Auf Entdeckung in Montpellier Altstadt

Neugierig geworden durch Birgits Photos und Berichte entschloss ich mich, den Samstagvormittag für meine persönliche « ArchitekTOUR » zu nutzen. Zügigen Schrittes ging’s in die Altstadt. Die engen Gassen spendeten erfrischenden Schatten in diesen warmen Tagen; im Laufe des Tages sollten es wieder 35 Grad im Schatten werden. Dank Birgits Smartphone konnte auch ich diesen Ausflug dokumentieren. Überall liefen Leute mit dem ArchitekTOURplan in der Hand herum. Besonders die Kinder hatten ihren Spaß am Entdecken und Ausprobieren der Installationen, sei es das übergroße Legohäuschen, das Labyrinth aus Holzbrettern oder die Klanginstallation mit Metallscheiben, die an Metallstangen mit Gewinde heruntertaumelten. Nur zwischen den vielen roten Luftballons geriet ein kleines Mädchen in Angst, als es seine Mutti aus den Augen verloren hatte…
Immer wieder regt solch ein Stadtrundgang dazu an, die Welt mit wachen Augen zu betrachten. Mein Dank geht an die Organisatoren und Künstler, die dies ermöglicht haben!

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Birgits Ausflug in die Architektur

Schwül-heiß war es heute morgen und ich wollte an meinem freien Tag nur schnell etwas in der Stadt erledigen. Ich wusste auch, dass wieder die Tage der Architektur stattfanden. Im Touristenbüro fragte ich nach einem Plan, den ich prompt erhielt. Während der länger als geplant dauernden Wartezeit schaute ich mir diesen an. Danach ging alles ganz automatisch: Ich schaltete Komootine ein und erschloss mir Installation für Installation. Meine Favoriten sind die Ballons sowie das Projekt Herzschlag und amour! Eifrige Studenten erklärten gern und klebten Vignetten auf meinen Plan. Daheim spürte ich dann wieder die Wärme, als ich mit dem Fahrrad vor dem Haus hielt. Ich fühlte mich wie nach einem Saunagang! Nun werde ich dem allem nachspüren und lade euch auf eine Stippvisite durch die dekorierten Höfe Montpelliers ein!

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Wochenende ohne Wandern

Am heutigen Abend werden wir ein Konzert in der Kathedrale von Maguelone besuchen und nachmittags leistet Ralf Möbelaufbauhilfe bei Boris. Morgen habe ich mich zum letzten Yogalateskurs vor der Sommerpause angemeldet. So kommt es, dass wir mal kein Wanderwochenende verleben werden. Nach dem Frühstück auf dem Balkon diskutierten wir mehrere Möglichkeiten der Vormittagsgestaltung. Wir entschieden uns für einen Stadtrundgang mit Kultur und Einkauf. Die geliebte Früchtesaison hat begonnen und wir profitieren gern von den Angeboten lokaler Produzenten. In der Galerie La Nef bewunderten wir wieder einmal die Ergebnisse vielseitiger Kreativität. Gut gelaunt und sonnenaufgetankt kamen wir daheim an, wo Ralf nun daran geht, die frischen Lebensmittel in ein leckeres Mittagsmenü zu verwandeln.

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Storch, Storch schniebel-schnabel …

Am Pfingstmontag schien ebenfalls die Sonne und ein Ausflug war unumgänglich. Angesichts meiner bevorstehenden Dienste entschieden wir uns zu einem Spaziergang im Naturreservat in Lattes. Zunächst enttäuscht vom verschlossenen Tor – es war ja Montag, wo einige öffentlichen Einrichtungen nicht geöffnet sind – wurden wir von der alternativen Promenade durch Weideland positiv überrascht. Wir konnten etliche Storchenpaare mit ihren Jungen sowie allerlei andere Vögel beobachten. Entlang eines Kanals suchten wir den richtigen Pfad mangels hilfreicher Wegweiser. Aber die schlichte Schönheit der Natur und die Ähnlichkeiten mit den Elbauen ließen Ärger erst gar nicht aufkommen. Ein kleiner Imbiss auf einem umgestürzten Baum vollendete diesen Vormittagsausflug. Anschließend lud mich Jonathan zum « drawn » – zeichnen ein und das machte richtig viel Spaß. 🙂 Die abendliche Carcassonneschlacht gewann ich zwar nicht, aber die Jungs fürchteten lange, dass ich cleverer gespielt hätte als sie. Beim Auszählen reichte es dann nicht zum Sieg für mich. Kein Problem, Freude hatten wir alle zusammen und das ist ja das wichtigste!

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Wandern am legendären Cirque de Navacelles

Jonathan aus den USA kam zu einer Stippvisite nach Montpellier und nahm einige Tage Quartier bei uns. Ich versuchte, dabei meine englischen Sprachkenntnisse aufzufrischen, lernte Brushmarker und Luna kennen. Gemeinsam mit unserem Gast gingen wir auf Wanderschaft. Rund um den legendären Cirque de Navacelles befinden sich einige Wanderwege und dank Komootine gelang die Planung. Nach 10 Jahren Leben in Frankreich erkundeten wir nun die Gegend im Quellgebiet der Vis und wurden nicht enttäuscht! Der mehr als 400 Höhenmeter zählende Aufstieg bereitete keinerlei Schwierigkeiten. Das Picknick am Rande des verwilderten Flusstales der Vis gab zu vielerlei Spekulationen Anlass. Die sehr gut erhaltene Mühlenruine am Wasserfall der Flussquelle war ebenso eine Überraschung wie ein Smalltalk mit einem kurenden, französischen Rentner. Alles im allen war es ein Highlight, in dieser besonderen Gegend zu wandern. Die alten Anekdoten sorgten noch immer für Lacher und wir waren sicherlich nicht das letzte Mal am wunderschönen, beeindruckenden Cirque de Navacelles. 🙂

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Altersgerechte Wanderung

Sonne war angesagt, anfangs noch mit Hochnebel. In der Tat sah der morgendliche Teil des Wegs aus wie im Altweibersommer. Apropos « alt » – dies sollte meine letzte Wanderung mit 55 werden, denn mein Geburtstag steht vor der Tür [eifrig mit dem Zaunpfahl wink]. Auch Birgit zählt einen Lenz mehr. Also sollte es heute eine altersgerechte Wanderung werden… 😉
Der erste Wegabschnitt lockte mit schönen Orchideen und sanfter Steigung hinauf zum alten Kastell, das sich in Privatbesitz befindet. Was macht man nur mit solch einer Ruine? Haftet man, wenn etwas passiert? Ösen am Rande des Areals ließen erahnen, dass gelegentlich Kletterer ihr Glück versuchen. Der zweite Wegabschnitt führte hinab zum Fluss Crieulon, der sich Dank einer Talsperre zu einem kleinen See angestaut hat. Das Wasser sah allerdings etwas trüb aus, so dass das avisierte Jungbrunnenbad leider ausfallen musste. Also müssen wir es vorerst bei weiteren altersgerechten Wanderungen belassen. 😮

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Sanfte Frühlingswanderung

Für den heutigen Sonntag war endlich sonniges Wetter vorhergesagt! Gestern Abend planten Ralf und ich daher einige Wanderungen, von denen wir heute morgen eine auswählten: die Besteigung des Mont Haut in der Nähe von Montoulieu, einem kleinen Örtchen unweit von Montpellier. Wir erreichten den Ausgangspunkt nach knapp 45′ Autofahrt, parkten auf einer Wiese und liefen einen bequemen Forstweg entlang. Der Aufstieg zum Gipfel war später dann ganz nach meinem Geschmack: kraxeln, kraxeln, kraxeln. 🙂 Herrliche Blicke zu den Cevennen und zum Meer, zu den Serannen und zum Pic Saint-Loup sowie variationsreiche Vogelstimmenkonzerte bestimmten einen großen Teil der Wanderung. Picknick mit Aussicht, teilweise heftige Windböen und tanzende Schmetterlinge sind ebenso bemerkenswert. Nach dem Durchqueren eines Weilers gelangten wir zum Auto zurück. Auf dem Balkon gab’s später Kaffee im Blumengarten. 🙂

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Berliner Frühjahrsbesuch – Teil 2: Paris

Nachdem wir einige Tage im Süden Frankreichs auf Tour waren, fuhren wir mit dem TGV in die französische Hauptstadt Paris. Ralfs Eltern hatten bisher keine Gelegenheit, Eiffelturm & Co. einen Besuch abzustatten. Über AirBnB mieteten wir eine Wohnung im Stadtteil Saint-Denis. Die gleichnamige Metrostation sowie die Bushaltestelle diverser Stadtrundfahrtlinien waren nur wenige Meter entfernt. In der Wohnung konnten wir uns Essen zubereiten, ausruhen, diskutieren, Karten spielen usw. Morgens holte Ralf frisches Baguette und Croissants vom Bäcker zur Stärkung. Abends gab’s Bierchen oder ein Gläschen Rotwein. Wettermäßig hatten wir ebenfalls Glück und die Sonne schien für uns! Am 1. Maifeiertag begleiteten wir die beiden Reiselustigen zum Flughafen Orly; von dort flogen wir jeder in unsere Heimat zurück. Eine harmonische, aufregende, erlebnisreiche Woche war vergangen, an die wir uns gern erinnern werden!

1. Tag – Rundfahrt mit Bus und Boot

2. Tag – Montmartre

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Berliner Frühjahrsbesuch – Teil 1: Montpellier

Ende April begrüßten wir erneut Gäste aus Deutschland: Horst und Margot, Ralfs Eltern, weilten eine Woche bei uns. Sie folgten unserer Einladung anlässlich eines runden Geburtstages sowie ihrer Diamantenen Hochzeit, die sie im Januar diesen Jahres begingen. Ralf holte sein Elternpaar nach dem Direktflug von Berlin nach Marseille mit dem Auto ab. Leider war das kleine Dörfchen Miramas-le-Vieux hoffnungslos überlaufen, so dass Plan B herhalten musste: marktfrische Erdbeeren am Wegesrand.

Das Wetter gestaltete sich während ihres Aufenthaltes wechselhaft, aber immer so, dass wir etwas unternehmen konnten. Da ich am WE ihrer Ankunft Dienst hatte, organisierte Ralf am Sonntag eine Stadtrundfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln quer durch Montpellier und seine Umgebung. Dabei kam es zu interessanten und lustigen Begegnungen, von denen mir am Abend eifrig berichtet wurde.

Den sonnigen Nachmittag am Montag, den 24. April, nutzten wir für einen Spaziergang um den See im Vorort Le Crès. Nach einem üppigen Spargelessen zu Mittag kam die Bewegung an der frischen Luft gerade recht! Der See war gut gefüllt, so dass die Insel wieder inselgemäß von Wasser umspült war. Die schwimmenden Federbällchen entpuppten sich als winzige, wohl gerade erst geschlüpfte Entenküken. 🙂 Lange saßen wir auf einer Bank und beobachteten das Treiben auf dem See sowie auf den Spazierwegen.

Am Dienstag, den 25. April, fuhren wir ins Tal der Ardeche und besichtigten den Ort Aiguèze. Er gehört zu den sog. schönsten Dörfern Frankreichs. Von dem Pfad hinter der Stadtmauer hatten wir bereits einen schönen Blick über das Flusstal. Nach einem schmackhaften Mittagsmahl – Kalbsschnitzel sowie Steak haché – ging es auf Fahrt zum Felsenbogen, der stets viele Besucher anlockt. Noch war Vorsaison und wir fanden bequem Parkplätze sowie Möglichkeiten zum Spazieren gehen.

Am Mittwoch, den 26. April, stürmte und regnete es zeitweise. Wir machten uns dennoch auf den Weg nach Sète, denn dies war ein langgehegter Wunschort von Horst. Von der Bergkuppe aus bestaunten wir das Umland, besuchten die Kapelle und fanden abseits des einsetzenden Touristentrubels ein nettes Plätzchen im Restaurant am Museum der Künste zum Essen. Anschließend erlaubten sonnige Abschnitte einen kurzen Strandbesuch, bevor wir über Beziers heimfuhren. Der anvisierte Besuch der Schleusentreppe musste ausfallen, da das Areal völlig umgebaut wird. Wegen der Bauarbeiten ist der Zugang noch bis Juli 2017 geschlossen. Ralf zeigte seine Fahrkünste und beförderte uns über einen Geheimweg zum Infoplatz. 🙂 Da wir die Tour nicht aufgezeichnet haben, gibt es vorerst keine Fotos davon. Wir arbeiten daran und hoffen, demnächst wieder Galerien erstellen zu können!

Donnerstag, den 27. April, gratulierten wir Margot zunächst zu ihrem Geburtstag und Ralf kochte das Geburtstagsessen – Lachs mit Fenchelgemüse – in der heimischen Küche. Pünktlich zur Spaziergangszeit kam die Sonne und erlaubte das Flanieren auf der Promenade des Küstenortes Le Grau-du-Roi. Schiffe anschauen, Kinder beobachten und den Wind im Haar – ein schöner Nachmittag am Mittelmeer wurde dies. Zuletzt kaufte Margot kleine Mitbringsel und wir schlenderten durch die alten Gassen. Am Abend führten wir das am Vorabend begonnene Kartenturnier weiter, aus dem Horst als Sieger hervorging!

Das darauf folgenden Wochenende verlebten wir in Paris, von wo aus jeder wieder in sein Heim flog. Wir haben viel gelacht, Karten gespielt, Geschichten aus der Vergangenheit zum besten gegeben und einfach eine gute Zeit zusammen gehabt.

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Osterwochenende am Flüsschen Orb – Tag 3 / Montag

Gut ausgeschlafen packten wir unsere Sachen, frühstückten, plauschten noch etwas mit unserer Gastgeberin und fuhren dann durch bergiges Land nach Roquebrun. Dieser Ort ist bekannt für la fête du mimosa – das Mimosenfest im zeitigen Frühjahr. Schnell fanden wir einen Parkplatz und wechselten auf einer Bank mit Flussblick und Blauregenüberdachung das Schuhwerk. Der Wind hatte sich komplett gelegt; es wurde ein heißer Tag mit Sonnenbrandgefahr. Unser Tagesziel war die Kapelle Saint-Etienne, von wo aus man einen 360° Rundumblick bis zum Meer hat. Schwierig erwies sich wieder einmal, den korrekten Einstieg zur Wanderung zu finden. Mehrmals verglichen wir Karte, Komootine und die Örtlichkeiten, bis wir auf dem richtigen Wanderstieg waren. Froh entdeckten wir die blauen Striche und schwitzten dann auch beträchtlich. Mehrere Trinkpausen waren nötig, bis wir an der Kapelle ankamen. Hier wurden wir mit einem perfekten Platz auf Felsen belont und machten eine längere Pause. Der Abstieg zog sich hin, war oft steinig und lag unter der sengenden Sonne. Die Ralf-Buvette am alten Steinbruch kam da gerade recht. Ebenso der Sitz im Olivenbaum. Nach einer weiteren Stunde kam Roquebrun in Sicht und gegen 15 Uhr waren wir am Auto. Beide verspürten wir keine große Lust auf Ortsbesichtigung und verschoben dies auf einen späteren Zeitpunkt. Da Montpellier nur anderthalb Autostunden entfernt ist, liegt ein erneuter Besuch durchaus im Bereich des Möglichen.

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