Herbstreise: Lutherstadt Wittenberg

Die letzte Etappe der Reise führte uns noch einmal in meine Heimatstadt, die Lutherstadt Wittenberg, wo in diesem Jahr der 500. Jahrestag der Reformation der Kirche mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert wurde und wird. Wir besuchten die Ausstellung im ehemaligen Gefängnis Luther und die Avantgarde. Sie nahm mehr Zeit als gedacht in Anspruch und hinterließ einen ausgesprochen positiven Eindruck bei uns. Schön waren die Treffen mit meinem Bruder und einer langjährigen Freundin sowie die Gespräche mit unseren Eltern.

Inzwischen sind wir wieder daheim in Montpellier und denken gern an die Tage in Deutschland zurück!

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Herbstreise: Station in Berlin

Von Dannigkow aus ging die Reise weiter nach Berlin zu Ralfs Eltern. Das Wetter wurde besser und wir konnten einige Rundgänge durch uns unbekannte Ecken der Haupststadt unternehmen.

Auf der Landkarte erregte der Begriff Prinzessinnengärten meine Neugier. So nahmen wir dies als Ausgangspunkt für den ersten Stadtspaziergang, der uns zum Engelbecken und zum Landwehrkanal führte. Am Ende besichtigten wir einen Teil der sehr interessanten Ausstellung im Jüdischen Museum.

Bereits bei der Vorbereitung unserer Reise planten wir einen Theaterbesuch im Berliner Ensemble. Wir wählten aus der Vielzahl der Angebote ein Stück von Camus aus – Caligula, was uns ob seiner Aktualität und Umsetzung sehr beeindruckte. Anschließend bedienten wir uns in einem italienischen Restaurant am Buffet und ließen den Abend mit der Bewunderung einiger Illuminationen auf Berliner Gebäuden ausklingen.

Ebenso lange erträumt und geplant war eine Saunasession im Thermalbad Bad Saarow. Auf dem Weg dorthin entführte Ralf mich ins Seengebiet, genauer zum Springsee. Als Kind verlebte er dort einen Teil seiner Sommerferien auf dem Zeltplatz. Eine Umrundung des Sees war nicht mehr möglich, da inzwischen ein Militärgebiet abgegrenzt worden war. So liefen wir durch den würzig duftenden Wald und staunten über die zahlreichen und zum Teil riesigen (wohl meist ungenießbaren) Pilze. Die deutsche Sauna war hinterher wunderbar leer und erholsam.

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Herbstreise: Wandern im Harz

Die nächsten Höhepunkte der Herbstreise lagen im Harz. Zum dritten Mal wanderten wir durch das schöne Mittelgebirge und trafen uns auch wieder mit unseren Freunden Jens, Annegret & Co. aus Hannover. Leider regnete es viel, die Wege waren oft aufgeweicht und das eine oder andere Highlight musste wetterbedingt ausfallen. Dennoch erlangte Lukas die Goldene Wandernadel und Emma die Silberne. Desweitern wurde sie Wanderprinzessin Emma Sophie II. Chapeau!

Wir begannen mit einer Sesselliftfahrt in Thale hinauf zur Rosstrappe. Dort kraxelten wir auf den Felsen herum und untersuchten den Abdruck des Rosses der fliehenden Brunhilde. Da der Abstieg über die Schurre nicht mehr möglich ist, nahmen wir einen Umweg über den Präsidentenweg in Kauf, um zu unseren ersten beiden Wanderstempeln zu kommen. Zuvor jedoch stärkten wir uns in einer gediegenen Gaststätte. Anschließend fuhren wir in den Ferienpark « Blauvogel » in Hasselfelde, wo wir ein gemütliches, mit Holz verkleidetes Häuschen gleich neben unseren Freunden bezogen. Wie im Jahr zuvor besorgten Ralf und Lukas den Lebensmitteleinkauf im nahegelegenen Supermarkt.

Der erste gemeinsame Ausflug führte ins Selketal. Viel Schlamm auf den Wegen und Regentropfen von oben sorgten für feucht-fröhliches Milieu. Franzosenbrunnen und Ruinenreste einer Kirche wurden ebenfalls erkundet.

Am Mittwoch sollte es zunächst über die 483 m lange Fußgängerhängebrücke entlang der Rappbodetalsperre und dann über einen Rundkurs zur Köhlerhütte gehen. Allerdings hatten wir nicht mit einem derartigen Besucheransturm gerechnet und die prognostizierten drei Stunden Wartezeit ließen uns von diesem Vorhaben Abstand nehmen. Ausgehend von der Köhlerhütte wanderten wir vor zum Stausee und über einen Berghang zurück. Leider konnte die Wanderung nicht aufgezeichnet werden, da uns tags zuvor das Telefonladekabel abhanden gekommen war 🙁 Nach der Wanderung stärkten wir uns im Stemberghaus. Die Wartezeit aufs Essen vertrieben wir uns mit stiller Post. Während des Essens hielt Emma die umliegenden Tische über das Auslaufen ihres Spiegeleis auf dem Laufenden. 🙂

Ein ernstzunehmende Sturmwarnung für Donnerstag, den 5. Oktober, ließ uns einen Heim-Spiele-Basteltag einlegen. Am Nachmittag bauten wir das Heimkino auf und sahen zusammen einen lustigen Flm: Mr Beans Reise ans Meer. Es wurde viel gelacht, aber auch mit dem ungeschickten Filmhelden mitgefiebert.

Am letzten Tag führte uns eine schöne Herbstwanderung durch den bunten Laubwald über die Klippe Böser Kleef bei Altenbrak zum alten Forsthaus Todtenrode. Dieses erwies sich als Kleinod: nicht nur die Freundlichkeit und die Flexibilität des Personals und das schmackhafte Essen, sondern auch die ausgedehnte Freifläche mit allerhand aus Bäumen geschnitzten Spielgeräten eroberten unsere Herzen. Nach der Mahlzeit tobten und lachten wir noch lange auf dem Areal. Die müden Wanderbeine der Kinder erlebten später beim Anblick des Spielplatzes in Altenbrak abermals einen tollen Energieschub und uns Erwachsenen fiel es nicht leicht, unsere Kleinen von dort wegzulocken. 😉

Wie im Fluge war die Woche vergangen und es hieß Abschied zu nehmen. Im Touristenbüro von Blankenburg wurden die Wandernadeln in Empfang genommen. Ein kleiner Spaziergang durch den Schlosspark bildete den Abschluss der Ferienwoche. Lukas und Emma hummelten etwas, um nach Hause nach Dannigkow zu kommen. Dort spielten wir in Erwartung ihrer Eltern, die eine Feuerwehrmesse in Dresden besuchten, Karten und verspeisten zudem leckeren Kuchen zur Kaffeestunde.

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Herbstreise: Enkel und Eltern in Wittenberg

Am Donnerstag, den 28.9.2017, starteten wir zu unserer Herbstreise nach Deutschland. Der erste Abend war für einen Besuch in Freiburg reserviert, wo wir pünktlich gegen 17 Uhr ankamen. Wir trafen uns mit Harald, den Birgit vor 10 Jahren in der Sprachschule in Montpellier kennengelernt hatte, zur Besichtigung seiner Wirkungsstätte. Er leitet ein Haus der Begegnung, in dem u.a. Kinder und Jugendliche, die oftmals aus dem Ausland nach Deutschland kommen, betreut werden. Für uns war der Besuch sehr interessant! Anschließend zeigte er uns die Altstadt Freiburgs und schließlich aßen wir lecker in einem thailändischen Restaurant zu Abend. Ein abwechslungsreicher, entspannter Start in den Urlaub war das. Danke, Harald, dass du dir Zeit genommen hast für uns!

Am Freitag, den 29.9.2017, frühstückten wir im Café Hermann über der Radstation (Freiburg ist eine absolute Radlerstadt!). Punkt 10 Uhr rollten wir weiter nach Wittenberg bis zu meinem Elternhaus. Wegen hohem Verkehrsaufkommen und genau neun Baustellen kamen wir dort erst gegen 20 Uhr an. Meine Eltern und mein Bruder erwarteten uns schon. Der Besuch der Lichternacht fiel wegen der verspäteten Ankunft aus.

Der Samstag, 30.9.2017, sollte zum großen Teil unseren Enkeltöchtern Nele und Mona gehören. Wir hatten viel Freude und reichlich Spaß im Piesteritzer Garten sowie auf den Hüpfburgen im Volkspark. 🙂

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Nebulöses am Sonntag

In einer Woche werden wir auf Deutschlandtour sein. Die Taschen wurden gestern soweit gepackt und so lag es nahe, dass wir heute noch einmal einen Strandspaziergang unternahmen. Die Wahl fiel auf Villeneuve-lès-Maguelone. Schon bei der Anfahrt war die Umgebung mystisch in Nebelschwaden eingehüllt. Fischernetze und -hütten, Flamingos, die Kathedrale ließen sich nur anhand ihrer Silhouetten erahnen. Mit der Zeit schaffte es die Sonne, sich durch die Wolkendecke zu brennen. Auf unseren Gesichtern hinterließ sie eine leichte Röte. Das Farbenspiel der Natur zeugt vom herannahenden Herbst. Die Fußgängerbrücke wurde wegen eines Lastkahns kurzerhand gesperrt und für dessen Durchfahrt geöffnet. Beeindruckend und erstmals so von uns beobachtet. Nun freuen wir uns auf die Reise und auf’s Wiedersehen mit einigen von euch!

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Mal wieder auf Entdeckung

Berufliches mit privatem zu kombinieren gelingt nicht allzu häufig. Vor einigen Wochen eröffnete Ralf mir, dass er für einige Tage zu einem Meeting nach Banyuls-sur-Mer reisen würde. Gleichzeitig kam seine Frage, ob ich am wissenschaftsfreien Wochenende zu ihm kommen würde und wir gemeinsam die Gegend erkunden wollten. Etwas zögerlich sagte ich zu. Zögerlich, weil ich allein mit dem Auto eine unbekannte Strecke… ach, was soll’s; es wird mal wieder Zeit, dass ich sowas mache! Also buchten wir über AirBnB eine Wohnung und komootine sorgte für Wanderstrecken. Ich war positiv überrascht von der Gegend, die vom Mittelmeer und Weinbergen, felsigen Küsten und südlicher Architektur beherrscht wird.
Am ersten Tag liefen wir durch Weinfelder, entdeckten lustige, französische Straßenschilder, genossen die phantastischen An- und Ausblicke.

Am zweiten Tag stiegen wir in den Zug und fuhren in den nächsten Ort namens Cerbère, um dann entlang der Küste nach Banyuls zurück zu wandern.

Am sonnigen Nachmittag machten wir dann einen entspannten Stadtrundgang auf den Spuren von Aristide Maillol.

Bevor ich am Montag heim fuhr und Ralf seine Kollegen zum zweiten Teil der Treffen begrüßte, machten wir eine Rundfahrt durch die Berge, die Ausläufer der Pyrenäen sind. Hier wächst der berühmte Banyulswein. Ralf nahm bereits an einer Verkostung teil und hat eine Flasche für seinen 60. Geburtstag reserviert. 🙂

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Wenn die Biggi frei hat …

… dann radelt sie mit der Rita los und genießt die lebhafte Umgebung.
Was wirst du denn heute zu Mittag essen? fragte mein Liebster besorgt am Morgen. Meine spontane Antwort lautete: Ich fahre in die Stadt und kaufe mir eine leckere, herzhafte Waffel! Gesagt, getan! Unterwegs kaufte ich mir ein Paar Schuhe und wurde von der jungen Verkäuferin ertappt: Sind Sie zufällig Deutsche? Ha, sie hatte mich am Akzent erkannt, was mir so sehr selten passiert. Meist werde ich ob des drôle accent – drolligen Akzents für eine Belgierin oder Engländerin gehalten, aber eigentlich nie für une allemande! Es ergab sich ein nettes Gespräch – die Schuhe hatte ich aber schon vorher ausgewählt. 😉 Dann gab’s eine frische griechische Waffel auf einer Bank unter Platanen. Froh gelaunt trat ich in die Pedalen und werde nun den Nachmittag bei Lektüre und mit Basteleien auf dem Balkon genießen.

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Sonntagmorgenstrandspaziergang

Schon vor neun ging’s auf noch leeren Straßen geschwind zum Strand. Erste Überraschung: der Parkplatz bei Carnon ist neuerdings gebührenpflichtig – 25 Cent für 15 Minuten. Na ja, das geht ja noch. Lustig der selbstgebastelte Papierkorb (« Poubelle ») am Kassenautomaten. 🙂
Eine gute Stunde spazierten wir bei Sonnenschein am Wasser entlang. Ein Flugzeug aus Marokko kam recht tief herangeflogen. Kurz darauf lautes Turbinengetöse wie beim Start einer großen Maschine. Als 20 Minuten später die selbe Maschine nochmal über uns hinwegflog, wurde uns klar, dass der Lärm vom Durchstarten herrührte. Na, das haben wir ja auch schon erlebt… 😮 Unbeirrt wanderten neoprenschwarz eingehüllte Froschmänner und -frauen durchs Meer, andere versuchten sich im Stehpaddeln, nur ganz Unerschrockene schwammen traditionell. Die Strandcafés lagen verwaist am Ufer, stattdessen Zelte und Familien beim Frühstückspicknick – ein letztes Abenteuer für die Kinder vorm Schulbeginn am morgigen Tag!

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Erkundungen zu Wasser

Nach einem Monat Sommerpause sind wir wieder da! Die extreme Hitze bis an die 40 Grad ist vorbei und nun hoffen wir auf einen langen goldenen Herbst. Der heutige Tag versprach Sonnenschein bei angenehmen 25 Grad, ab und zu ein paar Wölkchen. So machten wir uns auf den Weg, um die langgeplante Kanutour anzugehen. Alles verlief wie am Schnürchen und wir zwei Flusspiraten enterten den Hérault. Ab und an war das Wasser recht wild, dann gab’s wieder flache Abschnitte – jedenfalls mussten wir vier fünf Mal aus dem Boot, um weiterzukommen. Alles in allem haben wir uns aber gut geschlagen – andere Boote trieben gar kieloben den Fluss hinab. 😮 Na, seht selbst, welch gute Laune wir hatten! Nächstes Mal wollen wir auch mal einen Einer testen, vielleicht mit Karin oder Thomas?

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Kultur & Eiscreme in Montpellier

Samstag wurde gebadet (im Residenz-Swimming Pool) und Sonntag standen Sport (Tischtennis), Kultur und Eisschlecken auf dem Programm. Zunächst ging es per pedes zum Carré Sainte-Anne, wo wir uns die Ausstellung « Jean-Michel Othoniel – Géométries Amoureuses » anschauten. Jonathan hatte kürzlich von einer neuen Eisdiele in der Nähe der Kirche Saint-Roch berichtet – welche meinte er wohl? Wir probierten die Eisdiele La Banquise aus – zwei Kugeln sollten es für jeden von uns sein (Birgit: Aprikose-Rosmarin & Wunschkraut / Ralf: Ricotta-Feige & Wassermelone). Gut, dass die Eisdiele nicht gleich um die Ecke ist… 😮 Weiter ging’s kreuz und quer durch das historische Zentrum, um schließlich am Pavillon Populaire zu landen. Auch da gab es eine neue, bei sommerlichen Temperaturen gut besuchte Ausstellung des amerikanischen Fotografen William Gedney. Mittels Stipendien der Guggenheim- und der Fulbright-Stiftung konnte er monatelang durchs Land reisen und die amerikanische Gesellschaft ablichten. So ein Stipendium hätten wir auch gern mal! 🙂

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