Impressionen aus Indien: Begegnungen

Hallo Ihr Lieben, heute nun also auch von mir erste Impressionen aus Indien. Wie mein Schatz schon schrieb, waren wir gern gesehene Fotomotive, am liebsten im Kreise der Inder. Das gab uns Gelegenheit, das eine oder andere Mal auch die Inder/innen in ihrer Pracht abzulichten. Die Frauen in ihren farbenfrohen Saris – und alle schienen andere Motive and Farben zu haben – waren eine Augenweide. Auch wurden wir gern per Handschlag begrüsst bzw. verabschiedet – der Körperkontakt ist den Indern wichtig und soll ihnen Glück bringen. All dies trifft allerdings nicht auf die erwachsenen Muslime zu, die sich eher bedeckt bzw. ganzkörperverschleiert darboten. Dazu wird es später sicher auch noch ein Foto geben. Nun also zunächst die Hindus und Buddhisten… außerdem leben in Indien noch Jainas, Sikhs, Christen, Juden und Parsen. Und auch « Eingeborene » (Adivasi), die an verschiedene Naturgottheiten glauben, sind noch in einigen Regionen anzutreffen.

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Weihnachten im Süden

Der Winter hat in diesem Jahr wohl in ganz Europa bisher mit Abwesenheit geglänzt. Wir planten daher kurz entschlossen um und wanderten am Heiligen Abend ein wenig durch die Mondlandschaft am Lac du Salagou. Dabei entdeckten wir wilde Tiere, eine Ruine und neue Wanderwege. Am Weihnachtsfeiertag lockte die Sonne ans Meer. Im Küstenort Grau-du-Roi verbrachten wir den Vormittag unter blauem Himmel und konnten sogar einen Schneemann beobachten. Euch allen noch angenehme Tage und einen guten Rutsch ins Jahr 2014!

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Ausflüge in die indische Geschichte

Eine der Hauptattraktionen in Sachen Geschichte bilden das Golconda Fort mit seiner imposanten Stadtmauer und den Gebäuden, die zum Teil noch gut erhalten sind, sowie die Qutb Shahi Sultangräber in Hyderabad. Mit unserem Freund Boris besichtigten wir diese Sehenswürdigkeiten ausgiebig und wurden dabei zum beliebten Fotomotiv. Aber auch Ralf ließ es sich nicht nehmen, Bilder von jungen, hübschen Inderinnen zu machen. 🙂 Im Fort kaufte er zudem einen angeblich wertvollen Stein von einem Händler aus Mumbai, der ihm auch noch seine jüngste Tochter zum Geschenk machen wollte! Das waren neue Erfahrungen für uns. Der Stein kam mit, das Mädchen blieb natürlich bei seiner Familie!

Ralf hatte im Vorfeld der Reise einen zweitägigen Ausflug nach Warangal organisiert. Wir wurden morgens gegen 8h30 von einem Taxi abgeholt, dessen Fahrer uns fast die ganze Zeit begleitete. Wir übernachteten in einem Mittelklassehotel und unternahmen am Abend unseren ersten Spaziergang allein durch indische Straßen. In einer Pizzeria aßen wir gut und preiswert zu Abend. Besichtigungen von Tempeln, die teilweise sehr abseits lagen, bescherten uns neben einer abenteuerlichen Fahrt auch Einblicke in das alltägliche Dorf- und Straßenleben Indiens. Meine Kamera blieb meist kalt im Rucksack stecken, da ich vom Anblick der exotischen Welt so berührt war. Ralf hat vieles festgehalten und ihr dürft euch auf interessante Bilder freuen. Von mir hier noch eine kleine Galerie als Vorgeschmack.

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Indisches Handwerkszeug

Beim Betrachten der Bilder auf meiner Kamera fielen mir nachfolgende Fotos auf. Ich nahm sie bei Spaziergängen auf und sie verdeutlichen, mit welch’ primitiven Mitteln in Indien agiert wird. Bei den Ausflügen beobachteten wir, dass es quasi keinen Arbeitsschutz auf  den Baustellen gibt. Sehr viele Arbeiten werden manuell und ohne technische Hilfsmittel verrichtet. Mit den abgebildeten Drahtbürsten wurde bspw. der Putz an den Kuppelgbäuden abgekratzt. Baugerüste bestanden aus Holzstelen, die mit Seilen zusammengeknotet wurden.

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Indisches Reisecurry – ein Resumé

Eine Reise nach Indien – davon haben schon viele in unserem Umfeld geträumt. Für uns wurde sie möglich, nachdem Ralf als Redner auf eine wissenschaftliche Konferenz nach Hyderabad, Bundesstaat Andhra Pradesh, eingeladen worden war. Ich flog meinem Liebsten am 3. Dezember sprichwörtlich hinterher und gemeinsam verbrachten wir zehn interessante Tage auf dem asiatischen Kontinent.

Indien war das reinste Kontrastprogramm: Tempel, wo für jeden religiösen Akt, wie Segnungen mit einem Löffel Pfefferminz-Kampferwasser, ungeniert Geld verlangt wird; Moscheen; Palastruinen, in denen wir ungestört herumklettern konnten; Prachtbauten, wo wohltuende Stille im Gegensatz zum hupenden, chaotischen Straßenverkehr herrschte; sommerliche Temperaturen, bei denen ich dennoch darauf bedacht war, möglichst wenig Haut zu zeigen, da dies unschicklich ist; lebhafte Kinder in unterschiedlichen Schuluniformen, die im Zoo und in Parks scheinbar Außenunterricht erhielten; Frauen in leuchtend bunte Saris gekleidet, die zusammen mit riesigen knalligen Werbeplakaten das häßliche Staubgrau der Gebäude und Wege überdecken helfen sollten sowie Invasionen gelber, dreirädriger Tuck-Tucks und Motorräder mit unbehelmten Fahrern, deren Sozia sich elegant seitwärts an einem Griff und mit Kindern im Arm festhielten, während das Gefährt sich seinen Weg durch den abgasreichen dichten Verkehr schlängelte. Überhaupt waren Abgase, Schmutz und Müll teilweise unerträglich und wir fragten uns mehr als einmal: Wie kann man so leben? Stört es niemanden, wenn er pausenlos auf Plaste und Abfälle tritt und die Atemluft offensichtlich giftschwanger um alles Lebende wabert?

Wir als « Weiße » waren zudem Exoten, mit denen sich die Einheimischen fotografieren lassen wollten, denen die Hände geschüttelt und die nach ihrem Namen, ihrer Herkunft gefragt wurden. Wir symbolisierten das reiche Europa und galten als Glücksbringer. Meist waren die Begegnungen freundlich und amüsant. Es gibt bis jetzt nur wenige Touristen, die diese Region bereisen, so dass die Inder hier noch nicht an sie gewöhnt sind. Dies spürten wir in einer angenehmen Natürlichkeit der Einwohner, mit denen wir in Kontakt kamen. Sie waren eher zurückhaltend und stürzten nicht gleich auf uns los.

Um von A nach B zu gelangen, mieteten wir uns Cabcars – Taxen, deren Tarife im Vergleich zu hier so unverschämt günstig waren (für einen Tag zahlten wir umgerechnet 15,00 Euro an den Fahrer, der uns überall hinfuhr und dann wartete). Dies war sehr komfortabel und praktisch. Kehrten wir in unser Hotel zurück, traten wir in eine Parallelwelt voll Sauberkeit und Luxus. Wir wurden mit tollem, indischen und auch europäischen Essen verwöhnt. Das Büffet war immer super! Die Köche erklärten uns in einem zwar manchmal schwer verständlichen Englisch die Speisen, ihre Herkunft und Zubereitung. Immer wieder betonten sie, dass sie alles kochen könnten, was wir uns wünschten. Es tat gut, wenn wir aus dem lebhaften Stadtleben kamen, diese Oase zu haben.

Es war eine besondere Reise, die ich nicht missen möchte. Sie zeigte mir einmal mehr, wie gut es uns hier in Europa geht und in welchem Wohlstand wir leben. Nun noch einige erste Fotos, bevor es einen detaillierteren Bericht geben wird.

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Römische Herbstfarben

Der Wetterbericht sagte Dauerregen voraus und so nutzten wir den noch trockenen Sonntagvormittag für eine kleine Promenade mit Herbststimmung. Aus dem Wanderführer für die Umgebung von Montpellier, suchte Ralf eine ca. 5 km kurze Strecke heraus. Der Ort Murviel überraschte mit Ausgrabungsstätten aus der Römerzeit. Über steinige Trassen, gesäumt von graugrünen Eichen sowie buntbelaubten Sträucher ging es leicht auf und ab. An einigen Rebenstöcken baumelten verträumte, süße Trauben, von denen wir naschten. Ein Rundgang durch das hübsche Dorf bildete den Abschluss. Auf der Rückfahrt setzte dann der Regen ein und wir kuscheln uns nun im gemütlichen Heim ein.

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ZAT – Wat is dat?

Der elfte elfte ist ein offizieller Feiertag in Frankreich. Preisfrage: Was wird gefeiert? Falsch. Es ist nicht der Karneval. Also weiter knobeln. 🙂

Wir waren am sonnigen, arbeitsfreien Montag in unserem Wohngebiet Boutonnet unterwegs in Sachen ZAT= Z one A rtistique T emporaire, auf deutsch nicht schwer zu erraten: Zeitkunstzone. Die Verantwortlichen hatten in den Straßen Kunstobjekte installiert und verschiedene Veranstaltungen organisiert. Augen- und Ohrenschmaus  – dies war das Konzert eines Pfeifers, der klassische Melodien pfiff und das Publikum temperamentvoll und witzig mitriss. Wir erlebten wieder einmal das « zentralisierte » französische Völkchen, dass jede noch so alte Filmmelodie erkannte und immer begeisterter mitging. Anschließend besichtigten wir ein Fabrikgelände auf dem urige Musikinstrumente ausgestellt und vorgeführt wurden. Die Arbeiter im Blaumann waren ein etwas seltsam anmutendes, aber fröhliches Völkchen. Die Demonstration der Rock’n’Roll-Swingmaschine war genial! Kennt ihr die Formel? Wir konnten sie gestern erlernen. 🙂

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Toussaint – Allerheiligenwochenende in Frankreich

Während in meiner Heimatstadt Lutherstadt Wittenberg das Reformationsfest u.a. mit den leckeren Lutherbrötchen zelebriert wird, begehen die Franzosen Allerheiligen. Mit Chrysanthemen, Alpenveilchen und bunten Gestecken schmücken sie die Gräber ihrer verstorbenen Angehörigen. Ralfs Institut war geschlossen und ich hatte auch dienstfrei. Wir versuchten, drei Wandertage in der Nähe mit Übernachtung in einem Gîte zu organisieren, aber aufgrund der hiesigen Ferien und unserer Kurzentschlossenheit war keine nette freie Unterkunft mehr zu bekommen. So beschlossen wir, punktuelle Ausflüge von unserem zu Hause aus zu machen. Freitag waren noch Einkauf und Haushalt zu bewältigen. Aber am Nachmittag fuhren wir in die Domäne Restinclière und raschelten durch das Platanenlaub. Am Samstag besichtigten wir die Kleinstadt Uzès nahe dem Pont du Gard. Die Anfahrt geriet länger als geplant, da wir durch Nîmes geleitet wurden! Am späten Vormittag trafen wir ein und wurden vom romantischen Markttreiben bezaubert. Düfte, Farben, Musik – wir ließen uns treiben und genossen das Flair. Bei Crêpes und Kaffee ruhten wir aus, bevor es beschwingt über Sommières heimging.


Heute, am Sonntag, spazierten wir am Canal du Midi entlang. Die im Büchlein beschriebene Wanderung blieb allerdings unter unseren Erwartungen. Entweder wurde die übelriechende Müllhalde erst kürzlich gebaut oder der Wegempfehler hatte eine verstopfte Nase. Aber auch so standen Aufwand für Anfahrt und Genuss leider nicht im Verhältnis. Wir ließen uns dennoch nicht verdrießen und träumten am Ufer in Hausbootnähe mit Blick auf Weinfelder in die Zukunft.

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Auf den Spuren der alten Römer

Die van Gogh-Stadt Arles war Ziel eines Ausfluges mit Philipp. Während der Fahrt regnete es in Strömen und wir glaubten an nasse Füße. Aber der Wettergott war uns hold und schob die dicken Wolken zwar langsam und bedächtig, aber beiseite. So stand der Erkundung des Städtchens nichts mehr im Wege. Zunächst zog eine Demo gegen die geplante Rentenreform unsere Aufmerksamkeit auf sich, ehe wir eine Ausstellung des uns unbekannten Malers Olivier O. Olivier besuchten. Seine meist lustigen Bilder gefielen uns. Mit Aussicht auf die Ruine der römischen Arena aßen wir Crêpes und ruhten aus.

Am Nachmittag spazierten wir nochmals auf den Spuren unserer Vorfahren im Ausgrabungsgebiet Ambrussum bei Lunel. Punkt 16 Uhr setzten wir uns zum obligatorischen goûter, dem Pendant zum englischen Fünf-Uhr-Tee oder dem deutschen Nachmittagskaffee, an den Rand einer Ruine und knabberten Kekse. Kaffee gab es aus der Thermoskanne. Nach all den Geschichten ging es heim, wo wir beim Abendmenü fröhlich plauderten.

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Tübinger Eindrücke

Der dritte Abschnitt meiner Deutschlandreise begann mit dem Flug von Berlin nach Stuttgart, wo ich von Ralf und seinem Sohn Philipp erwartet wurde. Da die Sonne schien, luden mich die beiden zu einer Wanderung zur Burgruine Hohenurach und dem Uracher Wasserfall ein. Das Laub an den Bäumen begann sich bereits zu färben und es duftete würzig nach Waldpilzen. Am Wasserfall gab es eine zünftige Vesper mit Weißwurst und Hefeweizen. In Tübingen genossen wir außerdem deutsches Theater und Kino; wir tätigten einige Einkäufe und badeten ausgiebig im Thermalbad in Beuren.

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