Außer der Reihe!

Wir hatten zwar ausgemacht, dass ich an den geraden und Ralf an den ungeraden Tagen unsere Touren aufzeichnen und kommunizieren sollte, aber es darf ja bekanntlich auch mal Ausnahmen geben! So geschehen am 25. September. Aus technischen Gründen zeichnete ich unsere vorletzte Wanderung am Donnerstag auf. Ralf hatte im Internet eine Sammlung unter dem Motto « Mit Mama wandern » gefunden und eine davon zum langsamen Abwandern ausgesucht. Morgens schien noch voll die Sonne, aber nach einigen Kilometern gab es einige kräftige Regenhuschen. Zunächst konnten wir uns auf einem Bauerngehöft unterstellen, bevor wir dann doch zu unseren Regensachen greifen mussten. Doch hernach war alles so frisch und leuchtend, dass wir auch den Rest der Wanderung genießen konnten.
Der Lehrpfad war sehr interessant, u.a. die Sinterterrassen, die sich durch das aus dem Boden sprudelnde Wasser gebildet hatten. Allerdings war der Bach durch den trockenen Sommer auch nur mäßig gefüllt. Der Regen tat also wirklich not. Vor einer Kapelle lockte uns eine schöne Wanderbank zum Ausruhen und Picknick ein. Weiter liefen wir dann nach Greding, wo wir die Stadtmauer, Wehrtürme und wiederum die Kirche besichtigten. Kuchen gab es diesmal nicht, aber dafür fuhren wir nach der Wanderung die Dinge einkaufen, die uns manchmal hier in Frankreich fehlen. 😉

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Ohne Auto unterwegs

Direkt von unserer Unterkunft, dem Hirtenhaus in Unteremmendorf, aus, begann die Burgenwanderung. Ein kurzer, aber steiler Aufstieg führte uns in den Wald oberhalb des kleinen Ortes. Drei Felsenburgruinen und ein Felsentor sollten hier zu entdecken sein. Es lief sich wunderbar weich über die Pfade und wir bekamen auch schöne Aussichten auf das Tal. Klettereien gab es ebenso zu bewältigen. Eine Bank lud zum Verweilen ein und wir wünschten, dass die Zeit stehen bliebe! Tat sie aber nicht und so ging es weiter bis zu den Hügelgräbern. Diese sahen so unversehrt aus. War da noch niemand neugierig geworden und hatte nach Schätzen gesucht? Scheinbar nicht. Es wurde auch deutlich auf das Verbot der privaten Schatzsuche hingewiesen!
Nach dem Abstieg nach Kinding und ein paar Lockerungsübungen genehmigten wir uns wieder Kaffee und Kuchen. Danach besichtigten wir die Wehrkirche und stellten fest, dass wir für den Rückweg eine andere Strecke als geplant laufen könnten. Zu Anfang war der Weg auch recht schön und gut markiert. Aber dann verlor er sich und Dank Komootine gingen wir nicht verloren. Durch wildes Wiesen- und Strauchland kamen wir schließlich an der Hauptstraße nach Unteremmendorf an! Wir waren erleichtert.
Am Abend aßen wir im Landgasthof Wagner zu Abend. Es gab Karpfenfilet und Kalbsbackerl, Wein aus dem Bürgerspital Würzburg sowie einen Palatschinken für zwei als Dessert. 🙂

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Schloss oder Burg?

Die einen sagen so, die anderen so – Aufklärung kam von dem Mann, der uns durch die gut sanierten Räume führte: Zuerst war es eine Burg, relativ simpel eingerichtet, und später wurde das Gebäude zum Schloss, da es mit mehr Komfort ausgestattet wurde.
Wir wanderten an einem schönen Sonnentag von Riedenburg über den Klangweg, später durch Wälder und an Felsen entlang zum Schloss. Eine Besonderheit besteht darin, dass hier ein handschriftliches Exemplar des Nibelungenliedes gefunden wurde. Der Schlossführer gab sogar eine Gesangseinlage, die richtig gut war! Im Schloss fanden sich allerlei Sprüche, die angeblich aus dem Mittelealter stammten und noch heute benutzt werden, z.B. auf den Hund gekommen sein, die wegschwimmenden Felle oder zwei Eisen im Feuer haben. Wir lernten viel und genossen nach dem Rundgang bei einem Picknick den schönen Blick auf Schloss Prunn und die Umgebung.
Anschließend stiegen wir tief hinab, um an der gegenüberliegenden Seite des Altmühltales wieder hinaufzusteigen. Großen Spaß bereitete uns das Klettern in bzw. durch die Klamm. In Riedenburg liefen wir durch den Stadtpark und anschließend schlemmten wir in der Bäckerei Frank: Zwetschgendatschi und Torte. 🙂
Am Abend ging unser Urlaubsturnier im SkipBo weiter, was ich wieder mal verlor; doch irgendwann werde ich den Spieß umdrehen! Stammt die Redewendung etwa auch aus dem Mittelalter?!

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Zwischen Böhmerwald und Altmühltal

Nachdem wir eine wunderbare Wanderwoche in Stožec im Böhmerwald verbracht hatten, setzten wir unseren Sommerurlaub in Unteremmendorf im Altmühltal fort. Ich gestehe, dass ich in meinen 56 Lebensjahren noch niemals vom Fluss Altmühl gehört hatte. Die Idee kam von Ralf und der Zufall wollte es, dass die Radtour meiner Freundin in diesem Jahr durch selbiges Tal führte. Sie versorgte uns mit zahlreichen Tipps und Material. Schon vor der Reise war klar, dass wir nur einen Bruchteil der Angebote werden nutzen können.
Doch zunächst hieß es umsetzen von A nach B und unterwegs blieb genug Zeit, die Burg Karlsberg, die von Karl IV. und seinen Vasallen erbaut wurde, zu besichtigen. Hierzu war eine kleine Wanderung mit Aufstieg über eine Teerstraße nötig. Mich lockte allerdings derweil ein schöner Pfad durch den Wald, der nach einer lohnenden Abkürzung aussah! Ich stapfte durch Kiefernadelnester, über Moosbetten und lauschte den Waldvögeln. Irgendwann kam ich aus dem Wald heraus und glaubte tatsächlich, dass ich Ralf lässig überholt hätte! Doch weit gefehlt! Er war schon längst auf dem Gipfel gegenüber der Burg und amüsierte sich über meine Eskapade! Zum Glück besitzen wir nun beide ein Smartphone und so fanden wir glücklich wieder zusammen. Der SMS-Satz « Ich seh dich! » war mir nie zuvor so willkommen wie an diesem Tage! Erleichtert kletterte ich die letzten Stufen zum Ruinenfelsen hinauf und genoss von da an gemeinsam mit Ralf den Ausblick. In die Burg selbst gelangt man nur mit einer Führung. Auch hier hatten wir wieder Glück und konnten in letzter Minute an einer Tour durch die mittelalterlichen Gewölbe teilnehmen. Besonders lustig fanden wir die Animationsfilme am Ende. Zudem wurde im deutschen Erklärungstext – die Führung war in tschechischer Sprache – dazu aufgefordert sich « kollektiv vorzustellen » wie z.B. ein Kachelofen zu der damaligen Zeit aussah! Dies wurde zu einem geflügelten Wort im Verlaufe unseres Urlaubs. 🙂

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Kleine architektonische Zwischenziele

Ein paar Mal waren wir bereits unter der längsten Holzbrücke Europas bei Essing hindurch gefahren. Dann äußerte ich eines Tages den Wunsch, auch einmal über diese hinüberzulaufen. Nach der schönen Sonntagswanderung zum Schloss Prunn ergab sich die Gelegenheit und wir querten die doch etwas in die Jahre gekommene Brücke über den Main-Donau-Kanal. Die Statik ist auf jeden Fall beeindruckend. Ein neuer Anstrich würde ihr allerdings gut zu Gesicht stehen!

Der Montag war, wie vorhergesagt, verregnet. Das konnte uns nicht verdrießen, denn wir verbrachten den Tag in der Limes-Therme in Bad Gögging. Anschließend statteten wir der von Friedensreich Hundertwasser mitgestalteten Kuchlbrauerei in Abensberg noch einen Besuch ab. Ein Verkostungspaket nahmen wir natürlich auch mit. 😉

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Und nun die ungeraden Tage :-)

Wie mit Birgit ausgemacht, zeichne ich die ungeraden Tage auf und sie die geraden. Nun also die Nachlese der letzten Woche. Für die Fahrt von Lednice nach Stožec hatten wir einen Zwischenstop in Český Krumlov (dt. Krumau) geplant. Ein großer Parkplatz am Rande der Altstadt war leicht gefunden und schon bald fanden wir uns in einem Gewimmel von Touristen wieder. Die Altstadt schien fest in asiatischer Hand zu sein; der Wachturm wurde auf japanisch angepriesen, Restaurants luden mit asiatischer Karte und/oder Signalisation zu einem Besuch ein und asiatische Touristengruppen folgten brav ihren Stadtführern. Neben Prag und der Burg Karlstein gehört Český Krumlov fest ins Besuchsprogramm eines jeden Asiaten, der die Tschechische Republik besucht.

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Mit Bus, Bahn und Fähre im Böhmerwald unterwegs

Nach dem gestrigen Relaxtag stand heute wieder eine schöne Böhmerwaldwanderung auf dem Programm. Mit dem Zug wollten wir nach Horní Planá und dort mit der Fähre über den Moldaustausee fahren. Die Anzeige am Bahnhof Stožec machte auf Schienenersatzverkehr aufmerksam – aber für welche Züge? Welche Haltestellen? Unsere tschechischen Sprachkenntnisse sind mehr als dürftig! Mit etwas Überlegung und Phantasie kamen wir zu der Erkenntnis, dass ein Bus bis Cerný Kríž fährt und von dort der Zug weiter bis Budweis. Erstaunt waren wir über die Zugbegleitung und einen Kleinbus, der dem Reisebus offensichtlich auf dem schmalen Waldweg als Lotse vorausfuhr.
Das Wetter war herrlich sonnig, was die Temperaturen am Morgen von 3 °C relativ rasch steigen ließ. Wir wanderten wieder durch den herrlichen Wald, wo die Birken anfingen, sich zu färben. Ein Abstecher führte uns zur rekonstruierten Kirche von Glöckelberg. Diesen Ort gibt es, wie viele andere Grenzdörfer, nicht mehr.
Die Rückfahrt mit der Fähre verzögerte sich zunächst, da sie auf eine Ambulanz warten sollte. Nach 30′ ging die Fahrt dann doch los, ohne dass der Krankenwagen zu sehen war. Dieser erreichte die Fährstation, nachdem wir bereits mitten auf dem Stausee waren. Wir vermuteten, dass der Notfall doch nicht so eilig war, denn die Krankenwagenfahrer winkten uns fröhlich beim Vorbeifahren zu.
Die Rückfahrt mit Zug und Bahn gestaltete sich ebenso komplikationslos wie am Morgen.
Heute abend werden wir versuchen, in einem Restaurant zu essen. On Vera!

PS. Das drei Tage zuvor avisierte Restaurant war leider trotz des einladenden Aufstellers geschlossen. Aber auf der Anfahrt hatten wir ein weiteres Restaurant erblickt, in dem wir lecker Wild und tiefbernsteinfarbenes Bier genossen, gekrönt von Apfelstrudel und Espresso – für unsere Verhältnisse zu einem Spottpreis von sage und schreibe 20 Euro für alles.

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Bären, Felsen und die tschechische Bahn

Nach dem Frühstück liefen wir zuerst zur Post und steckten einige Postkarten, von Hand geschrieben, ein. Wann werden sie wohl ankommen und bei wem??? Anschließend ging es zum Bahnhof. Von dort fuhren wir eine Station zum Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung – Cerný Kríž.
Von dort wanderten wir durch den wunderschönen Wald bis zum Abzweig Bärensteig. Endlich konnten wir den weichen Waldboden spüren und besuchten zunächst das Grab der letzten Bärin des Böhmerwaldes. Sie wurde im Jahre 1856 von aufgeregten Jägern erlegt.
Danach ging es weiter zu einem weitläufigen Felsenlabyrinth, das wir ausgiebig erkletterten und begeistert eroberten. Erinnerungen an die Urlaube mit Lukas und Emma im Harz wurden wach! Sie hätten hier ihre wahre Freude.
Nach einem angemessenen Picknick und weiteren Felsformationen gelangten wir zur Waldbahnstation Ovesnà. Hier warteten wir auf den Zug aus Budweis, der uns zurück nach Stožec bringen sollte. Die Ansagen in der Landessprache verstanden wir soweit, dass es eine Verspätung gab. Allerdings war unklar, ob 20′, 30′ oder 60′ – da gingen unsere Meinungen auseinander. Schließlich waren es 45′ und so fiel der Nachmittagskaffee leider aus.
Dennoch war es ein wunderschöner Wandertag, den wir ohne Schwierigkeiten bewältigt und sehr genossen haben!

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Nur im Böhmerwald …

… wachsen so viele Birken. 🙂 Zumindest hatten wir diesen Eindruck während unserer ersten Wanderung, die uns u.a. zur Tussetkapelle und dem gleichnamigen Felsen führte. Die Kletterei wurde mit einem wunderbaren Ausblick belohnt. Anschließend war Kondition gefragt, als wir gefühlt kilometerweit auf asphaltierten Forstwegen durch den Wald liefen. Das Wegenetz ist besonders für Radfahrer und auch für Skifahrer im Winter sehr gut ausgebaut; leider fehlten weiche Waldwege an diesem Tag. Wir ließen uns jedoch nicht verdrießen und genossen bspw. den romantischen Uferplatz an der Kalten Moldau für das Picknick sowie die Stille, die nur gelegentlich durch Zugsignale oder Vogelgesang durchbrochen wurde. Schön anzusehen waren die Eisvögel – oder war es stets dergleiche Vogel, der vorbeischoss? Der Böhmerwaldexpress stellt ein perfektes Fortbewegungsmittel dar, in dem man auch Fahrräder problemlos transportieren kann!
Übrigens, da Ralf nun auch stolzer Besitzer eines Smartphones ist, haben wir die Regel aufgestellt, dass wir abwechselnd unsere Touren aufzeichnen. Mir bleiben demnach die geraden Tage für die Berichterstattung vorbehalten. 🙂

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Wunscherfüllungen

Das internationale COST-Meeting hatte Ralf erfolgreich abgeschlossen und nun begann auch für ihn der Urlaub. Ich hatte in Valtice ein Werbeschild für den Barfußweg gesehen – es gab ihn also wirklich! Ralf erfüllte mir den Wunsch, diesen gemeinsam mit ihm zu erobern! Der Weg begann und endete in Schrattenberg/Niederösterreich. Wir amüsierten uns prächtig an den verschiedenen Stationen und genossen die schöne Aussicht auf das Umland. Zu guter Letzt landeten wir noch in einem Weingut, verkosteten Weißwein und kauften schließlich auch einige Flaschen.

Das gute Wetter lockte uns dann noch einmal hinaus. Auf Ralfs Wunsch hin liefen wir durch den Schlosspark in Lednice, der sehr an den Wörlitzer Park erinnerte. Ralf fühlte sich immer an unsere Hochzeit erinnert. 🙂 Mit einem Bad im Salzsee schloss ich den schönen Tag ab.

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