Mal wieder geradelt

Donnerstags habe ich zur Zeit meistens dienstfrei und für heute hatte ich mir eine kleine Radtour vorgenommen. Noch ist es nicht zu heiß und der etwas bedeckte Himmel am Morgen schien ideal für eine Radelrunde. Wie so oft fuhr ich erstmal ohne festes Ziel los, bis mich irgendwas auf den Weg zum neuen Rathaus brachte. Dort beginnt dann der Radweg, der bis zum Meer und sogar bis Sète ausgebaut wurde. Rita und ich verstanden uns gerade so prima und wie von selbst schlug ich die Richtung nach Palavas ein. Herrlich war das! Frühling. Blumen. Wolkenbilder. Sanfter Fahrtwind. Flußaue. Pferde. Und schwubs, da kam der Turm von Palavas ins Bild. Nun wurde ich ehrgeizig und wollte unbedingt bis zum Strand! Nach einer Stunde Fahrt stand ich am Meer und traf sogar noch den Kleinen Prinzen! Die Mittagszeit nahte, ich rief Ralf vorsichtshalber an, um ihn vorzuwarnen, dass es etwas später Essen geben würde.
Nach einer kurzen Trink – und Gedenkpause strampelte ich glückselig zurück nach Hause und bereitete uns die Mahlzeit bestehend aus Pellkartoffeln, Mangold und Rührei zu. Diese genossen wir auf dem Balkon, wo wir immer noch mit den Tauben kämpfen – allerdings doch in abgeschwächter Form.

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Neuentdeckung ganz in unserer Nähe: Massif forestier de Baillarguet

Nach dem verregneten 1. Mai zeigte sich heute das Wetter wieder von seiner sonnigen Seite. Schon am Vorabend hatte Birgit vorgeschlagen, in einem Waldstück unweit von Clapiers zu wandern, zumal es bis dahin nur 6 km Fahrt mit dem Auto sind – also noch im grünen Radius der heute zu Ende gehenden 10-km-Ausflugsbegrenzung. Die Fahrt zum Parkplatz schien über eine holperige Straße zu führen, so dass wir das Auto am Rande von Clapiers parkten. Auf schönen Pfaden und mäßigem Auf und Ab wanderten wir durch dieses uns noch unbekannte Wald-Garrigue-Stück ganz in unserer Nähe. Es duftete nach Thymian und Rosmarin und unzählige Wildblumen säumten den Weg. Am Ende des Wegs kamen wir uns vor, als würden wir durch einen Steingarten spazieren. Wahrlich eine schöne Entdeckung. Danke mein Schatz für diesen tollen Vorschlag! 🙂

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Sich regen im Regen bringt Segen

Die für Montpellier vorhergesagte Regenwahrscheinlichkeit von 99% traf am heutigen 1. Mai genau zu – es goss! Wir erinnerten uns an den Urlaub in der Auvergne, wo wir bei gleichem Wetter herrliche Spaziergänge unternahmen. Ich brauchte Ralf daher gar nicht lange davon überzeugen, dass wir in ausreichender Regenbekleidung einen schönen Strandspaziergang machen könnten. Er war sofort dabei! Ich zog meine Gummistiefel mit den Pariser Motiven und eine Regenjacke an; Ralf schlüpfte in seinen Friesennerz und wasserdichte Wanderschuhe. In Grande-Motte waren nur wenige Menschen unterwegs und alle hatten so wie wir ein Lächeln im Gesicht. Es war einfach herrlich, durch die Pfützen zu springen und über den feuchten Sand zu stapfen. Nach fast 6 km kehrten wir gut durchlüftet und hungrig heim. Gemeinsam starteten wir eine Kochsession und haben nun Vorrat für 3 Tage. 😉

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April im Massif de la Gardiole

Noch stehen wir unter der 10-km-Einschränkung, wenn es um Ausflüge geht. Ganz genau nahmen wir es diesmal nicht und wir fuhren zum Entrée de la Gardiole, wo wir schon vor ein paar Wochen unterwegs waren. Damals mussten wir uns in Richtung Sète bewegen, da auf der anderen Seite gejagt wurde. Nun ist zum Glück die Jagdsaison vorbei und wir konnten uns frei bewegen. Per dreimaligem Auf und Ab ging es in zwei Schleifen zur Kapelle auf dem Mont Saint-Baudile, der ersten Erhebung südwestlich von Montpellier (185 m.ü.M.), und wieder zurück zum gut gefüllten Parkplatz. Unterwegs begegneten wir Reitern, Joggern, Wanderern und Ausflüglern. Auf dem Rückweg nahm Birgit eine Abkürzung und hatte diesmal gut Lachen. 🙂

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Mal wieder auf den Markt bei den Les Arceaux

Zu Mittag sollte es heute Spargel geben und wir wollten ihn möglichst frisch haben. So fuhren wir mit dem Bus Nr 10 in Richtung Les Arceaux, wo es bekanntlich am Samstag den besten marché in Montpellier gibt. Wir waren hier wohl mindestens 1,5 Jahre nicht mehr! Um so mehr überraschte uns die Fülle der Stände und die leckeren Angebote! Es fiel uns schwer, uns zu entscheiden! Ein Körbchen mit Erdbeeren und weißer Spargel aus Aigues-Mortes war dann unsere Ausbeute für den Tag. Zurück ging es zu Fuß durch die Innenstadt, wobei wir hinter dem Markt eine kleine, hübsch begrünte Straße entlang gingen, in der mehrere Tante-Emma-Läden oder Epicerien unsere Neugier und Aufmerksamkeit weckten. Das war wieder ein schöner Spaziergang zum WE Anfang!

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Mal wieder im Park Meric

Traumhaftes Frühlingswetter und ein freier Tag bescherten mir mal wieder Zeit, einen Spaziergang im Park Meric zu machen. Dieses Mal verabredete ich mich mit Sylvie, die ich vom Malkurs her kenne. Wir hatten uns schon einige Monate nicht gesehen und so gab es viel zu erzählen. Auf dem Wiesengelände saßen die Montpellieraner in Grüppchen und ließen es sich gut gehen. Ein Forscher am Wiesenrand erkundete die Lebensräume besonderer Schneckenarten. Er erzählte uns dies, nachdem wir ihn nach dem Verbleib der Mohnblumen befragt hatten, im festen Glauben, er sammle Blumensamen. 🙂
Die Kinder tobten auf dem Spielplatz, die Boulekugeln wurden geworfen und einige machten die ersten Badeversuche im Lez. Eine optimistische, ausgelassene Stimmung – man hätte den Eindruck haben können, dass alles in bester Ordnung sei!

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Osterspaziergang in Lattes

Nachdem Ralf die vom Präsidenten Macron neu verordnete Zehn-Kilometerzone berechnet hatte, wonach der wir theoretisch nicht einmal bis ans Meer dürften, schlug er mir heute morgen einen Spaziergang im Naturschutzgebiet Lattes vor. Der Spaziergang war ein Volltreffer! Neben einigen Störchen, konnten wir Reiher, Schafstelzen, Brandgänse und noch einige andere lustige Wasservögel bei herrlichstem Sonnenschein beobachten. Eine Bananen-Kekspause auf einer Decke am Rand eines Feuchtgebietes ließ uns Zeit zum Ausruhen, Erinnern und Schwatzen! Ein schöner Osterspaziergang, erholsam, wenn auch unter besonderen Bedingungen 🙂

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Frühling und Baustelle

Ralf begab sich heute nach dem Essen ins Büro. Da kam mir die Idee mitzufahren, um mal wieder durch den Park Bois de Montmaur zu laufen und auch den Fortschritt an den Baustellen der Straßenbahn sowie des Campus zu begutachten. Die Sonne meinte es gut. Ich habe schon einen leichten Sonnenbrand im Gesicht und dies geschah während meines WE-Dienstes! Wir hatten unsere Residenten bei schönstem Wetter auf die Terrasse bugsiert und dabei muss es passiert sein!
Während meines Spaziergangs im Park traf ich auf viele Kinder, die dort Orientierung lernten. Mit Hilfe einer Karte sollten sie die versteckten Stempelstellen suchen und finden. Einige sprachen mich sogar an, ob ich bei der Suche helfen würde. 😉 Der gegenüberliegende Zoo ist noch immer geschlossen, was ich persönlich nicht verstehen kann, denn der Park ist geöffnet, nur dass dort keine Tiere zu sehen sind – außer Eichhörnchen und Eidechsen. 🙂 Wir haben schon oft enttäuschte potentielle Besucher beobachtet, die vor dem verschlossenen Tor standen. Ob die Tiere uns Menschen vermissen?
Überall blühen jetzt leuchtend lila die Judasbäume. Auch den ersten weißen Flieder konnte ich entdecken. Die Natur erwacht und Lebendigkeit kehrt auf die Straßen und Plätze zurück.

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Montpelliers Altstadt am Wochenende

Wenn Birgit früh oder auch mal mittags zur Arbeit muss und es ist Wochenende, zieht es mich meist in Montpelliers Altstadt. So auch Ende März. Als erstes steuerte ich den Botanischen Garten an. Am kleine Teich schien sich einiges getan zu haben, es sah so ausgelichtet aus. Umso auffälliger standen ein Reiher und eine Schildkröte am Ufer herum. In den romantischen Gassen gab es wieder das eine oder andere neue Graffiti zu entdecken. War ich so lange nicht in der Stadt oder haben diesbezügliche Aktivitäten zugenommen? Die Erwähnung eines « concours » neben einigen der Graffitis schien auf letzteres hinzudeuten. Gut durchgelüftet und mit neuen Bildern im Kasten ging es heim. Schaut selbst!

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Auf Expedition in der Camargue

Unser letzter Ausflug führte uns in die Camargue. Als wir nach anderthalb Stunden Fahrt aus dem Auto stiegen, fegte uns ein kalter Nordwind beinahe von den Füßen. 😮 Wir zurrten unsere Kapuzen und Rucksäcke fest, bevor es zunächst mit angenehmen Rückenwind losging. Geplant war, auch ein Stück am Meer entlang zu gehen. Wegen Windstärke 15 war es jedoch nur mit Sand zwischen den Zähnen und in allen Poren möglich, so dass wir darauf verzichteten. Auf einem schmalen Pfad, der auf einem verwilderten Deich entlang führte, liefen wir direkt auf eine größere Flamingokolonie zu. Ob wir oder etwas anderes sie störte, wissen wir nicht. Jedenfalls erhoben sich die Flamingos mit lautem Gekreisch und heftigem Flügelschlag in die Lüfte. Ein eindrucksvolles Erlebnis! Durchgepustet und mit vierzehn Kilometern in den Beinen kamen wir am Parkplatz an und fuhren fröhlich heim.

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