2. Etappe Sommerurlaub: Lutherstadt Wittenberg

Die Altstadt von Wittenberg aus einem anderen Blickwinkel gesehen – dafür organisierte ich eine Fahrt mit der einzigen Rikscha, die in meiner Heimatstadt unterwegs ist. Der Anlass war der 80. Geburtstag meines Vaters und ich finde, gemeinsam verbrachte Zeit und/oder ein gemeinsames Erlebnis sind die schönsten Geschenke! Eine Mitarbeiterin der Touristeninformation half mir, den Kontakt herzustellen und die Buchung für den 28.8. um 10h00 wurde via Internet besiegelt.
Am Morgen des Ausfahrttages regnete es in Strömen und ich beobachtete mit Sorge den Himmel. Doch pünktlich zur Abfahrt riss die Wolkendecke auf und die Sonne kam hervor. 🙂 Der Rikschafahrer erwartete uns bereits und begann sogleich mit seinen informativen Ausführungen. Wir hörten Neues und Bekanntes; Vati konnte mit einem Hinweis bezüglich der Konstruktion des Eispavillons eine kleine Korrektur im Vortrag anregen. Nach vergnüglichen 1,5 h erreichten wir den Ausgangspunkt der Tour und liefen nun noch per pedes durch die Straßen. Ich löste in einem Buchladen in der Collegienstraße einen Geburtstagsscheck ein, bevor wir uns im Café Klatschmohn zu einer Stärkung mit dem Rest der Familie trafen.

Ein weiteres Familienevent wurde ein gemeinsames Mittagessen im Restaurant « Zum Stein » in Wörlitz. Auch dies wurde von Montpellier aus organisiert; nicht zuletzt in Erinnerung an unsere Hochzeit im Jahre 2012 in diesem schönen Ort, dem wir zu jeder Jahreszeit Besuche abstatteten. Das Essen war lecker, der Wein sehr gut, die Bedienung diskret und aufmerksam. Ein Spaziergang durch die Gefilden des Parks rundete das Treffen ab und auch hier schwelgten wir in Erinnerungen…

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1. Etappe Sommerurlaub: Schwarzwald

Am 22. August starteten wir zu unserem zweiwöchigen Sommerurlaub. Eigentlich wollten wir nur « kurz » zu Monas Einschulung fliegen, doch dann machte uns Corona einen Strich durch die Rechnung. Da EasyJet sämtliche Flüge nach Berlin gestrichen hatte, entschieden wir uns fürs eigene Auto und ein paar Extratage zur Entspannung auf An- und Abreise. Die erste Station war das Ferienhaus Duffner unweit von Schonach im Schwarzwald. Da die Anreise auf einen Samstag fiel, rechneten wir mit dem Schlimmsten aufgrund von Urlaubsverkehrsstau und Grenzkontrollen. Doch nichts dergleichen widerfuhr uns und wir kamen bereits am späten Nachmittag in der praktischen Ferienwohnung an. Frau Duffner war sehr redselig und berichtete von ihrem Gewinn einer Kreuzfahrt fürs erfolgreiche Rätselraten. Anschließend blieb uns noch etwas Zeit für eine erste Erkundungstour rund um unser Feriendomizil.

Am Sonntag starten wir direkt am Ferienhaus zu unserer ersten Wanderung, die uns eine Zeit lang über den U(h)rwaldpfad Rohrhardsberg führte. Phantasievoll gestaltete Kuckucksuhren und kluge Sprüche warteten darauf, von uns entdeckt zu werden:

Tröste dich, die Stunden eilen, und was all dich drücken mag, auch die schlimmste kann nicht weilen, und es kommt ein anderer Tag.

(Theodor Fontane)

Die Zeit ist ein guter Arzt, aber ein schlechter Kosmetiker.

(William Somerset Maugham)

Von klugen Sprüchen schlauer geworden erreichten wir nach einer unfreiwilligen Dusche – aufgrund der Beregnung großer Holzstapel – den kleinen Ort Rohrhardsberg. Dort entdeckten wir voller Spaß einen schön angelegten KunstGarten. Und auch der hielt einen Spruch für uns bereit:

Traue keinem Ort, an dem kein Unkraut wächst.

Nach einem längeren Anstieg erreichten wir unseren Picknickplatz am Rande einer Waldwiese, die von blühender Erika geziert wurde. Gegen Ende der Tour kamen wir zum Naturreservat am Blindensee, einem Moorgebiet, das leider von Windkraftradgeräuschen beschallt wurde…

Am Montag fuhren wir zunächst nach Freiburg, wo wir unseren langjährigen Freund Harald abholten, um mit ihm gemeinsam zu einer Wanderung aufzubrechen. Diesmal sollte die Tour zu zwei Wasserfällen führen. Anfangs kamen wir an einer Himbeerplantage vorbei. Wer weiß, wie lange wir gebraucht hätten, wenn diese noch nicht abgeerntet gewesen wäre?! Eine schöne Tour durch Hochwald und an saftig grünen Waldwiesen entlang, auf der viel geplaudert wurde. Am Ende brachten wir Harald zum Bahnhof Kirchzarten mit Zwischenstopp in Stegen, wo wir uns an Kaffee und Kuchen gütlich taten. Kurz vor unserem Urlaubsziel wollten wir noch kurz in einen Supermarkt und fuhren auf der Suche nach diesem glatt mit der Kuckucksuhr ums Dorf… 🙂

Am dritten und letzten Tag entschieden wir uns für den Schwarzwaldbahn-Erlebnispfad. Vom Triberger Bahnhof ging es vorbei an der größten Kuckucksuhr hoch hinauf auf einige Aussichtsplattformen, von denen man die geschlängelte Streckenführung der Schwarzwaldbahn bestens begutachten konnte. Jeder Zug wurde mit großem HALLO begrüßt. Den Großvaterstuhl ließen wir links liegen – stattdessen besuchten wir die Räuberhöhle! 😮 Sie sah recht leer aus… An einer Labstelle verewigten wir uns im Wanderbuch und genehmigten uns ein Schnäpsle. Na dann Prost! 🙂

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Stadtspaziergänge

Wir hatten Besuch aus Deutschland in unserer Nähe. Nicole und Familie hatten für eine Woche ein Mobilhome (Bungalow) auf dem Campingplatz in Boisseron/Garrigue gemietet. Einige Zeit verbrachten wir gemeinsam, um ihnen u.a. Montpellier zu zeigen. Am Freitag führte ich sie alle vier herum. Dabei aßen wir auf dem schönen Platz der Neuen Kapelle Crêpes und/oder Galette bevor es weiter durch die Gassen ging. Zurück in unserer Wohnung begann ein tolles Carcassonneturnier; es freut uns, dass wir wieder neue Mitstreiter für dieses schöne Spiel gefunden haben. 🙂
Der Samstag wurde zum Teil zum Mädelstag erklärt. Nicole und ich schlenderten erneut durch die Innenstadt von Montpellier und später auch noch durch Antigone bis zum Lez. Dabei erzählten wir viel und auf dem Markt erstanden wir jeder ein neues Täschchen. Schön war’s und heute sind die vier weiter an die Côte d’Azur gereist!
Für uns beginnt nun auch endlich die Urlaubsvorbereitung und wir freuen uns schon sehr auf die Wiedersehen in der Heimat!

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« Kleiner » Sonntag am Montag

Am WE betreute ich die Residenten im Heim und Ralf arbeitete ebenfalls, so dass wir am Montag gemeinsam mit unseren Freunden aus Gera einen Ausflug in die Vogelbeobachtungsstation nahe St. Maries-de-la-mer unternehmen konnten. Sie sind zum ersten Mal in der Region und fanden Quartier auf einem Campingplatz in der Nähe von Montpellier. Wir verabredeten uns am Eingang des Parks und zunächst erstaunten uns die vielen Menschen und Fahrzeuge, die wie wir versuchten einen freien Parkplatz zu ergattern! Wir hatten soviele Besucher noch nie gesehen und dies an einem Montag auch nicht erwartet! Schließlich parkten wir ein bißchen französisch auf dem Stehplatz für Busse, aber da waren wir nicht die Einzigen 🙂
Im Gelände verteilten sich die Vogelfreunde dann rasch. Ich hatte von 12000 in der Camargue geschlüpften Flamingoküken gelesen und hoffte eigentlich einige davon zu Gesicht zu bekommen. Normalerweise gibt es nur 2000-3000 Junge, aber im Frühjahr 2020 hatten die Flamingos Ruhe, denn die Menschen mußten zu Hause bleiben – so die Erklärungen! Es war recht schwül, so dass wir nur die kleine Runde im Areal schafften, wo wir hauptsächlich Flamingos, aber auch Reiher, Störche sowie Enten zu Gesicht bekamen. Leider war kein einziges Küken zu sehen.
Danach fuhren wir weiter ans Meer, wo wir im herrlich wohltemperierten und welligen Wasser badeten. Am Abend versammelten wir uns zu Spaß und Spiel auf dem Campingplatz. Erst nach Mitternacht waren wir wieder daheim – es war ein wunderbarer « kleiner » Sonntag am Montag 🙂

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Sommerbäckersuche

Leider ist unser Lieblingsbäcker zur Zeit im Urlaub und Dank meiner Pausenschnitten fürs Institut sind auch unsere Vorräte im Gefrierschrank geschrumpft. Nun ja, wir haben noch gefühlte 10 weitere Bäcker, die gutes Brot anbieten. Dreien von ihnen wollte ich heute einen Besuch abstatten, in der Hoffnung, dass wenigstens einer geöffnet ist. Mit der Straßenbahn ging’s ins Stadtzentrum und hinter dem Restaurant « Die alten Bäder » steuerte ich einen relativ neuen Bäcker mit urigem Brot an. Und in der Tat, mein Besuch war erfolgreich! 🙂
Danach nutzte ich den Samstagvormittag für einen Stadtbummel. Vorbei an den beiden anderen Bäckern – die ebenfalls geöffnet hatten – ging es kreuz und quer durch die alten Gassen von Montpellier. Ein neues Graffiti gab’s auch wieder und ein anderes wurde erneut fotografisch in Szene gesetzt. Und im Maison Régionale des Vins et des Produits du Terroir (« Regionales Haus der Weine und lokalen Produkte ») wurden ein paar leckere Tropfen erstanden. Na dann Prost!

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Große hochsommerliche Stadtrunde

Samstagmorgen haben wir Tischtennis gespielt. Doch was tun am Sonntag, wenn die Temperaturen auf 35 Grad klettern? Am Meer ist es zu sonnig, in der Wanderlandschaft zu heiß, und zum Lac du Salagou wollten wir nun nicht schon wieder. Also ging es am Sonntagvormittag auf große Stadtrunde à la Ralf. Per Tram fuhren wir zum neuen Rathaus und von dort am Fluss entlang, dann durch Antigone und über den Place de la Comédie hinein in die schattenspendende Altstadt. In einer kleinen Gasse fanden wir den ausgeleerten Inhalt eines Portemonnaies, abgefahrene Tramtickets, eine MGEN-Krankenversicherungskarte und eine Karte vom Militär, die den Eigentümer berechtigt, gratis mit der Bahn zu fahren. Das sah doch sehr nach den Überresten eines Taschendiebstahls aus. Wir steckten die zwei Karten ein, um sie per Post an die zuständigen Behörden zu schicken. Kurz danach kamen wir zum Platz oberhalb der Kirche Saint-Roch, auf dem wir schon 2002 saßen und uns des Lebens freuten. Diesmal erfreuten wir uns an einem Eiskaffee. 🙂 Kreuz und quer ging es weiter durch die Altstadt und schließlich nach Hause. Und den Nachmittag verlebten wir entspannt auf Balkonien…

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Blautrunken durch Montpellier

Wieder mal ein Arbeitswochenende für Birgit und zwei Stromertage für mich. Mein Plan war, Sushi fürs Abendessen und Beerenfrüchte für einen selbstgebackenen Kuchen zu kaufen. Unterwegs entdeckte ich wieder einige neue Graffitis – das machte mir wie immer viel Spaß. Bei all dem strahlte der Himmel in seinem herrlichsten Blau und machte mich ganz trunken… 🙂

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Mal wieder in der Innenstadt von MPL

Seit langem hatten wir uns nicht gesehen: Sylvie und ich. Die Zeichenkurse waren ausgefallen, ich arbeitete unregelmäßig – irgendwas war immer. Aber heute hat es geklappt und wir zwei machten einen schönen Rundgang durch Montpellier. Zuerst in den Botanischen Garten, dann durch die sehr belebten Gassen (SommerferienTouristen) und zuletzt pausierten wir bei einem Thé glacé unter Platanen am Place de Canourge. Es war ein wunderbarer Nachmittag, an dem wir uns mal wieder so richtig ausgequatscht haben. 🙂

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Auf der Flucht vor der Hitze

Der erste Hitzerekord von 37 °C ereilte Montpellier am letzten Sonntag. Wir hatten daher schon im Vorfeld beschlossen, aus der Stadt hinauf in die Cevennen zu flüchten. Von Visorando kam wie gerufen eine Empfehlung für einen Weg von der Cascade d’Orgon ausgehend. Dieser erwies sich als sehr angenehm zu laufen und weitgehend im Schatten liegend. Wir genossen diese Wanderung, die wir in ähnlicher Form bereits zweimal bestritten hatten.
Somit hatten wir den ersten wirklich heißen Tag gut überstanden und saßen noch lange auf dem Balkon mit Kerzenlicht und Erfrischungen.

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Per Bus nach Aiguelongue und zum Lez

Während mein Schatz auf Arbeit schwitzte, führte mich ein Nachmittagsausflug zum Lez. Per Bus ging es bequem zur Endhaltestelle in Aiguelongue. Von dort ist es nicht mehr allzu weit bis zum Naturreservat von Lunaret. Ein schöner schmaler Pfad zieht sich dort am Ufer des Lez entlang. Einige Badelustige hatten sich eingefunden, andere machten Picknick oder vergnügten sich bei Sport und Spiel. Am anderen Ende angelangt nahm ich den Bus bei Agropolis, der mich bequem wieder zurück in heimatliche Gefilde brachte. Manch einer wird sich an dieses nette Kleinod von Montpellier erinnern, nicht wahr? 🙂

Sonntag « durfte » mein Schatz noch einmal schwitzen, während ich meine Stimme für zwei in die Wahlurne fallen ließ. Am Vortag hatte ich vom Bus aus ein paar versteckte Wege in Aiguelongue entdeckt, denen ich heute folgen wollte. Alles klappte nicht, da ein Abschnitt privat war und ein anderer verwildert. Aber das meiste ließ sich gut laufen und vieles kannte ich auch schon aus Zeiten der Corona-Quarantäne. An der Busendhaltestelle angekommen löste ich noch ein Sudoko, und dann ging’s auch schon wieder zurück in unsere Wohnung.

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