1. Etappe Sommerurlaub: Schwarzwald

Am 22. August starteten wir zu unserem zweiwöchigen Sommerurlaub. Eigentlich wollten wir nur « kurz » zu Monas Einschulung fliegen, doch dann machte uns Corona einen Strich durch die Rechnung. Da EasyJet sämtliche Flüge nach Berlin gestrichen hatte, entschieden wir uns fürs eigene Auto und ein paar Extratage zur Entspannung auf An- und Abreise. Die erste Station war das Ferienhaus Duffner unweit von Schonach im Schwarzwald. Da die Anreise auf einen Samstag fiel, rechneten wir mit dem Schlimmsten aufgrund von Urlaubsverkehrsstau und Grenzkontrollen. Doch nichts dergleichen widerfuhr uns und wir kamen bereits am späten Nachmittag in der praktischen Ferienwohnung an. Frau Duffner war sehr redselig und berichtete von ihrem Gewinn einer Kreuzfahrt fürs erfolgreiche Rätselraten. Anschließend blieb uns noch etwas Zeit für eine erste Erkundungstour rund um unser Feriendomizil.

Am Sonntag starten wir direkt am Ferienhaus zu unserer ersten Wanderung, die uns eine Zeit lang über den U(h)rwaldpfad Rohrhardsberg führte. Phantasievoll gestaltete Kuckucksuhren und kluge Sprüche warteten darauf, von uns entdeckt zu werden:

Tröste dich, die Stunden eilen, und was all dich drücken mag, auch die schlimmste kann nicht weilen, und es kommt ein anderer Tag.

(Theodor Fontane)

Die Zeit ist ein guter Arzt, aber ein schlechter Kosmetiker.

(William Somerset Maugham)

Von klugen Sprüchen schlauer geworden erreichten wir nach einer unfreiwilligen Dusche – aufgrund der Beregnung großer Holzstapel – den kleinen Ort Rohrhardsberg. Dort entdeckten wir voller Spaß einen schön angelegten KunstGarten. Und auch der hielt einen Spruch für uns bereit:

Traue keinem Ort, an dem kein Unkraut wächst.

Nach einem längeren Anstieg erreichten wir unseren Picknickplatz am Rande einer Waldwiese, die von blühender Erika geziert wurde. Gegen Ende der Tour kamen wir zum Naturreservat am Blindensee, einem Moorgebiet, das leider von Windkraftradgeräuschen beschallt wurde…

Am Montag fuhren wir zunächst nach Freiburg, wo wir unseren langjährigen Freund Harald abholten, um mit ihm gemeinsam zu einer Wanderung aufzubrechen. Diesmal sollte die Tour zu zwei Wasserfällen führen. Anfangs kamen wir an einer Himbeerplantage vorbei. Wer weiß, wie lange wir gebraucht hätten, wenn diese noch nicht abgeerntet gewesen wäre?! Eine schöne Tour durch Hochwald und an saftig grünen Waldwiesen entlang, auf der viel geplaudert wurde. Am Ende brachten wir Harald zum Bahnhof Kirchzarten mit Zwischenstopp in Stegen, wo wir uns an Kaffee und Kuchen gütlich taten. Kurz vor unserem Urlaubsziel wollten wir noch kurz in einen Supermarkt und fuhren auf der Suche nach diesem glatt mit der Kuckucksuhr ums Dorf… 🙂

Am dritten und letzten Tag entschieden wir uns für den Schwarzwaldbahn-Erlebnispfad. Vom Triberger Bahnhof ging es vorbei an der größten Kuckucksuhr hoch hinauf auf einige Aussichtsplattformen, von denen man die geschlängelte Streckenführung der Schwarzwaldbahn bestens begutachten konnte. Jeder Zug wurde mit großem HALLO begrüßt. Den Großvaterstuhl ließen wir links liegen – stattdessen besuchten wir die Räuberhöhle! 😮 Sie sah recht leer aus… An einer Labstelle verewigten wir uns im Wanderbuch und genehmigten uns ein Schnäpsle. Na dann Prost! 🙂

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