Sonntagsausflug an die Mündung des Orb

Auch am Sonntag ging’s raus, diesmal ans Wasser. Die Reise sollte uns zur Mündung des Orb führen. Diesen Fluss haben wir schon das eine oder andere Mal gekreuzt, so am Lac d’Avène, in Bedarieux, in Roquebrun und in Bézier. Zwischen Orb und Mittelmeerküste erstreckt sich das Naturreservat Les Orpellières – dort spazierten wir durch Wiesen, über Dünen und am Strand entlang. Birgit entdeckte sogar einen Seestern! Nicht weit entfernt liegt der Ort Sérignan mit seinem Museum für Moderne Kunst. Wir besuchten zwei Sonderausstellungen von Simon Starling « A l’ombre du pin tordu » (« Im Schatten der verdrehten Kiefer ») und Maxime Rossi « Christmas on Earth Continued ». Das freundliche Museumspersonal erklärte uns die Installationen der Künstler, was uns den Zugang zu den Werken erleichterte. Habt ihr schon mal Musik gehört, die zu einem Schal verwoben wurde? Oder gar in einem Museum getanzt? Tja, da staunt ihr, was?! 🙂

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Herbstspaziergang durch den Botanischen Garten

Entgegen der schlechten Wettervorhersage schien doch wieder die Novembersonne. Nix mit Kuschelalarm. Doch wohin? Da es morgen schon ans Meer gehen soll und wir auch pünktlich zu Kaffee und Birnenkuchen zurück sein wollten, entschieden wir uns für einen Herbstspaziergang durch den Botanischen Garten. Schon lange waren wir nicht dort und einiges hat sich bereits verändert, anderes soll bis Ende nächsten Jahres fertiggestellt werden. Informative Schilder erklären einige der interessantesten Gewächse. So fanden wir eine Eiche mit kastanienähnlichen Blättern. Und ein Milchorangenbaum wartete mit apfelgroßen Früchten auf – prima geeignet als herbstliche Balkondekoration! 😉 Auch in der Altstadt gab es neue Geschäfte und Cafés zu entdecken. Wenn das Café Laureat doch nur nicht so verlockend wäre – der Birnenkuchen war jedenfalls sehr lecker! 🙂

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Sonntagsspaziergang am Étang de Thau

Die Novembersonne strahlte und so lag die Idee in der Luft, eine Ausflug zu unternehmen. Doch wohin? Irgendwohin, wo nicht Jäger die Gegend unsicher machen. Doch wo nur? Und allzu weit wollten wir auch nicht fahren. So konsultierten wir unsere Ausflugshefte und ließen uns zu einer Fahrt zum Étang de Thau, einem Boddengewässer unweit von Sète, inspirieren. Ach, was für eine wunderbare Wahl! Die Sonne lachte und der Weg führte gemächlich am Wasser entlang. Mal gab es Wasservögel zu beobachten, mal die abenteuerlichen Wendemanöver der Segelboote. Manch Boot ließ das Piratenherz höher schlagen. Mittags füllten sich die Terrassen der Ausflugsrestaurants und es duftete nach gebratenem Fisch, frisch auf den Tisch. Ein schöner Ausflug ganz nach unserem Gusto. 🙂

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Typischer Novembersommertag mit internationaler Beteiligung

Hello, ja, Novembersommer ist zur Zeit angesagt und ich gebe zu, dass es schwer fällt im Haus zu bleiben angesichts des schönen Wetters. Aber für alle, die evtl. neidisch sind auf die viele Sonne: Wir sind nicht freiwillig hier und ihr habt viele kleine Sonnen und eure Lieben immer in der Nähe! Bitte nicht vergessen!
Heute war ich mit Somaye unterwegs, der ihre Heimat, ihre Familie, ihre Freunde genauso fehlen wie mir. Ich lud sie ein, ihre neue Umgebung besser kennen zu lernen. Nun spreche ich weder Farsi, türkisch noch gut englisch und Somaye weder deutsch, französisch noch gut englisch. 😮 Aber wir haben uns dennoch nett unterhalten, amüsiert und die Natur genossen! Eine Wiederholung ist nicht ausgeschlossen!
Erkennt ihr den Ort? Seht ihr die Eisvögel fliegen?

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Voodoozauber im Herbstwald

Bevor Ralf nach Malle fliegt, um in dunklen Konferenzräumen Vorträgen über böse Krankheitserreger zu lauschen, lockte das sonnige Herbstwetter raus an die frische Luft. Wieder einmal ging es nach Restinclières, einem Anwesen mit Schloss, Park, Bächen und Hügeln. Dieser schöne Flecken ist schnell erreicht und wir spazierten durch den goldenen Herbstwald. Doch was war das? Schon am Eingang lauerte ein weißes Schlossgespenst auf uns und später trafen wir auf geheimnisvollen Voodoozauber. Genähte und bestickte weiße Gewänder in Form von Bäumen hingen zwischen den richtigen Bäumen – die Gewänder sollten wohl tote Bäume darstellen und uns mahnen, behutsam mit der Natur umzugehen. Na schaut selbst, was man sich da ausgedacht hatte…

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Wanderung an Allerheiligen

Allerheiligen ist ein Feiertag in Frankreich und auch Birgit hatte frei. So konnten wir erneut unsere Wanderbeine schwingen, zumal die Sonne uns herauslockte. Nach dem Frühstück ging’s nach Gallargues-le-Montueux, um uns dort auf einen 11-km Rundkurs zu begeben. Zunächst ging es zum Flusslauf des Vidourle und an diesem entlang. Welch gewaltige Wucht der Fluss wohl im September 2002 hatte, als er über die Ufer trat und für Verwüstungen sorgte? Unterwegs gab es immer mal wieder lustige oder lehrreiche Schilder zu bewundern und wir haben viel geschmunzelt. Die herbstliche Natur leuchtete (Wein) oder lag abgestorben da (Sonnenblumen). Interessant war der Besuch der Kapelle von Saint-Nazaire d’Aubais mit seinem hochmittelalterlichen Gräberfeld. Hungrig und voller Eindrücke kehrten wir zum Auto zurück – seht selbst, was wir erlebt haben!

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Der Herbst steht auf der Leiter …

Das wohl letzte goldene Herbst-WE kündigte sich gestern mit viel Sonne, aber auch stürmischem Wind an. Ab kommendem Donnerstag sind Regen und Temperaturrückgang vorhergesagt. Ralf hatte vorsorglich schon einige Spaziergänge im Nachbardepartement le Gard geplant, so dass wir bereits nach dem Frühstück startklar waren. Durch die Camargue fuhren wir nach Gallician und wurden von einer schönen Fluss-Kanallandschaft überrascht. Gut ausgebaute Radwege ließen uns von einer Radtour im Frühjahr träumen. Das Schild chasse interdite – Jagen verboten! ließ uns zunächst auf eine ruhige Ballade hoffen. Doch schon bald hallten Schüsse und wir mussten enttäuscht signalfarben bemützte und bewaffnete Mitbürger beobachten. Etwas beunruhigt liefen wir mutig weiter. Da wir sowohl Radlern als auch Joggern begegneten, legte sich unsere Unruhe und wir genossen den schönen Weg, der an Kanälen entlang und durch bunte Weinfelder führte. Die Weinleser hatten sogar einige Früchte zum Naschen zurückgelassen – kleiner, zuckersüßer Energieschub! Dies war heute wieder mal eine schöne Neuentdeckung unweit unseres Lebensmittelpunktes. 🙂

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La Viale, die achte (?), die neunte (?)

Kaum waren wir aus Deutschland zurück, stand auch schon wieder Philipp zu Besuch « auf der Matte ». 😉 Er nutzte die Tage, um sich mal von der Arbeit zu entspannen und sich etwas verwöhnen zu lassen. Einen Nachmittag spazierten wir in die Stadt und schauten uns eine Fotoausstellung des US-Amerikaners Ralph Gibson im Pavillon Populaire an. Am nächsten Tag fuhren wir nach Carnon und spazierten am Strand entlang.

Der Höhepunkt von Philipps Besuch sollte jedoch ein Wanderwochenende auf dem Causse Méjean werden. Wie schon einige Male zuvor nahmen wir wieder bei Sandrine in La Viale Quartier. War es nun schon das achte Mal oder das neunte Mal? So genau wissen wir es nicht mehr. Die erste Tour führte uns zu den Bögen von Saint-Pierre und zum Aven de Baoumo Rousso. Doch welch Katastrophe?! Die Hochlagen des Causse Méjean leiden unter starkem Befall des Pinien-Prozessionsspinners. Viele Bäume sind abgestorben und überall kriechen die ekligen Raupen herum. Hoffentlich vergeht das wieder, zumal es nicht ganz ungefährlich ist, da die nesselnden Brennhaare eine Raupendermatitis auslösen können.

Am Sonntag wanderten wir entlang der Corniches (= Felsvorsprünge) des Tals der Jonte – nicht zu verwechseln mit Cornichons (= Gewürzgürkchen, aber auch Dummkopf oder Trottel 😮 ). Wir hatten bei der Planung leider vergessen, dass Philipp etwas unter Höhenangst leidet. Dank guten Zuredens und eigenem Mutes meisterte er jedoch diese Herausforderung und war wie wir von den kreisenden Geiern beeindruckt. Tags darauf fuhr er mit dem TGV über Paris zurück in seine Heimat und wir hoffen, ihn auch nächstes Jahr wieder bei uns begrüßen zu dürfen.

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Herbstreise: Lutherstadt Wittenberg

Die letzte Etappe der Reise führte uns noch einmal in meine Heimatstadt, die Lutherstadt Wittenberg, wo in diesem Jahr der 500. Jahrestag der Reformation der Kirche mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert wurde und wird. Wir besuchten die Ausstellung im ehemaligen Gefängnis Luther und die Avantgarde. Sie nahm mehr Zeit als gedacht in Anspruch und hinterließ einen ausgesprochen positiven Eindruck bei uns. Schön waren die Treffen mit meinem Bruder und einer langjährigen Freundin sowie die Gespräche mit unseren Eltern.

Inzwischen sind wir wieder daheim in Montpellier und denken gern an die Tage in Deutschland zurück!

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Herbstreise: Station in Berlin

Von Dannigkow aus ging die Reise weiter nach Berlin zu Ralfs Eltern. Das Wetter wurde besser und wir konnten einige Rundgänge durch uns unbekannte Ecken der Haupststadt unternehmen.

Auf der Landkarte erregte der Begriff Prinzessinnengärten meine Neugier. So nahmen wir dies als Ausgangspunkt für den ersten Stadtspaziergang, der uns zum Engelbecken und zum Landwehrkanal führte. Am Ende besichtigten wir einen Teil der sehr interessanten Ausstellung im Jüdischen Museum.

Bereits bei der Vorbereitung unserer Reise planten wir einen Theaterbesuch im Berliner Ensemble. Wir wählten aus der Vielzahl der Angebote ein Stück von Camus aus – Caligula, was uns ob seiner Aktualität und Umsetzung sehr beeindruckte. Anschließend bedienten wir uns in einem italienischen Restaurant am Buffet und ließen den Abend mit der Bewunderung einiger Illuminationen auf Berliner Gebäuden ausklingen.

Ebenso lange erträumt und geplant war eine Saunasession im Thermalbad Bad Saarow. Auf dem Weg dorthin entführte Ralf mich ins Seengebiet, genauer zum Springsee. Als Kind verlebte er dort einen Teil seiner Sommerferien auf dem Zeltplatz. Eine Umrundung des Sees war nicht mehr möglich, da inzwischen ein Militärgebiet abgegrenzt worden war. So liefen wir durch den würzig duftenden Wald und staunten über die zahlreichen und zum Teil riesigen (wohl meist ungenießbaren) Pilze. Die deutsche Sauna war hinterher wunderbar leer und erholsam.

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