Ein Wochenende im Januar

Am Samstag hatten wir wieder mal Lust auf frischen Fisch und Käse. Mit der Straßenbahn fuhren wir bis zur neuen Markthalle. Den Käse kauften wir in einem Spezialitätengeschäft in der Nachbarschaft des Marktes. Von dort schlenderten wir durch die Gassen der Innenstadt bis zur Markthalle Castellane, wo wir zwei schöne Fischfilets erstanden. Weiter ging es kreuz und quer bis nach Hause, wo ich den Fisch mit Roquefort, Fenchel und getrockneten Aprikosen im Ofen garte.

Da ich am Sonntagnachmittag einen Impftermin hatte, war an einen größeren Ausflug nicht zu denken. Wir fuhren zum Strand bei Grande Motte und waren wieder einmal dankbar, in so einer schönen Region leben zu dürfen. Auf dem Meer tummelten sich viele Segler und im Wasser waren einige Sportgruppen zugange, auch wenn es auf den Fotos anders aussieht. 😉 Nach dem herrlichen Spaziergang zauberte Ralf eine leckere Hühnchenpfanne und ich steuerte geschnittene Ananas dazu bei.

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Hurra, wir waren im Schnee!

Schon länger sahen wir weiße Schneemützen auf den entfernten Berggipfeln und am letzten Sonntag war es dann soweit. Wir stellten den Wecker für eine frühzeitige Abfahrt, frühstückten kräftig mit Rührei und Müsli, packten Tee, Bananen, Kekse sowie eine « Notreserve » bestehend aus Wasser, Apfel und nochmal Gebäck ein. Die Schneeschuhe und Skistöcke vervollständigten das Gepäck. Erwartungsgemäß waren wir nicht die Einzigen, die die Idee vom Wintersport hatten. Aber die meisten bogen in Le Vigan zum Mont Aiguoal ab. Unser Ziel war der Pass / Col du Minier, wo wir schon desöfteren gewandert waren. Obwohl der Parkplatz bereits gut gefüllt war, begegneten wir später im Wald keinem Menschen. Die Landschaft war an vielen Stellen noch völlig unberührt und tief verschneit. Die Sonne ließ sich ebenfalls blicken. Für Herzklopfen sorgten zwei Bachüberquerungen über Steine und Eisbrocken. Wie froh war ich, nicht ins Wasser gefallen zu sein! Gegenüber einer Ruine machten wir eine Pause auf einem umgekippten Baum sitzend. Nach ungefähr vier Stunden erreichten wir wieder unseren Ausgangspunkt – glücklich und zufrieden!

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Koebniks müssen raus an die Luft …

Am Samstag hatten wir den Weihnachtsbaum abgeschmückt und er sollte gleich noch ordnungsgmäß entsorgt werden. In Montpellier wurden dafür extra Sammelstellen eingerichtet, wohin wir mit dem Baum im Gepäck am Nachmittag aufbrachen. Anschließend fuhren wir weiter zur Domaine Grammont am Rande von Montpellier. Im für uns eisigen Winterwind warteten zwei Hochzeitsgesellschaften inklusive dünn bekleideten Bräuten auf die Zeremonien. Wir spazierten über die in Schlangenlinien angelegten Wege, trafen auf eine Skulptur und ein Gestüt. Da es doch recht ungemütlich war, fuhren wir bald nach Hause zurück.

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Ein bisschen Wintergefühl um die Nase

Seit ein paar Tagen ist es winterlich im Süden. Auf den Bergen, die man auf der Fahrt zum Strand sehen kann, leuchtet es schneeweiß. Gestern las ich auch einen Artikel über Schneeschuhwanderungen am Mont Aiguoal. Das wäre schön, aber leider sind ja die Winterbereifungen hier nicht üblich. Wie sollen wir also hinkommen…

Am Morgen hatte ich seit langem mal wieder einen Frisörtermin und auf dem Weg dorthin machte ich einige Schnappschüsse. Da die frostige Luft so schön klar war und die Sonne schien, fuhr ich nach dem Essen zum Strand. Mal wieder auslüften und ein bisschen durchfrieren. Lautes Brummen über dem Meer ließen meine Augen suchend schweifen: Schließlich entdeckte ich mehrere Löschflugzeuge, die im Kreis aufs Wasser und dann wieder hinauf gelenkt wurden. Da sich der Ablauf ständig wiederholte, nahm ich an, dass es sich um Flugschüler handelte. Es war allerhand los auf dem Wasser und in der Luft. Nach einer guten Stunde kehrte ich zurück und werde nun mit Ralf eine Teestunde zelebrieren. 🙂

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Neujahrsritt am Strand von Espiguette

Der Strand von Espiguette gehört eigentlich auch zu unseren Lieblingsorten, dennoch waren wir schon länger nicht dort. Somit fiel die Wahl auf ihn für den ersten Spazierausflug im neuen Jahr. Wir hatten allerdings nicht mit solcher Beliebtheit gerechnet, die sich bei der Ankunft auf dem Parkplatz offenbarte: jede Menge Autos und ein Ende war nicht abzusehen! Zum Glück ist der Strand sehr, sehr breit, so dass sich die Menschenmenge recht schnell verlief. Die meisten der zahlreichen Hunde waren ebenfalls angeleint, was nicht immer der Fall im Winter ist. Zwei ReiterInnen waren zweifellos die Attraktion. Als sie mit den Pferden dann noch mitten ins Wasser ritten, waren die Fotomotive nicht mehr zu überbieten!
Wir tranken derweil gemütlich unser Käffchen auf einem Baumstamm sitzend und genossen die schon wärmende Neujahrssonne.

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Zwischen den Feiertagen

Am letzten Sonntag im Dezember zog es uns wieder einmal zum Lac du Salagou mit seiner wunderbaren Mondlandschaft. Hier zu wandern ist immer wieder schön. Zunächst fuhren wir über Octon an Celles vorbei nach Salasc, wo wir nicht weit entfernt parkten. Aufmerksam hatten wir die Umgebung nach orangefarbenen Westen oder Kappen abgesucht, denn die chasseure = Jäger sind momentan sehr aktiv. Es wäre nicht das erste Mal gewesen, dass ihre Anwesenheit unsere Pläne vernichtet hätten! Aber weit und breit kein Hasenschreck zu sehen, so dass wir entspannt unsere kleine Balade genießen konnten. Auf dem Wasser war allerhand los – was fischen die Leute nur im Dezember?
Ein kleiner Imbiß und Emotionen in Gegenwart der Ursprünglichkeit am See vollendeten den Ausflug, bei dem wir auch künstlerisch tätig geworden waren. 🙂

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Weihnachten 2020

Für viele war dieses Weihnachten ein außergewöhnliches Weihnachten. Außer für uns. Alles war so wie jedes Jahr. Fast alles. Denn der alljährliche Geflügelbraten wurde dieses Mal gegen einen gefüllten Lammbraten vom Traiteur (kann man irgendwie nicht ins Deutsche übersetzen) getauscht. Sehr lecker!
Heiligabend musste Birgit bis Nachmittag arbeiten. Nach dem Feiertagskäffchen mit « Bûche » (französisches Weihnachtstörtchen) vom Lieblingsbäcker wurde gebrutzelt und dann war Bescherung. Wir wurden reichlich beschenkt – vielen Dank für all die Gaben!
Nach ersten Telefonaten am Vormittag des ersten Feiertags fuhren wir nach Palavas-les-Flots und ließen uns am Strand nach Maguelone den Wind um die Nase wehen. Gut durchgelüftet hatten wir den rechten Appetit für unser Festtagsmahl. Wie gesagt: Lecker! 🙂
Tags darauf fuhren wir ein kleines Stückchen weiter zum Massif de la Gardiole. Das ist der Bergzug oberhalb des Meeres zwischen Montpellier und Sète. Schon auf der Anfahrt konnten wir die berühmt-berüchtigten Hobbyjäger ausmachen. Da wir nicht als Freiwild herhalten wollten, schlugen wir einen Weg auf der gegenüber liegenden Seite ein. Wir wurden mit einer schönen Tour und herrlicher Aussicht belohnt. Daheim warteten auf uns Endiven im Schlafrock. Auch sehr lecker! 🙂

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Viertes Wochenende im Advent

Das letzte Adventswochenende hatte sich regnerisch angekündigt. So entschlossen wir uns für einen Stadtspaziergang am Samstagabend, bei dem wir uns den « Zauber von Peyrou mit seinen zehn magischen Chalets » anschauen wollten. Birgit hatte davon gelesen, aber so genau wussten wir nicht, was uns erwarten würde. Gemütlich ging es bei milden 12 Grad zum Parc Peyrou am Triumphbogen. Tatsächlich waren dort zehn Buden aufgebaut worden, aber nur zum Anschauen. Jede stand unter einem Motto, sei es die provenzalische Weihnacht mit ihren typischen Krippen, sei es die Welt der Teddybären oder der Eisprinzessin. Die Hütten standen in angemessenem Abstand zueinander. Und da es nichts zu kaufen gab, herrschte auch kein Gedränge. Für die Kinder war es allemal spannender als der sonstige Weihnachtsmarkt! Und auch wir hatten unseren Spaß.
Der Sonntag kündigte sich sehr trübe an. Aber Birgit brauchte noch Thymian für den weihnachtlichen Lammbraten. Ich schlug vor, zum Hortus zu fahren, wo wir vor anderthalb Jahren so schön mit Fritz gewandert waren. Die Fahrt wurde von zunehmenden Regenschauern begleitet und als wir schließlich ankamen, goss es in Strömen. « No way! – Unmöglich! Das tun wir uns nicht an! » Doch was tun? Birgit schlug einen Abstecher Richtung Osten vor, ich wollte eher Richtung Meer. Letztlich beschlossen wir, erstmal Richtung Aniane zu fahren. Unterwegs konnten wir beobachten, wie die Wiesen absoffen und kleine Bäche anschwollen. Ach ja, es gab ja eine Hochwasserwarnung! Kaum zu glauben, wie schnell das geht. Auf gerader Strecke sah es aus, als würde unweit der Straße Thymian wachsen. Also angehalten, Warnblinkanlage an und los. Tatsächlich wurden wir fündig. 🙂 Wie freundlich, dass eine entgegenkommende Fahrerin anhielt und fragte, ob sie uns helfen könne. Das tat sehr gut, aber uns war nicht zu helfen. 😮 Mit frischen Kräutern versorgt traten wir die Heimreise an.

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Drittes Wochenende im Advent

Weihnachtsmärkte gibt’s ja dieses Jahr nicht, aber wir wollten trotzdem mal durch die abendliche Altstadt flanieren. Gesagt getan. Mit der Straßenbahn ging’s zum Place de la Comédie, der von einem acht Meter hohen, illuminierten Herz verziert wird. Kreuz und quer ließen wir uns durch die Gassen treiben. Bis 19 Uhr waren die meisten Läden geöffnet und es herrschte noch geschäftiges Treiben. Auch wir waren erfolgreich und erstanden ein paar hübsche Weihnachtskarten, so dass nun unsere Grüße zum Feste geschrieben und in die Welt hinausflattern können.
Für dieses Wochenende war eigentlich auch der Keramikmarkt in Les Matelles geplant. Der Internetauftritt besagter Gemeinde ließ Fragen offen und so fuhren wir einfach hin und überzeugten uns selbst: Nein, es gab nur einen kleinen Gemüsestand, aber nichts getöpfertes. Da wir den Ort schon kannten, fuhren wir kurzerhand noch ein Stückchen – aber immer noch innerhalb des erlaubten 20-km-Radius – und entdeckten den Ort Saint-Mathieu-de-Tréviers, den wir schon unzählige Male auf unseren Wanderausflügen passiert hatten. Nicht spektakulär, aber wie stets mit vielen kleinen Details, an denen wir uns erfreuen konnten…

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Zweites Wochenende im Advent

Da COVID-19 mittlerweile leider den Weg ins Altersheim gefunden hat, muss Birgit Extraschichten schieben. Daher war ich am Samstag allein zu Haus und nutzte den Tag, um aus meinem Institut das neue 2-Terabyte-Flashdrive für meinen Computer zu holen. Von dort bot sich ein Bogen zurück zum Bus durchs Naturreservat entlang des Lez an. Immer wieder und zu jeder Jahreszeit ist es schön, diese kleine Oase in Montpelliers Stadtgebiet zu durchwandern. Sogar die Kanuten waren wieder aktiv, trotz frostverdächtiger 2 Grad am Morgen. 😮
Am Sonntag waren wir wieder vereint und konnten gemeinsam durchs Naturreservat von Méjean spazieren. Auch dieses Gebiet beim Vorort Lattes gehört seit langem zu unseren Favoriten in Montpellier. Man hat die Wahl: entweder vor zum Étang mit Seefeeling oder weiter hinten entlang der kleinen Kanäle mit Spreewaldfeeling. Heut war uns nach Spreewaldfeeling… 🙂

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