Weihnachtsvorfreude auf Mallorca

Da Birgit Weihnachten arbeiten wird, haben wir uns entschieden, ein paar Tage der Vorweihnachtszeit gemeinsam auf Mallorca zu verleben. Wir haben eine schöne und zentral gelegene AirBnB-Wohnung gemietet und erkunden Palma und die Umgebung per pedes und per Mietauto. Einen ausführlichen Bericht wird es wohl erst nach unserer Rückkehr geben, aber hier wollen wir schon mal ein paar erste Eindrücke mit euch teilen. Viel Spaß!

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Adventsgruß

Es ist erster Advent. Birgit hat die Wohnung schön weihnachtlich geschmückt. Nur der Weihnachtsbaum fehlt noch auf dem Balkon. Als wir ihn am Freitag kaufen wollten, regnete es in Strippen…
Es ist nicht nur erster Advent – es ist auch Birgits Arbeitswochenende. So nutzte ich den Samstag für einen ausgiebigen Stadtspaziergang. Ich war neugierig auf die neue Markthalle im Stadtzentrum, die am ersten 1. Dezember eröffnet wurde. Auch wollte ich leckeren Käse in einer nahegelegenen Fromagerie kaufen: Boulette d’Avesnes von der Kuh, Picodon von der Ziege und Fleur du Maquis vom Schaf. Ein Genuss! 🙂
Unterwegs hielt ich Ausschau nach den Gelbwesten, die derzeit das Land in Unruhe versetzen. Ein kleines Grüppchen von ca. 25 Teilnehmern stand etwas verloren friedlich auf dem Place de la Comédie, ansonsten war nichts zu bemerken. Inzwischen hat das Weihnachtsshopping begonnen – und die neu eröffnete Markthalle mit ihren Leckereien fand deutlich mehr Zuspruch.

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LichtInstallationen in MPL – Coeur de ville en lumière

Winterzeit. Weihnachtszeit – und Zeit für Lichter. Wie schon in den vergangenen Jahren fand auch in diesem Jahr eine Nacht der Lichter im Stadtzentrum statt. Spontan entschlossen wir uns zu einem Abendspaziergang und wir genossen dabei die herrlichen, farbenfrohen Installationen mit Musik. Ein Gläschen Glühwein rundete das Vorweihnachtsevent ab.
Euch allen eine besinnliche Vorweihnachtsfest – eure Birgit und euer Ralf

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Herzwanderung

Nach dem regenreichen Freitag schien heute wie vorhergesagt die Sonne. Wir frühstückten ausgiebig, packten unsere kleinen Überraschungen zum 17. Jahrestag unseres ersten Emailaustausches aus und schnürten dann die Rucksäcke sowie unsere Wanderschuhe. Die Fahrt ging Richtung Lac du Salagou nach Le Puech – dem Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung, die wie zufällig in Herzform vor uns lag. Zunächst beobachteten wir einen Polizeihubschrauber und weitere Gendarmeriefahrzeuge bei einer offensichtlichen Suchaktion nach ? – wir vermuteten später, dass es sich um den Fahrer des blauen Autos handelte. Was war wohl geschehen?
Unser Weg führte uns weiter an heftigen Wasserfällen und üppig blühenden Gänseblümchenwiesen vorbei bis zum kurzen Aufstieg nach Olmet, einem Runddorf auf einem Bergsporn. Hier machten wir kurz Pause, stärkten uns und besichtigten das kleine Village. Eine steile Straße führte wieder hinab und dann hing ein Warnschild an einem Baum: Attention! Chasse en cours! Soyons ensemble vigilant! – Achtung! Jagd! Seien wir gemeinsam vorsichtig! Ich bockte kurz und wollte nicht weiter gehen. Aber umdrehen und zurück? Das war auch zu blöd! Also nahm ich meinen Mut und die Argumente von Ralf (« wir haben ja noch keinen Schuss gehört, noch keine orangefarbene Weste gesehen! ») zusammen. Hand in Hand lief es sich gut, bis wir zu einer Brücke kamen. Diese war überschwemmt! Eine Ausweichmöglichkeit gab es nicht. Das Ziel war ebenfalls unweit vor uns! Wir beschlossen, die Schuhe auszuziehen und hinüber zu waten – gesagt, getan! Nach dem erfrischenden KneippFußBad war es nur noch ein Katzensprung bis zum Auto. Eine schwarze Katze erwartete uns tatsächlich dann am Parkplatz! Diese wunderschöne Herbstwanderung krönten wir mit einem Törtchen und Käffchen in unserem gemütlichen Heim. 🙂

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Vor den Unwettern

Da für Freitag einige Unwetter mit viel Regen angesagt waren, machte ich mich am Donnerstagnachmittag zu Fuß auf den Weg in die Innenstadt. Ich hatte kleinere Besorgungen zu erledigen und beobachtete ein wenig meine Mitmenschen, die langsam in den Weihnachtsstressmodus gelangten. Viele hatten kleine Päckchen oder bedruckte Einkaufstüten im Arm; in den Geschäften vernahm ich Diskussionen über den sog. Black Friday. Ich arbeitete zügig und erfolgreich meinen Merkzettel ab und ging zufrieden nach Hause. Lustig anzusehen war das Aufbauen des Weihnachtsmarktes auf der Esplanade: Hinten war es Weihnachtsmarkt und von vorn die bevorstehende Weinmesse. 🙂

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Novembersonntag

Nachdem der Samstag mit grauen Wolkenreliefs und Dauerregen von uns zum Kuschelalarmtag deklariert wurde und wir uns vorwiegend im Kokon aufhielten, weckte uns am Sonntag, wie vom Wetterbericht vorher gesagt, brillant die Sonne! Wir hatten eine Wanderung vage ins Auge gefasst und starteten froh gelaunt in den goldenen Herbstmorgen. Die Fahrt ging durch das herrlich gefärbte Umland ins Departement Le Gard. Zu unserer Überraschung sahen wir in der Ferne auf den Höhenlagen der Cévennen ersten Schnee! 😮
Am Ziel angekommen, zeugten Schüsse in der Ferne von der Anwesenheit der chasseure – Jäger und wir hofften einfach, dass sie uns nicht in persona begegnen würde. Im Herbst trübt diese Jagdgier oftmals das Wandervergnügen. Wir hatten Glück und genossen ohne Störungen den würzigen Duft des Waldes, das Rascheln der Buchen-, Eichen- und Kastanienblätter sowie die weiten Blicke über die Cévennen.
Zum Abschluss des Wochenendes hörten wir in der Kirche Saint Francois Werke für eine spanische Orgel und zwei Oboen. Dabei gab es einen Aha-Effekt für uns beim Lesen und Aussprechen der französischen Vokabel für Oboe – Hautbois. 😉

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Krea[k]tivwochenende

Dicke Regenwolken hatten sich fürs Wochenende angekündigt. Schön, dass Birgit von ihrem Kursleiter erfahren hatte, dass am Wochenende Tage des PAAM sind: Parcours d’Ateliers d’Artistes de Montpellier. So nutzten wir den Samstag zu zwei Atelierrundgängen. Am Vormittag blieben wir in der Nähe unseres Quartiers und besuchten vier Ateliers im Stadtteil Les Beaux Arts (Schöne Künste – nomen est omen). Zuerst lernten wir den Metallkünstler Arnaud Labarge kennen, der aus alten Gasflaschen und ähnlichem Schrott phantasievolle Gebilde zusammenschweißt. Im selben Atelier sahen wir Zeichnungen und Tuscharbeiten von Corinne Bandeira de Mello. Im nächsten Atelier erwarteten uns Fotoarbeiten von MIMA, die sie zum Teil digital nachbearbeitet hatte. Anschließend ging es zu Francine Bassède, deren kleine und größere Tuscharbeiten und Aquarelle, Leporellos und Erinnerungsbüchlein uns sehr gefielen. Die letzte Station führte uns ins Atelier von Corinne Galy und Taos Talata mit ihren figurativen Grafiken und zeichenbesetzten Malereien.

Am Nachmittag machten wir uns ein weiteres Mal auf den Weg in die Stadt. Per Bus und Bahn ging es zum Boulevard du Jeu de Paume, wo wir ins Dachgeschoss des Künstlers MAHI stiegen. Dort erwartete uns ein bezauberndes Reich aus Assemblagen, Collagen und Gemälden. Danach ging es in ein kleines Straßenatelier, dessen Betreiber Raphaël Segura uns mit dem Rezitieren von Preisen auf den Wecker fiel. Die nächste Station bescherte uns großformatige geometrische Farbkompositionen von Les Adobes and das kleine Hofatelier von Bojidarka mit unzähligen Porträt- und Aktzeichnungen. Anschließend besuchten wir den Urenkel eines offiziellen Kalligrafen des chinesischen Kaisers Guang Xu, den taoistischen Poeten, Schriftsteller und Kalligrafen Shanshan Sun. Sein Vorgehen kann man auch auf verschiedenen Videos verfolgen (Video 1, Video 2, Video 3). Das letzte Atelier wurde uns von den beiden Grafikern François Bouët und PATÜK vorgestellt, die uns eine umfangreiche Sammlung von phantastischen Wesen sowie Porträts von Zweigen und Hydranten präsentierten. Nach all dem Kunstgenuss machten wir noch einen Abstecher ins Nef, eine Boutique für Gegenwartskunst in einer alten Kirche, bevor wir wieder nach Hause stiefelten.


Auch für Sonntag war wieder Regen vorhergesagt, insbesondere in Richtung des bergigen Hinterlands von Montpellier. Andererseits juckten unsere Wanderwaden. So entschlossen wir uns zu einer kürzeren Tour in der Nähe des Lac du Salagou. Von Octon ausgehend zog sich der Weg geruhsam bergauf, vorbei an den Ruinen des Schlosses von Lauzières, die wir schon einmal vor ein paar Jahren im Rahmen des Tages des Kulturerbes besichtigt hatten. Höhe- und Wendepunkt der Tour war die Chapelle Notre-Dame de Roubignac. Der Rückweg bot eine unerwartete Überraschung, als der Weg plötzlich von einem Seil gesäumt wurde und über einen gutgefüllten Bach führte. Dank Seil und Könnerschaft blieb uns ein Fuß- oder Ganzkörperbad erspart. 🙂 Gut durchgelüftet und voller Herbstimpressionen kehrten wir zurück zum Auto, das uns bequem nach Hause brachte.

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Graffiti an Allerheiligen

Nachdem der gestrige Tag ganz im Zeichen von alerte orange mit Gewitter, Sturm und Starkregen geprägt war, kam heute nach kurzer Anlaufschwierigkeit die Sonne heraus. Reingewaschen waren Natur und Stadt. Am Nachmittag brachen wir zum Kunstrundgang in die Innenstadt auf. Erstmals besuchten wir die Galerie Saint-Ravy und trafen dort eine echte Künstlerin, die Dienst tat und ihre Werke erklärte. Danach fragten wir uns: Wann gestalten wir eigentlich unsere erste Exposition? Weiter ging’s zum Espace Dominique Bagouet, wo ein einheimischer Künstler Graffitiwerke ausstellte. Das Besondere daran: Einwohner der Stadt waren aufgerufen worden, seine Basisbilder mit Filzstift und Kreativität zu vervollständigen. Angesteckt davon beteiligte sich Ralf später im Internet an der Graffitiaktion im Netz. 😉

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Solopromenade im Park Méric

Noch war es trocken an diesem Zeitumstellungssonntag (hoffentlich der letzte!) und ich hatte die Idee, in einem Park herbstliche Zweige zu schneiden, um die Wohnung etwas herbstlich zu dekorieren. Gern gehe ich am Lez entlang und so entschied ich mich für den Park Méric. Eigentlich wollte ich keine Fotos machen, aber dann waren da doch wieder so einige Motive. 🙂 Herbstdeko habe ich nicht gefunden – alles war noch grün und die einzigen Beerenzweige wuchsen so hoch, dass ich nicht heran kam. So kehrte ich zwar ohne Herbststrauß, aber froh gelaunt und gut durchgelüftet heimkam. Jetzt gibt’s Kürbissuppe und heute Abend werden wir wieder zu zweit sein. 🙂

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Gestrandet

Meteo France warnte heute Morgen vor einem bevorstehenden Wetterumschwung mit Temperatursturz um mindestens 10 °C, ergiebigen Regenfällen sowie Schneefall ab 1000 m Höhe! Dies nahm ich zum Anlass, noch einmal ausgiebig am Meer entlang zu spazieren; mit den Füßen im Wasser! Baden getraute ich mich nicht, denn mein Hals kratzt. 🙁 Aber die Ferienkinder planschten mutig im wohl 20 °C warmen Mittelmeer!
Über Montpellier strahlt noch immer die Sonne und ich genieße jede Minute auf dem Balkon. Vorsichtshalber habe ich mal die Heizung getestet! Alles OK! Der Winter kann kommen! Und ihr? Habt ihr schon die Reifen gewechselt?

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