Sport und Spaß!

Dass wir Anhänger des Kanu fahrens geworden sind, ist hinlänglich bekannt! Nach meinem Vati hatten wir nun auch Familie Richter angesteckt. Ralf konnte nach seinem Unfall jedoch noch nicht teilnehmen und so wurde es für mich eine doppelte Herausforderung: Steuerfrau und die Strecke kräftemäßig durchhalten! Mit Ralf als Steuermann konnte ich mich auch mal zurücklehnen und entspannen. Ich übersetzte die Anleitungen für meine Vier im Vorfeld und schnell waren die Bootsbesetzungen festgelegt: Christian und Lukas sowie wir drei Frauen in je einem Kanu. Unterwegs wechselte Emma einmal die Seiten; ansonsten blieben wir unter uns. Viele Steine, flaches Wasser und mangelnde Steuerkenntnisse sorgten dafür, dass wir anfangs mehr Kanuwandern als Kanufahren veranstalteten.
Alle hatten viel Spaß und auch das Badevergnügen kam nicht zu kurz. Ich hatte für Picknick und Getränke gesorgt. Am Ende gab es zwei tolle Fotos von unseren sportlichen Einlagen, welche Ralf und mir am Ende des Urlaubs zum Überraschungsgeschenk gemacht wurden! Da flossen freilich Freudentränen!

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Sonntagsausflug in die Geschichte

Den Sonntag nach dem Bergfest verbrachten wir gemeinsam und wir gingen auf Entdeckung in die Umgebung und in die französische Geschichte. Zuerst besichtigten wir das Felsenhöhlenkloster Saint-Roman, welches versteckt und « da bei den Bäumen » 🙂 in der Region Le Gard gelegen ist. Die Anfahrt war etwas abenteuerlich, wurde aber von Christian und dem Navi gut gemeistert. Vom Parkplatz ging es zu Fuß ca. 15′ durch Garriguegelände hinauf zu den Überresten des in Europa einmaligen Klosters. Ralf bewältigte die Treppen ohne Tadel und die Kinder fühlten sich ein wenig wie auf einem Abenteuerspielplatz. Auch die Blicke über das Rhoneschwemmland waren beeindruckend.

Nach den Klettereien am Felsen fuhren wir weiter in die Stadt Tarascon. Hier war das an der Grenze zur Provence gebaute Schloß zu besichtigen. Ein Raum mit Puzzeln, ein anderer mit dem von Schülern gebastelten Ungeheuer Tarasque waren interessant. Ansonsten gab es größtenteils Mauern, teilweise mit Wandmalereien sowie verwinkelte Treppenaufgänge zu sehen. Auf dem Dach pfiff der Wind heftig um uns herum und die Sonne heizte uns ebenso eifrig ein. Was lag also näher als ein Eis zu essen und sich im Schatten etwas auszuruhen. Doch Tarascon war offensichtlich überhaupt nicht auf Touristen eingestellt! Erst mit Hilfe von Google gelangten wir zu einer Kaffeebar, die nicht nur bei den Kindern ein frohes Aufleuchten der Gesichter hervorrief! Nach der Erfrischung fuhren wir nach Montpellier zurück, wo jeder auf seine Weise den Abend ausklingen ließ.

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Schiff ahoi!

Am Samstag war es bewölkt, windig und es fiel auch etwas Regen. Der Vormittag war vom Spielen mit Lukas und Emma geprägt. Von Grande-Motte aus fuhren wir am Nachmittag mit einem Ausflugskutter über die Bucht nach Grau-du-Roi, drehten dort eine Runde durch den Hafen und schipperten bei lustigem Wellengang zurück.
Christian und Ina hatten inzwischen einen Spaziergang nach und durch Carnon gemacht.
Wir trafen uns auf dem Campingplatz zu Kaffee und Keksen. Dann besprachen wir den gemeinsamen Sonntagsausflug.
Lukas und Emma bekamen nochmals die Erlaubnis, bei uns zu übernachten. 🙂 Die Freude darüber war auf allen Seiten groß.

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In der Bambouseraie

Lukas und Emma hatten bei uns übernachtet und am Vormittag spielten wir zusammen Carcassonne. Gegen Mittag stießen Christian und Ina zu uns. Nach einem kleinen Imbiss fuhren wir in Richtung Anduze, um die Bambouseraie zu besuchen. Es war an diesem Tag sehr heiß und schwül.
Am besten gefiel den Kindern das Labyrinth und der Spielplatz mit Riesen-Mikado und Zen-Steinen. Beeindruckt von den verschiedenen Bambusarten sowie dem Laotischen Dorf ging es zurück nach Montpellier.
Hier bereitete ich mit Ina Schnitzel und Blumenkohl zu.
Die Enkel durften eine weitere Nacht bei uns bleiben und wurden am kommenden Morgen mit Pancakes verwöhnt. 😉

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Aigues-Mortes und Quad

Heißer Sommer mit Unternehmungslust bei unseren Gästen. Vor mir lagen vier arbeitsfreie Tage, die wir gemeinsam verbringen wollten. Auf dem Wunschzettel stand unter anderem eine Tour ins Gelände mit einem Quad. Ich hatte dies recherchiert und ein ElternQuad sowie zwei KinderQuads für einen Nachmittagsausflug reserviert. Spontan machten wir dann vorher einen Rundgang durch Aigues-Mortes und kehrten in der Crêperie, in der es vor sieben Jahren auch Kartoffelbrei für Lukas gab, ein.
Anschließend ging es zum Quadfahren. Leider wurden wir enttäuscht, denn meine Reservierung war nicht eingetragen worden! Zwar hatte ich den Beweis auf dem Telefon, aber alle Fahrzeuge unterwegs! Nach einigem hin und her bekamen wir das Angebot, dass zumindest die Kinder auf dem dafür vorgesehenen Parcours fahren können. Christian und Ina verzichteten dieses Mal auf ihre Randonnée. Die strahlenden Gesichter von Lukas und Emma machten die Enttäuschung wieder wett.
Am Abend gab es ein Geburtstagsessen im Restaurant Chez Boris auf der Esplanade.

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Besuch aus Dannigkow

Sommerferien. Sommerurlaub. Sommerreisen.

Am Samstag kamen Christian und Familie per Direktflug in Montpellier an. Nach der Übernahme des Mietautos fuhren wir zunächst in unsere Wohnung zu einer Kaffee- und Erfrischungspause. Anschließend ging es nach Palavas-les-Flots, wo auf dem Campingplatz St. Maurice ein Mobilhome für 14 Tage ihre Unterkunft werden sollte. Nach kurzem Einrichten waren ein erster Strandbesuch und Wellenreiten angesagt.

Heute, am Sonntag, kam die junge Familie zu uns und wir fuhren mit der Straßenbahn bis nach Antigone. Dort liefen wir am Fluss Lez entlang und bewunderten das « weiße Baumhaus », welches offensichtlich auch schon in einer Reportage in Deutschland beschrieben wurde. Nach dem längeren Spaziergang in der Sommersonne mit Erfrischung am Springbrunnen tat das Mittagessen in den klimatisierten Räumen einer Crêperie gut. Die Kinder wollten natürlich einen Spielplatz erkunden, was wir gut gestärkt erfüllen konnten. Eine leckere Runde Eis schloss den Stadtrundgang ab. Mit Straßenbahn und per pedes gelangten wir zurück zu unserem Kokon, wo Kaffee und Melone die Lebensgeister wieder erweckten. Wir verabschiedeten uns nach den schönen Stunden. Auf Familie Richter wartete der Pool auf dem Campingplatz und auf uns eine kühlende Dusche.

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Kunstpause

Seit fast einem Jahr besuche ich nun den Zeichenzirkel um Gaspard. Er hat mir viel beigebracht und mir gezeigt, dass ich doch malen bzw. zeichnen kann! Auch schaue ich mir Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen mit noch anderen Augen an als zuvor. Dieser Tage öffnete die Exposition des in Montpellier geborenen und in der Umgebung lebenden Künstlers Vincent Bioulès. Ich habe heute frei und es war der Tag, an dem ich meine im März erstandene Jahreskarte für das Museum Fabre zum ersten Mal benutzen sollte. Es hat sich mehr als gelohnt und ich werde diese beeindruckende und umfangreiche Ausstellung noch öfter besuchen. Die Bilder sind farbenfreudig, sehr variiert – von abstrakt über Aktmalerei zu wunderschönen Landschaftsabbildungen. Diese Technik! Ich bin begeistert und habe mich – übrigens als Erste – ins Goldene Buch der Ausstellung eingetragen. Nun sitze ich auf dem Balkon und verfolge die Arbeiten am Schwimmbad. Werde ich am Wochenende dort baden?

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Architektur und Schönheit – mit Sonne

Wie Birgit schon schrieb, konnte sie mich am Wochenende leider nicht begleiten, so dass ich allein auf Entdeckung gehen musste. Wieder einmal stand das Architekturfestival an – mittlerweile schon zum 14. Mal – und wieder einmal machte es Spaß, durch die Altstadtgassen zu schlendern. Überall gab es etwas zu entdecken, nicht nur in den gestalteten Innenhöfen der Bürgerhäuser, sondern auch an anderen Ecken der Stadt. Ich verteilte das Besichtigungsprogramm auf zwei Vormittage, zumal Samstagnachmittag mit Einschränkungen aufgrund der allwöchentlich zu befürchtenden Gelbwestenausschreitungen zu rechnen war. Der Parcours bestand wieder aus 12+1 Stationen, die sich über die gesamte Innenstadt verteilten und auf einem Stickersammel-Faltblatt erläutert wurden. Besonders haben mir die Stationen 11 und 12 gefallen – und die 12 wurde auch von Birgit zu ihrer Favoritin gekürt. Viel Spaß beim Betrachten der Installationen und Impressionen!

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Architektur und Schönheit – ohne Sonne

Erfreut las ich in der Stadtzeitschrift, dass es auch in diesem Jahr wieder ein Festival der Architektur geben würde. Das Motto in diesem Jahr lautete « Die Schönheit – la beauté ». Ich war erneut begeistert von der Phantasie der Kreateure, die sie mit ihren Kunstinstallationen zum Ausdruck brachten. Freundliche junge Leute gaben bereitwillig Erklärungen zu den einzelnen Werken und beklebten meinen Stadtplan mit Vignetten. Leider fehlte die Sonne, denn einige Objekte sollten mit Reflexionen an den historischen Gemäuern für noch mehr Schönheit sorgen. Vielleicht hat mein Liebster am WE mehr Glück. Da ich Dienst habe, ging ich heute schon allein durch die Gassen. Er wird dies ebenso am Sonntag tun. Ich bin gespannt auf seine Entdeckungen und Sichtweisen; ihr auch?

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Pfingsten im Süden

Pfingsten in Montpellier. Noch immer ist es angenehm kühl und wir entschieden uns für einen ausgiebigen Stadtspaziergang am Samstagvormittag. Zunächst einmal wurden Crème fraîche und Kürbiskernbrot für die Fenchelcremesuppe gekauft. Dann suchten wir eine Eisdiele, die schon vormittags geöffnet hat, und wurden schließlich am Polygone fündig. Unterwegs begegneten wir den « Gelbwesten », die vor der alten Oper aufmarschiert waren. Schon zuvor hatten wir uns über das massive Polizeiaufgebot gewundert. Es sollte die 30. Episode werden, für die die « Gelbwesten » diesmal Montpellier als Hauptaktionsort auserkoren hatten. Ab und an krachten schon die ersten Böller… (In Zahlen: 2000 Demonstranten, darunter 400 Gewaltbereite, sowie 350 Polizeispezialkräfte). Uns stand dagegen der Sinn nach Kunst und Kultur. Also schauten wir uns die neue Ausstellung im Saal Dominique Bagouet neben dem Pavillon Populaire an, in dem Cédric Matet seine Sicht auf Montpellier und Sète darbot. Weiter ging’s durch die Gassen der Altstadt, in denen sich immer wieder neue Details entdecken lassen, zur Kunstboutique Nef (das Schiff). Auch dort gibt es immer wieder Schönes und Interessantes zu entdecken.
Den Abend verlebten wir auf dem Anwesen des Klosters von Maguelone, wo wir barocker Kammermusik lauschten, vorgetragen auf Flöte, Cello and Cembalo. Besonders der Flötenspieler faszinierte uns mit seiner virtuosen Darbietung eines Stückes von Arcangelo Corelli, der die ersten Sonaten überhaupt komponierte. Zu Hause ließen wir den schönen Tag bei einem Glas Wein auf dem Balkon ausklingen.

Der Pfingstsonntag stand ganz im Zeichen unserer Wanderlust. Nach einer langen Anfahrt stand uns nach dem langen Vortag nicht der Sinn. So entschieden wir uns für eine Tour ins Ungewisse bei Claret. Ungewiss, weil es eine Komootwanderung war und auf der dazugehörigen Analogwanderkarte keinerlei Wanderwege eingezeichnet waren. Es sollte schöner werden als gedacht! 🙂 Wir entdeckten den malerischen See von Claret (Baden allerdings verboten, da keine Aussagen über die Wasserqualität getroffen werden können). Wir naschten von einem Kirschbaum am Wegesrand. Doch noch mehr waren wir von den Ruinen zweier Wassermühlen überrascht, die versteckt in einer waldigen Schlucht verborgen waren. Und der Weg selbst zog sich wunderschön an den Steilhängen der Kalkmassive entlang. Auch das Mas Neuf (« Neues Gut ») – eines der ersten Ausflugsziele, die Ralf im Jahre 2007 nach seiner Ankunft in Montpellier inspiziert hatte – sollte wieder einmal in Augenschein genommen werden: Viel hat sich dort nicht getan… Am Oppidium trafen wir auf eine amerikanische Wandergruppe, für die dieses historische Ambiente einen ganz besonderen Reiz haben sollte: Es war die Fundstelle eines Kinderskeletts aus der Eisenzeit. Und die Grundmauern der damaligen Behausungen waren noch immer gut erkennbar. Ein schöne Wanderung, die mit einer letzten Pause am Lac de Claret zu Ende ging, bevor wir wieder in unser Auto am Rande der üppig austreibenden Weinfelder stiegen.

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