Geburtstagsbesorgungen

Ja, was man so alles auf der Suche nach ein paar Geburtstagsüberraschungen finden kann! Ziel war die Markthalle, um mich vom Gemüseangebot für ein kleines Abendmenü inspirieren zu lassen und um leckeren französischen Käse zu erstehen. Außerdem wollten noch zwei kleine Himbeertörtchen und eine Baguette (ja ja, Baguette ist weiblich!) besorgt werden. Aber wie die Füße so wollten, zog es mich mal wieder durch die Gassen von Montpellier auf der Suche nach neuen Graffitis. Diesmal gab’s sogar noch weise und anregende Sprüche dazu, so von Aristoteles, Kasimir Malewitsch und Philippe Petit. Welche illustre Versammlung!

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Sonne, Geröll und Sandsäcke

Heute, am Tag der Arbeit, gab es für uns die vorerst letzte Möglichkeit, für die Rucksackwanderung durch den Schwarzwald zu trainieren. Ich schlug zur Erhöhung des sportlichen Aspekts vor, die Sandsäcke, die uns sonst als Türstopper dienen, ins Gepäck zu nehmen. Dadurch erhöhte sich der Schwierigkeitsgrad, jedoch kamen wir so den tatsächlichen Gewichten unserer Rucksäcke näher. Ralf hatte 4 kg, ich knapp 2 kg Zusatzladung. Am Ende dieses Tages waren wir uns sicher, dass wir unser Vorhaben, vier Tage auf dem Alb- und Wolfssteig zu laufen, schaffen würden!
Nach dem Frühstück fuhren wir nach Brissac in der Nähe vom Tal des Hérault. Zu Beginn wurden wir von einer gepflegten, frühlingsgrünen Parkanlage sowie einer interessanten Kirche überrascht. Hier möchte ich mal picknicken!
Bald darauf ging es zügig bergan und die steinigen Wege sollten uns die ganze Zeit über begleiten! Wer hat nur all das Geröll hier verteilt? Meine Füße taten trotz fester Wanderschuhe ziemlich weh, aber nach der Wanderdusche war alles halb so schlimm! Zweimal noch ging es hinauf, wobei der letzte Anstieg steil und kraxelig eine größere Herausforderung, besonders für Ralf mit seinem Zusatzgepäck, darstellte. Dann wurde erstmal pausiert, der Rundblick genossen und gespeist! Ausgeruht und mit neuen Kräften stolpierten wir zur Madonnenstatue und waren von ihrer Größe beeindruckt. Von dort ging es stetig hinab; wir folgten einem Kreuzweg und kamen an einem Hameau mit größerer Kirchenanlage an, dem Sanctuaire de Notre-Dame-du-Suc. Dort fand gerade eine Zeremonie ihr Ende und es waren viele Autos unterwegs. Wir konnten zum Glück Abkürzungen auf teilweise geröllfreien Wegen nutzen und kamen direkt am Schloß von Brissac vorbei. Nach ungefähr sieben Stunden war unser Sandsacktraining beendet. Wir waren glücklich und geschafft!

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Osterspaziergänge

Das Osterwochenende gehörte uns und unserem Plaisir. Am Samstag hatten wir eine schöne Fotoausstellung im Pavillon Populaire besucht. Raymond Depardon hatte die Zeit nach dem ersten Lockdown genutzt und in der Umgebung von Montpellier in den Gemeinden – Communes – fotografiert. Diese Bilder, die in den Departements Aveyron, Lozère, Gard und Hérault aufgenommen wurden, entstanden im Sommer 2020 in einem Gebiet, das einst durch eine Genehmigung zur Gas- und Erdölexploration, dem « Permis de Nant », bedroht war. Ach, so viele dieser Orte haben wir selbst schon in den vergangenen Jahren besucht!
Am Sonntag sollte sich zu dieser Liste ein weiterer Ort gesellen: Soubès. Auf dem Weg vom Cirque du Bout du Monde kamen wir dort schon einmal entlang und hatten damals Kirschen am Straßenrand gekauft. Nun statteten wir dem Ort einen Besuch ab und nutzten ihn als Ausgangspunkt für eine Tour in die Berge. Ein sehr schöner Weg führte durch waldiges Gelände an zwei Dolmen vorbei. Danach überquerten wir eine idyllische Wiese. Während ich noch auf den Knien Fotos von Orchideen schoss, war Birgit schon zu einem kleinen Weiler gelaufen. Doch plötzlich Panik!! Eine Schlange schlängelte davon und Birgit befürchtete, gebissen worden zu sein. Tatsächlich fanden sich an ihrem Schienbein zwei kleine blutrote Pünktchen, ca. 7 mm voneinander entfernt. Oh Gott, was tun?! Nicht aussaugen, meinte Birgit. Wir versuchten uns damit zu beruhigen, dass die roten Punkte von den Dornen stammen könnten, die uns zuvor die Beine etwas zerkratzt hatten. Und wir beschlossen, am Abend anzustoßen, wenn alle noch am Leben und bei Sinnen sind. Dazu kam es dann auch… Nachdem der erste Schreck verflogen war, setzten wir unseren Weg fort und erreichten die Ruine einer Klosterkirche, an der wir bei einer Bananen-Keks-Pause ein wenig verweilten. Weiter ging’s zu einem Aussichtspunkt, der uns einen atemberaubenden Blick über das Tal der Lergue bot. Da dieser Ort zudem von Thymian gesäumt war, mussten die Bananenschalen entsorgt werden, um in der Tüte Platz für die Kräuter zu schaffen. In hohem Bogen wurden die Schalen ins Tal geschleudert – und erneut gab es ein Zusammentreffen mit der wilden Fauna: fast hätte Birgit ein Reh getroffen, das sich ins Unterholz geduckt hatte. Welch ein Tag! 
Nun lag der Rückweg vor uns, der im Zickzack ins Tal hinab führte. An einer Kehre fand ich zwei herumliegende Steine und baute uns einen kleinen Picknickplatz. Weiter ging’s! Ein schöner Pfad unterhalb kleinerer Felsen bot immer wieder tolle Blicke ins Tal. Am Ende durchquerten wir den charmanten Ort Soubès und krönten unseren Ausflug schließlich mit Kaffee und selbst gebackenem Himbeerkuchen. Voilà – la vie est belle! 🙂

Nach der recht anspruchsvollen Trainingsrunde vom Ostersonntag entschlossen wir uns zu einer etwas moderateren Tour durch die Garrigue bei Les Matelles. Die Anfahrt dauerte nur knapp eine halbe Stunde und auch ein Parkplatz war schnell gefunden. Bei herrlichem Sonnenschein marschierten wir frohen Mutes aus dem Ort. Der steinige und steile Aufstieg verlangte uns einiges an Konzentration ab. Belohnt wurden wir mit herrlichen Blicken über das Umland! Oh je, dann wieder diese Zaunanlagen, die aus dem Nichts auftauchen und wo wir nie wissen: Sind wir drin oder draußen? Auch diesmal hieß es wieder drüber und nüber steigen, denn der Weg war jedes Mal auf der anderen Seite. 🙂
Nach einem weiteren Anstieg stolpierten wir über einen versteckten Pfad zu einem imposanten Ort: Aussicht auf eine tiefe Schlucht. Schmetterlinge flatterten, Blumenkissen leuchteten lilafarben und wieder sangen die Vögel ihre schönsten Frühlingsmelodien! Wir verweilten und träumten ein wenig. Anschließend suchten und fanden wir einen in der Gegend bekannten Kletterfelsen, den Rocher du Clocheton (Glockenturmfelsen). Wir blieben allerdings vernünftig und betrachteten ihn nur von unten. 😉 Unseren Picknickplatz fanden wir zum Ende der Wanderung am Ufer des Flusses Lirou, der aber gerade völlig ausgetrocknet ist! Dennoch war es ein nettes Plätzchen, auch zum Herumklettern. Danach war es nicht mehr weit bis zum Ausgangspunkt und wir hatten am Nachmittag Zeit zum Relaxen auf dem Balkon und im Stübchen.

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Menhir – MenDa

Der Frühling und die Sonne waren endlich da! Was lag da näher, als mal wieder auf Wanderschaft zu gehen und unsere schöne Umgebung zu erkunden. Zudem rückt unser Vorhaben, vier Tage Rucksackwandern durch den Schwarzwald, ebenfalls näher.
Ralf, mein Lieblingsorganisator und anerkannter Freund von Menhiren, fand und plante eine schöne Runde bei Sumène für uns.
Nach einem typischen Wanderfrühstück mit Müsli fuhren wir los und kamen relativ zeitig in Saint-Roman-de-Codières an.
Es war der Tag des ersten Wahlganges der Präsidentenwahl und so ging es relativ lebhaft in dem kleinen Ort zu. Wir zogen unsere Wanderschuhe an und los ging es zunächst einmal durch die romantischen Gassen und dann zum ersten Aufstieg, der versteckt hinter der Buchhaltestelle lag! Schnell gewannen wir an Höhe und schon standen wir vor dem ersten Menhir. Am Ende des Tages hatten wir mindestens drei weitere sehr gut erhaltene Exemplare gesichtet und bewundert. Die erste größere Pause machten wir auf einem idyllischen Fleckchen an einem Bach. Auch für das Picknick fanden wir ein nettes Plätzchen mit Ausblick, bevor es im leichten Auf und Ab zum Ausgangspunkt zurück ging.
Was gibt es Schöneres, als das Laufen durch die erwachende Natur und dem Lauschen der Vogelgesänge?!

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Paris, Paris, wir waren in Paris!

Coronabedingt wurde uns im Januar eine Reise mit dem Zug nach Paris storniert, von wo wir weiter nach Deutschland fliegen wollten. Die bereits gekauften Zugfahrscheine konnten wir umtauschen und nutzten sie nun, um für eine 3-tägige Auszeit in Frankreichs Hauptstadt zu reisen. In einem funktionell und gemütlich eingerichteten Appartement fanden wir Unterkunft und erkundeten von dort mit der Metro sowie per pedes die Stadt der Liebe. Ralf hatte im Vorfeld sehr gut geplant, so dass fast alle unsere Wünsche berücksichtigt wurden. Habt ihr Lust uns zu folgen? Allez! On y va! Los geht’s!

Tag 1: Entdeckungen auf dem Weg zum Musée Marie et Pierre Curie

Nach dem Frühstück, Ralf hatte aus einer der umliegenden Bäckereien Croissants und Baguette besorgt, liefen wir zum Bahnhof Austerlitz. Heftiger, anhaltender Hubschrauberlärm ließ uns den Himmel absuchen. Es dauerte eine Weile, bis wir den Riesenbrummer entdeckten, der damit beschäftigt war, Bauteile zu befördern. Der Krach war wirklich enorm und wir bedauerten die Patienten im Hôpital de la Salpêtrière, die unmittelbar neben der Baustelle genesen sollten! Unterwegs kamen wir am Institut der Pariser Mode vorbei und wurden vom Slogan WANDERLUST überrascht. 🙂
Mit der Metro fuhren wir ein paar Stationen und begannen den Tag mit dem Besuch des Gartens Catherine Labouret. Herrliche Baumblüte, Wiesen im Winterschlaf sowie spielende Kinder bereiteten uns Vergnügen.
Vorbei am Museum, das Auguste Rodin gewidmet ist, ging es zur Alexanderbrücke und dem Kleinen Palais. Oh, und der Eiffelturm tauchte auf und wurde nicht nur von uns fotografisch festgehalten!
Im Kleinen Palais machten wir zunächst eine Stippvisite im Innenhof, bevor wir in die frei zugänglichen Ausstellungsräume gerieten. Hier kann man sich wirklich verlaufen oder einen Regentag verbringen. Zum Glück war das Große Palais wegen Rekonstruktion geschlossen, sonst … ?!
Bei stürmischen, kühlen Windböen, aber mit Sonnenschein ging es weiter in Richtung Louvre. Ein Teepäuschen gab es an einem der vielen Springbrunnen. He, und endlich gibt es das iPhone in Grün für Wanderfreunde 😉 – davon kündete ein riesiges Werbeplakat!
Dann überraschte mich Ralf mit einem Kleinod: Ein Blumenmarkt in besonderer Atmosphäre! Farbenfroh und nostalgisch, witzig und detailreich. Wir nahmen einen handgeschnitzten Eisvogel als Souvenir mit.
So langsam meldete sich der Hunger. In einer Seitenstraße fanden wir Platz in einem japanischen Restaurant, wo wir erstmals den Inhalt einer Bento Box probierten – einfach köstlich! So gestärkt nahmen wir Anlauf für das letzte Ziel dieses schönen Tages: dem Museum Marie und Pierre Curie. Ein wenig Wartezeit vertrieben wir uns mit der Betrachtung der Grafiken an der Hauswand. Leider gab es keine deutschsprachigen Erklärungen, dafür auf englisch, spanisch und sogar polnisch! Dennoch wirkte die Faszination des Labors und die Betrachtung der damaligen Forschungsbedingungen auf uns und ließ uns staunen.

Tag 2: Romantik und der furchtlose Johann

Der Sonntagsspaziergang begann im Museum des romantischen Lebens. Dieses hübsche kleine Museum, zu dem ein Gewächshaus mit integriertem Café und einem kleinen Garten gehören, widmet sich der Kunst und Literatur der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die letzten Besitzer waren die Nachkommen der Familie des Malers Ary Scheffer (1795–1858), der hier einst wohnte und damals die künstlerische und literarische Elite seiner Zeit empfing, wie George Sand, Frédéric Chopin, Eugène Delacroix, Gioachino Rossini, Franz Liszt, Richard Wagner und Charles Dickens. Und nun auch uns!
Stadteinwärts folgten wir Paris’ Straßen, umrundeten einen kleinen Park und stolzierten durch überdachte Passagen. Dort gibt es das Musée Grévin – ein Wachsfigurenkabinett – dessen Besuch wir für ein anderes Mal aufhoben. Vorbei an der Pariser Börse gelangten wir schließlich zum Palais Royal, einem meiner Lieblingsplätze in Paris. Überall stehen Stühle herum, die man hin und her tragen kann, um ein besonders schönes Plätzchen zu erwischen. Am besten sitzt es sich am zentralen Bassin mit seinem Springbrunnen. Am Ende des Platzes stehen 266 Säulenstümpfe unterschiedlicher Höhe herum – ein Kunstwerk des französischen Installationskünstlers Daniel Buren, auf dem die Kinder herrlich herumklettern können. 🙂
Weiter ging’s über den Bauch von Paris – Les Halles – zur Kirche Saint-Eustache, die eher wie eine Kathedrale anmutet. Orgelklänge begleiteten uns durch das riesige Kirchenschiff. Danach erklommen wir den Turm Johanns Ohnefurcht, der im 14./15. Jahrhundert lebte und 1407 durch die Ermordung seines Rivalen, Ludwig von Orléans, dem jüngeren Bruder des Königs, Berühmtheit erlangte. Doch ihm sollte es nicht besser ergehen! Im September 1419 wurde er zu einer Unterredung auf die Yonne-Brücke bei Montereau gelockt und dort hinterrücks erstochen. 😮 Andererseits war Johann Ohnefurcht auch ein Herrscher, der trotz seiner intensiven Beschäftigung mit Politik, Wirtschaft und Intrige Zeit und Lust daran fand, Musik, Künste und Bücher zu fördern. Eine Ausstellung ließ uns in die Welt des Mittelalters und das damalige Leben eintauchen.
Als « Bonus » hatte ich noch ein Kunsterlebnis in die Streckenführung aufgenommen: Das nachgestaltete Atelier von Constantin Brâncuși. Noch nie hatte sich ein Besuch ergeben, obwohl ich schon immer mal dort hin wollte. Einige seiner Skulpturen sind einfach genial schön und zeitlos! Glücklicherweise waren es nur vier Räume. 😉 Nach all den Straßenkilometern wurden die Füße doch langsam etwas müde. So waren wir froh, als wir die Metrostation Arts & Metiers erreichten, ein würdiger Abschluss dieses Spaziergangs, denn die ganze Station ist mit Kupferblech ausgekleidet und erinnert an das Unterseeboot Kapitän Nemos.

Tag 3: Ausstellungsbesuch und Kanalballade

Am dritten und letzten Entdeckungstag besuchten wir zunächst eine Ausstellung im Musée du Luxembourg, die Künstlerinnen gewidmet war, welche in den 20er Jahren zur Avantgarde gehörten und heutzutage relativ unbekannt sind. Die Exposition war sehr abwechslungsreich. Es war noch immer sehr kühl und wir waren froh, dass wir ohne zu warten ins Museum gelangten. Die Eintrittskarten hatten wir nämlich bereits im Internet im voraus reserviert.

Nach dem ausgiebigen Betrachten der verschiedenen Werke unternahmen wir einen ausgiebigen Spaziergang entlang des Kanals Saint-Martin. Ab und zu tröpfelte es, aber der Regenschirm konnte im Rucksack bleiben. Die Promenade mündete schließlich im Besuch des ausgedehnten Parks Buttes Chaumont. Dieser wurde in einem ehemaligen Gipsabbaugelände angelegt und muss demnächst umfassend renoviert werden. Die Witterungseinflüsse hinterließen ihre Spuren an den zum Teil mit Beton übergossenen Felsenformationen. Eine Hängebrücke und Sichtachsen erinnerten uns an den heimatlichen Park in Wörlitz. Unseren letzten Abend ließen wir gemütlich in einer Pizzeria in der Nähe unserer Ferienwohnung ausklingen. Wieder einmal hat uns Paris begeistert und es gibt noch soviel zu entdecken – à la prochaine alors! Bis zum nächsten Mal!

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Neues vom Mittelmeer

Nach meinem erfolgreich absolvierten Arbeitswochenende nutzte ich die heutige sonnige Mittagspause für einen Strandspaziergang bei Carnon. So oft war ich hier schon unterwegs und jedes Mal entdecke ich Neues. Strandgut, Minilandschaften und Strandblüten – all das fasziniert mich und die Weite des Meeres bringt Ruhe und Entspannung.
Geht auch hinaus und auf Entdeckung!

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Neues aus Montpellier

Birgit musste arbeiten und Ralf spielte in Birgits Auftrag « Rasender Reporter ». Samstag gab’s noch nicht so viel zu entdecken. Ich nutzte unser Gratis-Wochenendticket und fuhr mit dem Bus nach Aiguelongue. Von dort folgte ich dem Spazierweg entlang des Lez, um anschließend mit der Blumen-Straßenbahn ins Stadtzentrum zu fahren. Dort kaufte ich ein paar Leckereien und fuhr dann mit der Linie 1 zurück nach Hause.

Am Sonntag sollte der ehemalige Parc de l’aspirant Tastavin (der verwildert und der Öffentlichkeit nicht zugänglich war) neu eröffnet werden. Er heißt nun Park Suzanne Babut. Suzanne Babut war eine 1887 in Montpellier geborene, protestantische Widerstandskämpferin während des Zweiten Weltkriegs. Zur Eröffnung gab’s Imbiss und allerlei Spielgerät – der Park war um die Mittagszeit gut besucht. Vor dem Tor spielte eine Blaskapelle. Allerdings konnte ich die von uns gewünschte Tischtennisplatte nicht ausfindig machen. Also verewigte ich diesen Wunsch auf der eigens aufgestellten Pinnwand für Verbesserunsgvorschläge. Mal schauen, ob’s hilft. 😉

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Samstagsballade

Nach arbeitsreichen und sonnenarmen Tagen hatten wir das große Bedürfnis, mal wieder einen längeren Spaziergang in der Natur zu machen. Es blieb wenig Zeit zum Planen, so dass wir einen Wandervorschlag von Komootine annahmen und nach Castries fuhren. Dort gibt es viele Möglichkeiten in der Nähe des Aquädukts, das im 17. Jahrhundert für die Wasserversorgung des Schlosses von Castries erbaut wurde, herum zu laufen. Kirschbäume und Schlehen; es duftete typisch nach Garrigue und seinen Kräutern. Bienen tummelten sich in den Rosmarinblüten. Einige Radfahrer kreuzten unseren Weg. Das viele Grün tat unseren müden Augen gut. Gut durchgelüftet kamen wir nach ca. 2h wieder am Ausgangspunkt an und fühlten uns prima in Form.

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Geburtstagsfeiern in Deutschland

Vor zwei Jahren kaufte Birgit Tickets bei easyJet, um zu Christians Doktorverteidigung zu fliegen. Doch dann kam alles anders – Corona hatte sich in Europa ausgebreitet und in einen mehrwöchigen Lockdown geschickt. Die Doktorverteidigung verfolgten wir aus der Ferne am Computer – und easyJet gab uns einen Gutschein fürs darauf folgende Jahr. Doch noch immer wütete Corona in der Welt und wieder mussten wir einen Flug absagen. 2022 endlich wurde es wahr, dass wir wieder gemeinsam in ein Flugzeug steigen konnten. Zwei Geburtstage unserer Lieben standen im Kalender: erst Lukas’ vierzehnter « Nicht-Geburtstag » am 29. Februar und zwei Tage später folgte Ingrids achtzigster Ehrentag.
Am Montag, den 28. Februar, landeten wir am frühen Nachmittag auf dem neuen Flughafen Berlin Brandenburg „Willy Brandt”. Christian holte uns ab und rechtzeitig zum Kaffee waren wir in Dannigkow. Abends brachte uns Christian nach Piesteritz. Den ersten März nutzten wir für einen Vormittagseinkauf im E-Center und einen Spaziergang an einem unserer Lieblingsorte, dem Bergwitzsee. Schön lag er in der Sonne, doch die augenfälligen Sturmschäden waren traurig anzusehen.
Mittwoch wurde im Familienkreise gefeiert! Thomas gesellte sich schon zum Mittagessen zu uns und anschließend holten wir Karin vom Bahnhof ab. Es wurde viel gelacht! 🙂 Spezialitäten aus Frankreich (Käse), Deutschland (Bratwurst) und Österreich (Selchfleischknödel) fanden während der gemeinsamen Zeit den Weg auf unseren Tisch. Wir werden die Tage noch lange in schöner Erinnerung behalten und freuen uns auf unseren nächsten Deutschlandbesuch im Mai.

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Wanderung zur Quelle des Flüsschens Gorniès

Unsere erste größere Tour im neuen Jahr sollte uns zur Quelle des Flüsschens Gorniès führen. Von diesem hatten wir zwar noch nicht gehört, aber das Hinterland des Pic Saint-Loup wollten wir schon seit längerem bewandern. Beim letzten Versuch wurden wir jedoch von Jägern davon abgehalten. Ob es wohl diesmal klappen würde?
Wir fuhren zum Mas de Baumes, einem gut erhaltenem Hof mit Hotel und Restauration mitten in der Garrigue. Von dort ging es auf schmalen, aber gut markierten Wegen kreuz und quer durch die Garrigue, vorbei an den Überresten steinzeitlicher Dolmen. Bald sahen wir die Schlucht, in der der Gorniès plätschern müsste. Doch wie hinunter? Ein schmaler Weg führte uns an die Quelle, die sich unterhalb eines mächtigen Felsens befand. Wir folgten dem Flüsschen und mussten darauf achten, uns nicht im Gestrüpp zu verirren. Weiter flussabwärts lagerten Familien in Wassernähe und erfreuten sich des Picknicks, während Kinder durch die Landschaft tollten. Wir machten kehrt und wanderten auf einsamen Wegen zurück zum Auto. Am Ende waren wir froh, unsere Wanderschuhe ausziehen zu dürfen, denn der steinige Weg hatte uns doch etwas herausgefordert.

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