Spätsommergäste II

Um einen anderen Einblick in unsere Wahlheimat zu geben, fuhren wir in Richtung Tal der Tarn/ Causse Méjean / Florac. In Saint Chely du Tarn waren Wanderzimmer reserviert. Das dazugehörige Schwimmbad nutzten wir einmal. Ansonsten hieß es die Wanderschuhe schnüren, Picknick einpacken, Sonnencreme auftragen und los gehts.

Die erste Wanderung führte uns am Flussufer des Tarn entlang bis zu einem höher gelegenen Dorf, namens Hauterives – Hohes Ufer, das keine Straßenanbindung hat. Eine selbsgebaute, motorbetriebene Gondel für Frachten ist neben dem schmalen Pfad für Fußgänger, die einzige Verbindung zur Außenwelt. Bewohner trafen wir nicht an, aber schöne Blumengärten zeugten davon, dass es Einwohner geben mußte! Kleine Klettereien und ein erfrischendes Fußbad waren auf dem Rückweg inbegriffen. Abends ließen wir uns zu einem zünftigen Picknick zwischen dem Fluss Tarn und dem Ortsrand von Saint Chely du Tarn nieder. Romantisch ging der Tag zu Ende.

Am zweiten Tag fuhren wir hinauf auf das Plateau des Causse de Méjean. Ein unerwartet kalter Wind fegte uns zunächst die Sonnenhüte vom Kopf. Mit herrlichen Blicken über den Ort Florac wanderten wir an der Felskante entlang. Später ging es über Weideland zum Rückweg. Die Glücksbringerdisteln Cardabelle genannt, gab es in Hülle und Fülle. Pflücken ließen sie sich ob ihrer Stachligkeit allerdings nicht! Durch dichte Hecken stiegen wir auf schmalem Weg langsam ins Tal hinab. Eine Via ferrata – Klettersteig weckte meine Neugier. Ich kraxelte etwas herum, während die Anderen auf mich warteten. Zu guter Letzt verbiesterten wir uns im Gestrüpp, verpassten den « richtigen » Weg und gelangten buchstäblich auf allen Vieren wieder auf dem Plateau an! Verschwitzt, aber glücklich beendeten wir den Tag mit einem Abendessen im Restaurant der Auberge de Cascade!

Die dritte und letzte Ballade führte wiederum über das Plateau Causse de Méjean, aber diesmal zum Tal der Jonte. Pferde, Hunde und vereinzelte Wanderer begegneten uns hier. Wir naschten Brombeeren, beobachteten Geier im Flug und picknickten schließlich mit Blick auf Felsen und Buschwerk.

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