Auf der Suche nach neuen Spazierwegen

Wir schafften es tatsächlich, unser Frühstück trotz Zeitumstellung beinahe pünktlich wie immer einzunehmen und freuten uns über den sonnigen Morgen. Beschwingt fragte ich meinen Liebsten, ob er bereits eine Wanderung für uns geplant hätte. 😉 Aber natürlich war das ein Scherz, denn… Dennoch wollte ich mal wieder raus und nicht nur auf dem Balkon herumtigern. Wir machten uns auf den Weg in Richtung Saint-Lazare – dem Städtischen Friedhof. Klar, klingt nicht sehr erbaulich, aber dort kann man gut spazieren gehen. Allerdings hatten wir nicht damit gerechnet, dass sogar die Friedhöfe ebenso wie alle Parks geschlossen sind zur Zeit. So marschierten wir weiter und standen plötzlich einer imposanten Kirche gegenüber, die wir so noch nicht gesehen hatten. Schnell realisierten wir, dass eine neue Baustelle eingerichtet war und damit wahrscheinlich der Blick auf das Gotteshaus frei wurde. In dieser erlaubten Stunde Spaziergang hatten wir erneut Fotomotive entdeckt und festgehalten. Zu Hause erwartete uns die wieder in Gang gekommene Heizung sowie warmes Wasser (es gab augenscheinlich eine Panne heute Vormittag, die mit Strom zu tun hatte). Schön, dass es Mitbewohner gab, die sich darum gekümmert haben!

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Kreuz und quer durchs Wohngebiet

Seit fast zwei Wochen leben wir nun mit einer weitreichenden Ausgangsbeschränkung. Ich bin in Heimarbeit und sitze viel vor dem Computer. Es gibt vieles zu organisieren, auszuwerten, zu lesen und zu schreiben. Einmal am Tag gehe ich raus, um nicht ganz einzurosten. Allerdings kenne ich nun fast jeden Weg und habe die meisten Blumen schon fotografiert. 😮 So freue ich mich, wenn ich doch noch ab und an ein neues Fotomotiv entdecke. Schön, dass das Wetter es gut mit uns meint. So seid lieb gegrüßt aus der Ferne und passt gut auf euch auf!




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Sonntagsstimmung

Nachdem ich gefühlt 2 Wochen nur zum Arbeiten das Haus verlassen hatte, spürte ich heute große Lust, mir mal wieder die Beine an frischer Luft zu vertreten. Zwar mache ich regelmäßig sportliche Übungen auf dem Balkon, aber Bewegung wie Radfahren, Wandern und Laufen fehlen mir sehr.
Ralf eruierte den vorgeschriebenen 1-km Radius zuvor mittels Google und nach dem gemeinsamen Mittagessen gingen wir hinaus. Unterwegs wollte ich mir eine Zeitschrift zur Zerstreuung kaufen, was mir auch gelang. Hätte ich geahnt, dass das neue MAGAZIN im Briefkasten schon auf mich wartet, hätte ich… Na ja, hätte, hätte Fahrradkette – nun habe ich eben ein deutsches und ein französisches Magazin zum Schmökern. 🙂
Viele virusfreie Grüße aus dem sonnigen Süden, wo am WE ein oder DER Höhepunkt der Infektionswelle erwartet wird!

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Leben in Zeiten von Corona

Leider ist unser Blog nun etwas verwaist und das wird wohl auch noch ein Weilchen so bleiben. Seit Dienstag, dem 17. März, haben wir Ausgangssperre. Nun, wir dürfen das Haus noch verlassen, aber dafür muss man ein Formular ausfüllen und einen entsprechenden Grund angeben, als da wären:

  • Weg zur Arbeitsstätte, falls die Arbeit nicht per Home Office erledigt werden kann und es aus beruflichen Gründen unbedingt erforderlich ist;
  • Einkauf von Waren des täglichen Bedarfs in dafür vom Staat autorisierten Geschäften;
  • Aus gesundheitliche Gründen;
  • Aus triftigen familiären Gründen, um Hilfsbedürfige zu unterstützen oder Kinder zu betreuen;
  • Kurze Aufenthalte außerhalb der Wohnung, um allein sportlichen Aktivitäten nachzugehen oder Hunde auszuführen.

Am Sonntag wurde zu den Wahlurnen gerufen. Im ersten Wahlgang zum Bürgermeisteramt setzte sich der derzeitige Bürgermeister Philippe Saurel an die Spitze mit 19,1% der Stimmen, gefolgt vom Kandidaten eines Mitte-Links-Bündnisses (16,7%). Die Grünen (das Original, es gibt insgesamt drei grüne Parteien) kamen entgegen der vielverspechenden Prognose nur auf 7,4%, der Kandidat der regierenden Macron-Partei nur auf 6,1%, und die rechte ex-Front National kam gerade mal auf 4,8%. Nur Kandidaten mit mehr als 10% der Stimmen kommen in die Stichwahl, die also zwischen drei Wählervereinigungen ausgetragen werden wird. Wann, ist fraglich, da der zweite Wahlgang, der für den 22. März vorgesehen war, aufgrund der Coronavirus-Epidemie auf unbestimmte Zeit verschoben wurde.

Mein erster Spaziergang in Zeiten der Ausgangssperre führte mich einmal weit um den Block, um zu schauen, ob die Post noch bzw. wieder geöffnet ist. Birgit hatte bereits am Montag festgestellt, dass sie geschlossen war. Und in der Tat, sie ist noch immer und bis auf weiteres geschlossen. Drinnen wartet ein Einschreibbrief darauf, von uns abgeholt zu werden – vermutlich die Zulassung für unser neues Auto. Wir haben zwar eine provisorische Zulassung, die ist aber nur für einen Monat gültig, also bis zum 8. April. Danach werden wir wohl ohne gültige Papiere fahren müssen. Höhere Gewalt!

Nicht nur die Post war geschlossen, auch Birgits Friseur (wie werden wir wohl bald aussehen, etwa wie die nichtrömischen Mitwirkenden der Oberammergauer Passionsspiele, die sich ein Jahr lang nicht die Haare schneiden lassen dürfen?) war geschlossen, die Apotheke hatte einen Sonderschalter für Personen mit Verdacht auf COVID-19 eingerichtet und auch der Kinderspielplatz in unserem Park lag verwaist da. Traurig traurig – da hilft nur Zusammenhalten und etwas Sonnenschein. In diesen Sinne: Passt auf euch auf und bleibt gesund!


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Ein Wochenendausflug – leider ohne Freundin (Teil 2)

Unser Hauptziel, den Küstenort Collioure, erreichten wir gegen 15h00. Das Quartier war rasch gefunden und wir nutzten die Terrasse für eine kleine Kaffeepause. Anschließend machten wir uns auf den Weg, um die Stadt neu zu entdecken. Neu deshalb, weil wir bereits vor etlichen Jahren einmal hier waren. Einige Ecken erkannten wir wieder, anderes war neu. Auch hier war der Wind sehr heftig und ließ das Mittelmeer wütend auf Uferwege und gegen die Hafenmauern spritzen. Wir genossen letzte Sonnenstrahlen, die schönen Blicke, die Farbigkeiten in den Straßen und Gassen sowie die Gelassenheit in der charmanten Umgebung. Ständig waren meine Gedanken in Leipzig und ich nahm mir fest vor, diesen Ausflug unbedingt mit Liane nachzuholen!
Das Abendessen bereiteten wir im Appartement selbst zu und ließen den schönen Tag mit zwei Partien Skip-Bo harmonisch ausklingen. Auf das bestellte Frühstück am nächsten Morgen warteten wir jedoch vergeblich. Die uns bereits am Vortag etwas uncharmant aufgefallene Vermieterin ließ sich auch 20 min nach der vereinbarten Zeit nicht blicken, so dass wir abreisten und in einer kleinen Bäckerei ein französische Frühstück einkauften. Dieses ließen wir uns auf der Uferpromenade im ruhigen Sonnenschein munden. Anschließend brachen wir zu einer kurzen Küstenwanderung auf und begaben uns dann auf den Heimweg.


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Ein Wochenendausflug – leider ohne Freundin (Teil 1)

Schon lange freute ich mich auf den Besuch meiner langjährigen Freundin – wir kennen uns bereits 50 Jahre! – und wir hatten einen Wochenendausflug organisiert. Zunächst wollten wir die Festung von Salses besichtigen und danach weiter in den u.a. von Malern geliebten Küstenort Collioure reisen. Leider haben verschiedene Krankheitskeime die Reisepläne durchkreuzt, so dass sich mein Liebster und ich allein auf den Weg machten.

Ralf träumte schon länger von der Besichtigung der Festung von Salses, die er bereits desöfteren vom Zug aus gesehen hatte. Der Parkplatz war ziemlich leer und wir hatten Sorge, dass die Festung geschlossen sei. Dies erwies sich als grundlos. Wir kamen gerade noch richtig zur letzten Führung vor der Mittagspause. So kamen wir in den Genuss von Erklärungen zur Geschichte und durften die ansonsten gesperrten Räume des Turmes/Speichers/Donjon betreten. Zum Schluss umrundeten wir die opulente Anlage und hatten Mühe, uns auf den Beinen zu halten – nein, nicht vor Hunger – es herrschte Windstärke 15 oder so. Die Windsäcke an der Autobahn standen allesamt stramm waagerecht! Wegen des Sturms verlegten wir unser Picknick ins Innere des Ford, bevor es weiter in Richtung Collioure ging.

Der Ort Canet-en-Roussillon lockte uns zu einem Spaziergang. Im Hintergrund der Canigou und die Pyrenäen, vor uns der Strand und eine Uferpromenade, die mit Skulpturen des Künstlers Vasarely geschmückt war. Der Sturm mahnte jedoch bald zur Umkehr, zwischen den Zähnen knirschte der Sand…

Kurz nach dem Neustart weckten seltsame Hütten unsere Neugier: Das wollten wir genauer wissen! Auf einer Tafel wurde erklärt, dass es sich um Fischerhütten handelte und im Sommer finden hier Ausstellungen und Vorführungen statt. Oh, was war das? Das Meer sah aus wie die schönste Mollerpampe! So etwas hatten wir noch nie gesehen! Aufgewühltes, schlammiges Meer und wir wurden sehr heftig durchgepustet durch den Tramontane.

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Auf der Suche nach dies und das …

… kam ich an diversen Baustellen vorbei, entdeckte ich ein neues Geschäft für Bastel- und Malbedarf und überdachte die letzten Tage. Außerdem versuchte ich, mir eine neue Brille – der Augenarzt hatte eine Verschlechterung meiner Sehkraft festgestellt – zu bestellen, aber das scheiterte unerwartet an einer angeblichen Ablehnung seitens meiner Krankenkasse??? Also gibt es wieder was zu recherchieren…
Zwei Fotos habe ich untergeschummelt – hat was mit Baustellen zu tun! Na, gefunden?

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Ja ist denn schon Frühling?

Nach dem WE-Dienst liebe ich es, spazieren zu gehen. So auch heute. Mit meiner Zeichenfreundin verabredete ich mich zu einem Ausflug: Meer oder Domaine Restinclière? Wir entschieden uns für letzteres und das war eine gute Wahl! Wir genossen die Sonne, das Vogelgezwitscher und redeten über dies und das. Es war sehr entspannend und kraftspendend. Dennoch sind die Temperaturen an diesem Rosenmontag nicht normal.

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Februarwanderung mit Hindernissen

Der sonnige Samstagmorgen sollte für eine erste größere Wanderung genutzt werden. Schon am Vorabend hatten wir Tee gekocht und eine ca. 10 km lange Strecke am Mont Haut ausgesucht. Ralf meinte ganz lapidar beim Losfahren: Na, hoffentlich sind keine Jagdgesellschaften unterwegs!
Und prompt bewahrheitete sich seine Befürchtung mit etlichen, orangefarben leuchtenden chasseure – Jägern und Warnschildern Attention! Battu en cours! – Vorsicht! Treibjagd! Wieso müssen die immer genau da rumballern, wo friedliche Wanderer ihrer Wege gehen wollen? Nicht mal ein GR = Landeswanderweg hält die Waidgenossen ab! Trotz des herrlichen Wetters zogen Wolken auf mein Gemüt! Aber Ralf wäre nicht Ralf und ich wäre nicht ich, wenn wir uns von sowas den Elan nehmen ließen! Flugs besichtigten wir das Örtchen Ferrières-les-Verrières und schwenkten um auf eine Wanderung zu den Felsentoren des Flusses Lamalou.

Wir hatten im Jahre 2007 bereits eine ähnliche Wanderung in der Garrigue unternommen. Dieses Mal war allerdings der Rundweg wegen des hohen Wasserstandes nicht möglich. So wurde es ein aller-retour – Hin- und Rückweg auf selbem Pfad mit Kraxeleien, Picknick und Zeichenpause. Die schöne Natur und die Ruhe vor den Jagdfreunden entschädigten uns für den etwas verpatzten Morgen.

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Neues von der Baustelle

Ich machte heute einen kleinen Montagsspaziergang, um mal wieder die Großbaustelle der neuen Straßenbahnlinie sowie des Campus’ Montpellier fotografisch festzuhalten. Aprilwetter verblüffte mich, denn es tröpfelte und dann schwitzte ich in der Sonne … Sturmtief Sabine in Deutschland hat zum Glück weniger Schaden angerichtet als befürchtet!

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