der Goldenen Stadt Prag – golden im Abendlicht. An der Moldau beobachteten wir eine Ansammlung von Schwänen und anderem Wassergefieder – und eine Ansammlung unvorsichtiger Touristen, die die Tiere füttern und streicheln mussten. Einem kleinen Abstecher auf die Karlsbrücke – wo nur ist der Heilige Johannes von Nepomuk? – folgte ein abschließender Besuch in der Bierbar Roesel.

Geburtstag! Heute wird gefeiert! Oder eben zumindest der Tag genossen! Mit leckerem Frühstück im Café 22 starteten wir in den Tag. Kreuz und quer sollte es uns durch die Prager Altstadt treiben, über die Karlsbrücke, vorbei an alten Patrizierhäusern, mal mit und mal gegen den Touristenstrom… Viel Tünnif im Angebot, zum Beispiel die Deutsche Fußballmannschaft in Form von Matrjoschkapuppen, und überall Trdelnik-Stände, obwohl diese Süßspeise gar keine typisch Prager Leckerei ist. An einer alten Tram (Café Tramvaj) auf dem Wenzelsplatz erfrischten wir uns, nahmen Kenntnis von der Selbstverbrennung eines Studenten beim Reiterstandbild des hl. Wenzel anlässlich der Niederschlagung des Prager Frühlings, genossen das ruhige Ambiente im alten Garten der Franziskaner, und steuerten auf den Altstädter Ring zu mit seiner berühmten, aber aufgrund von Sanierungsarbeiten verhängten Astronomischen Uhr. Unterwegs begegneten wir einem Demonstrationszug anlässlich des Endes des II. Weltkriegs, gefolgt von einer Ein-Mann-Gegendemonstration, die auf die Aggressionspolitik Russlands aufmerksam machen sollte. Zurück über die Karlsbrücke löschten wir unseren Bierdurst am Ufer der Moldau, bevor wir die John-Lennon-Mauer mit ihren Graffitis besuchten und schließlich in unserem Appartement eine Pause einlegten.
Doch der Geburtstag war noch nicht vorbei! Noch einmal ging’s hinauf zur Prager Burg, diesmal noch touristisch belebter als tags zuvor, und nach erfolgreicher Suche des Paradiesgartens fanden wir ein lauschiges Plätzchen zum Anstoßen: Die Panorama Pergola der Villa Richter. Was für ein Ausblick! Und dazu ein Glas Prosecco… was will Frau mehr! 🙂 Zum Dinner ging’s in Restaurant Certovka mit Blick auf die Karlsbrücke und das drollige Spiel der Erpel auf der Suche nach einer Frau.


Der nächste Tag stand im Zeichen der jüdischen Geschichte. Ein Sammelticket zum Besuch der Synagogen und des alten Friedhofs konnte nur gegen Bargeld erworben werden (gut, dass wir noch genug im Portemonnaie hatten – nicht jedem ging es so 🙁 ). Interessante Einblicke in Glaube, Kultur und Geschichte wurden gewährt, aber es wurde doch recht anstrengend mit der Zeit. Gut, dass wir uns zwischendurch im Fahrrad-Pub Kolonial stärken konnten.
Zum Abend wurde Kultur geboten – wir gingen ins Theater Nová Scéna und sahen eine missreißende Ballettaufführung. Und das Bier zum Ausklang des Abends gab’s im berühmt-berüchtigten Brauereirestaurant U Fleků. Na dann Prost! 😉


Nach all der Architektur stand uns tags darauf der Sinn nach Grünem. Mit der Standseilbahn ging’s hinauf auf den Petřín. Ein kleiner Garten lockte uns, dann bezwangen wir die 299 Stufen des Aussichtsturms (ja ja, Ralfs Sakroiliakalgelenk ging’s schon wieder besser) und anschließend schlenderten wir gemütlich hinüber zum Strahov-Kloster. Dort besichtigten wir die alte Bibliothek mit ihren wertvollen Handschriften, dem Philosophischen und dem Theologischen Saal sowie der Kuriositätensammlung, wie zum Beispiel einer Xylothek.
Aller Guten Dinge sind drei! Erneut führten uns unsere Schritte zur Prager Burg, diesmal hinüber zum Königlichen Garten mit seiner ehemaligen Reitschule, dem Ballhaus, der Orangerie und dem Belvedere. Ein ruhiges Plätzchen abseits der Touristenströme! 🙂 Danach ging’s weiter in Richtung Moldau, wo wir ein nettes Café (Club Míšeňská) mit Cheesecake und wortkarger Bedienung fanden. Und auch zur Karlsbrücke liefen wir noch einmal, nicht zuletzt auf der (vergeblichen) Suche nach einem Bier. Doch alle Logenplätze waren voller Besucher! So gingen wir zunächst einmal zurück in unser Appartement, bevor wir den Abend entspannt im Garten der Velkopřevorský Mlýn (Mühle) ausklingen ließen.

Alle 5 Jahre ein P. Zum Schluss die Preisfrage: wo geht es in 5 Jahren hin? Padua? Porto? Potsdam? Petersburg? Piesteritz? Wir werden sehen! 🙂

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Auf der Suche nach dem Dolmen von Lamouroux

Bevor wir auf Reisen gehen, brachen wir heute nochmal zu einer mittelkurzen Wanderung in die nähere Umgebung auf. Der morgendliche Regen verzog sich bald und die Sonne sollte uns später gut ins Schwitzen bringen. Wir wählten ein Plateau südwestlich von Montpellier, wo wir schon mal mit Karin wanderten… 🙂 Per Komoot wurde eine Runde geplant, die uns zu mehreren Dolmen und Menhiren (auch als Hinkelsteine bekannt) bringen sollte. Leider stellte sich heraus, das sich ein beträchtlicher Teil des Landes in Privatbesitz befindet und für uns nicht zugänglich war. Unterwegs entdeckten wir die alte Kapelle von Saint Martin de Cardonnet. Später beobachteten wir interessiert Ameisen bei ihrem (vergeblichen) Versuch, einen Schmetterlingsflügel in ihren Bau zu bugsieren. Zwei Rebhühner nahmen Reißaus, als wir uns ihnen näherten. Und ja, ganz am Ende der Tour, da fanden wir schließlich den Dolmen von Lamouroux. Schaut selbst!

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