Der Aufstieg zum Gipfel des Hungry Hill …

… aus meiner Sicht. Wir standen also morgens vor einem schroffen Bergzug, dessen höchste Erhebung Hungry Hill darstellte. Ich meinte ganz locker: Na, dieser Hügel macht mir keine Sorge. Kurzer Anstieg und dann quer durch die gut sichtbare Scharte – das wird eine angenehme Wanderung. Doch schon bald wurde ich eines besseren belehrt. Nach anfänglicher Kraxelei, bei der mir meine Bergziegengene zugute kamen, begann der « richtige » Aufstieg – beinahe senkrecht hinauf. Glaubten wir oben zu sein, dann « wuchs » der Berg Stück um Stück. Später vermuteten wir, dass wir den Einstieg zum Wanderweg verfehlt hatten und somit eine Variante gelaufen waren. Ralf blieb einmal zurück, um Blumen zu fotografieren und ich wartete auf halber Höhe auf ihn. So entstand die folgende Fotoserie, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Es war mit Abstand die schwierigste und längste Wanderung unseres Irlandurlaubs, aber auch sehr ereignisreich.

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Zweite Etappe: rund um Glengarriff (20.-23. Juni)

Von Thomastown ging es weiter Richtung Südwesten (259 km). Unterwegs legten wir einen Zwischenstopp ein und spazierten rund um den Ardmore Head (4 km). Der Ort Ardmore hat einen interessanten alten Friedhof mit Rundturm – einem Wahrzeichen Irlands – und Kirchruine. Außerdem eine Post für die Briefmarken gen Heimat, einen klappbaren Kletterturm, bemalte Fassaden und den angeblich schönsten Designladen Irlands. Fast wäre Ralf bei einer Teekanne für Verliebte schwach geworden…

Unser zweites Domizil befand sich in der Nähe von Glengarriff, ein sympathisches Farmhaus – die Magannagan Farm – mit putzigen Zimmerchen, der netten Wirtin Bridget, einem hübschen Picknickplatz und einem Futterrohr für allerlei bunte Vögelchen. Hier trafen wir ein nettes Pärchen aus den USA, wie so viele andere auch mit irischen Wurzeln. Am ersten Tag bestiegen wir den Hungry Hill (12 km, 800 Höhenmeter) – wahrscheinlich heißt der Berg so, weil wegen schlechten Wetters kein Picknick möglich ist und man den Berg hungrig verlässt. 😉 Wolken zogen bedrohlich auf und auf dem Rückweg gerieten wir schließlich in Dauerregen. Zu allem Unglück nahm Birgit auch noch ein Moorbad. Was waren wir froh, im B&B warm duschen zu können!

Der nächste Tag war anfangs noch wolkenverhangen. Nichtsdestotrotz machten wir uns auf zur Südwestspitze der Halbinsel Beara. Von dort kann man mit einer abenteuerlichen Seilbahn, die auch zum Viehtransport benutzt wird, auf die Insel Dursey übersetzen. Welch einsamer Ort! Nur sechs Menschen leben noch auf der Insel, die sich strikt an die Höchstgeschwindigkeit vom 100 km/h halten. 🙂 Birgit untersuchte die Elektroinstallation für die Experten in Deutschland. Es stürmte und stürmte – der Orkansimulator in Montpelliers Aquarium erschien mir harmlos dagegen. Ein Schiff schaukelte verwegen in den Wellen, Wale ließen sich nicht blicken, Schafe liefen erschreckt davon…. 14 km und 400 Höhenmeter, doch auf den Bus warteten wir vergeblich. 😉



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Balkonien

Vor fast einem Jahr bekamen wir die Schlüssel für unsere Eigentumswohnung und gingen voller Eifer ans renovieren und gestalten. Der Balkon blieb zunächst verwaist und bekam im Frühjahr nach und nach eine Bepflanzung. Nachdem ich erstmal ein wenig enttäuscht von der Schattigkeit auf der Terrasse war, bin ich jetzt im Hochsommer jedoch sehr froh darüber. Die Pflanzen gedeihen besser und wir können den ganzen Nachmittag draußen verbringen. Von unten hören wir Kinderlachen vom Pool. Das erzeugt eine Feriendorfatmosphäre und ist sympa. Zum Geburtstag bekam ich ein Samenkit von der Familie meines Bruders. Die Sonnenblumen stehen sehr gut, die Kamille blieb mini und das Sommerblumensortiment überraschte mit einer Korianderpflanze 🙂 Sie wird demnächst im Kräuterquark oder im Couscous landen. Auch die roten Kleeblätter, die aus den Piesteritzer Knöllchen meiner Eltern sprießen, sind sehr dekorativ und widerstandsfähig bei zur Zeit 32 °C Sommersonnentemperatur. Und wie ergeht es euren Gärten?


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Irlandsplitter

Viele von euch wissen, dass es mir Schilder und Kuriositäten aller Art, die mir während unserer Reisen und Ausflüge begegnen, besonders angetan haben. In Irland fand ich eine Fülle von Motiven. Zunächst der an vielen öffentlichen Einrichtungen existierende Sammelplatz im Brandfall, diverse Verkehrszeichen, Wanderwegsmarkierungen und sonstige Hinweisschilder zum Umgang mit den Mitmenschen. Viel Spaß beim Deuten!

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Irische Erfahrungen

Bei unseren Wanderungen begegnete uns wieder allerlei Kurioses. Bei der Wanderung zu den Cliffs of Moher, unter uns gesagt sind sie überwertet und touristisch ausgeschlachtet – Irland bietet wildere Cliffs ;-), hatten wir zum Überqueren einer Feldsteinmauer die Wahl zwischen zwei mode d’emploi. Ralf wird es demonstrieren:

Hm, leider bringt das Programm oder ich (?) immer wieder die Reihenfolge der Bilder durcheinander. Somit habt ihr gleich noch eine Knobelaufgabe: Wie ist Ralf hinter das Tor gekommen? Wir freuen uns auf eure Auflösungen. 🙂

Ralf: Heute am 7. August habe ich endlich den Trick gefunden, die Bilder in die richtige Reihenfolge zu bringen!!

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Blumige Ergänzung

Irland ist nicht nur die Insel mit dem Kleeblattsymbol, sondern hat auch eine reiche Flora! Die Natur schien sich während unserer Reise gerade im Frühling bzw. im Frühsommer zu befinden. An allen Ecken blühte und duftete es. Hier nun einige irische Blumensträuße.

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Erste Etappe: von Montpellier nach Kilkenny (17.-20. Juni)

IRLAND! Schon lange ein Sehnsuchtsort. Dieses Jahr wurde dieser Traum wahr. Um 7:30 Uhr klingelte der Wecker. Per Straßenbahn, TGV, RER, Aer Lingus und einem feuerroten Opel Astra ging es nach Thomastown im County Kilkenny. Alles lief wie am Schnürchen, nur die ungewohnte Fahrweise – Linksverkehr, Lenkrad rechts, Gangschaltung links – forderte unsere Konzentration und Nerven. Manches Mal, wenn ich in einen anderen Gang schalten wollte, lag Birgits Hand auf dem Schaltknüppel, ganz in ihrer Fahrtradition. 😉

Am Abend trafen wir an unserem ersten Bed & Breakfast (B&B) ein, dem Abbey House in Jerpoint bei Thomastown. Helen, die charmante Wirtin, empfing uns mit Tee und Gebäck – welch Rettung, denn zum Essengehen war es schon zu spät (Gasthäuser schließen zeitig auf den britisch-irischen Inseln) und Ralf läuft bei Hunger Gefahr, knäsebäckig zu werden. 😉 Das Haus lag abseits, direkt gegenüber der Jerpoint Abbey, in einem großen Anwesen mit Blumenrabatten, altem Baumbestand, einem Bach und einer ruinösen Wassermühle, in der sich hunderte von Krähen versteckten und krächzten (gut, dass sie nachts schliefen!).

Der erste Tag lockte mit Sonnenschein und wir wanderten in den Comeragh Mountains. Der Rother-Wanderführer war uns ein guter Begleiter auf unserer Irlandreise. Die Tour (12 km, 800 Höhenmeter), vor Ort Dank ausgezeichneter Beschilderung leicht abgewandelt, war fantastisch: drei wunderschöne Bergseen, Picknick auf dem Kamm mit sagenhaften Panoramablick, Blumen, Ruhe, Einsamkeit – ein gelungener Auftakt.

Tag zwei führte uns in einen großen Park – den Woodstock Gardens & Arboretum. Ein herrlicher Ort mit bunten Blumenwiesen, großartigen Baumriesen (über 40 Meter hohe Mammutbäume!), einer Grotte, Pavillon, Rosenarkaden und einem « walled garden » voller Blumen. Die Mohnblüten waren umwerfend – seht selbst in der Bildergalerie!
Anschließend fuhren wir nach Kilkenny, besichtigten die Burg Kilkenny Castle und Designgalerien und speisten lecker Tapas. Tags darauf hieß es Abschied nehmen. Doch vorher wandelten wir noch durch die Jerpoint Abbey mit bemerkenswertem Kreuzgang und schönen Verzierungen.


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Erste Eindrücke

Aus der Vielzahl meiner Fotos habe ich zunächst einige ausgesucht, die euch das Spektrum der Landschaft, der Natur und meiner Empfindungen verdeutlichen sollen. Wir bereisten die Insel mit einem knallroten Opel Astra (Mietauto). Das Fahren erforderte viel Konzentration und ein gutes Nervenkostüm – sowohl als Fahrer und als Beifahrer! Die Landschaft ist wie gesagt vielseitig. Es gibt Bergseen, Felsen, jede Menge prähistorische Wahrzeichen wie Felsenmauern, Dolmen, Steinkreise sowie eine noch heute betriebene Seilbahnverbindung über den Antlantik zur Insel Dursey. Hier leben zur Zeit noch 6 Insulaner. Die Überfahrt gehört zu den spektakulärsten Erlebnissen! Wir besichtigten Burgen, kletterten in Ruinen, machten Picknick und Teepausen. Die Wildheit und Schroffheit der Cliffs und des Meeres wurden immer deutlicher, je nördlicher wir kamen. Bis heute wird in Irland Torf gestochen und vielseitig verwendet. Ein kleines Brikett ziert nun auch unseren Balkon. Ob sich Flugsamen darauf ausbreiten wird? Absolute Einsamkeit, Ruhe und dann Dublin! Die Stadt der Touristen und Doppelstockbusse. Ich habe noch nie in meinem Leben soviele Doppelstocker auf einmal gesehen! Hier nun ein Querschnitt an Fotos, ich hoffe, es gelingt mir eine Galerie àlias Ralf zu erstellen. 🙂

OK, es ist fast geglückt-juhu-meine erste Galerie hier in diesem Blog. Leider sind die Bilder genau in der inversen Reihenfolge. 🙁 Eigentlich sollte der rote Flitzer vorn sein und die Samuel-Beckett-Brücke Dublins ganz hinten….

Na ja, jetzt haben wir es so wie gewollt… (14.11.2014)

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Irland – Sommerurlaub 2013

Hallo Ihr Lieben, wir melden uns erholt und munter von unserer Irlandrundreise hier zurück. Wieder einmal hat es uns auf eine Insel verschlagen und wir haben viel gesehen. Lasst uns gemeinsam einen Blick auf die Grüne Insel werfen.

Blick nach Irland

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Laroque

Ein neues Wanderbuch! Neulich lag ein Geschenk auf meinem Frühstücksteller, oh wie schön! Und da für den heutigen Sonntag Regen angekündigt war, entschlossen wir uns zu einer kürzeren Tour, um gegebenenfalls rasch zum Auto zurückkehren zu können. So ging es also nach Laroque, einem kleinen Örtchen am Fluss Herault gelegen, der auch gelegentlich von Hochwasser heimgesucht wird. So geschehen zum letzten Mal im Jahre 2006, als die Straße unter Wasser stand.

Nach Fahrt unter tief hängenden Wolken kamen wir zeitig an und waren schon vor 10 auf Schusters Rappen. Nach knapp 45 Minuten war die Hälfte der Strecke schon absolviert, was uns dann doch zuuuu kurz war. Also modifizierten wir die Tour und wanderten noch über das Plateau de Thaurac. Ein herrliches Wiesenstück lud zum Picknick ein – die Kohrabi und dunkelrote Kirschen mit viel Vitamin C mundeten sehr ;-). Hinter der bezaubernden Flora wollte auch die Fauna nicht zurückstehen. Plötzlich jagte uns ein lautes Grunzen Gänsehaut auf Rücken und Oberarme – das Schwein war der Jadggesellschaft offenhörlich entwischt (kein Wunder, wenn die nur auf Verkehrszeichen schießt). Apropos Verkehrszeichen: ein solches stand zu unserer Belustigung mitten im Walde :-). Auch an zwei senkrecht nach unten führenden Höhlen, sogenannten Aven, kamen wir vorbei. Doch da ich die Stirnlampe vergessen hatte, blieb uns die Kraxelei erspart ;-). Später entdeckte Birgit noch eine Blindschleiche, die sich zunächst totstellte, und kurz vor dem Ziel einen Bilderbuchreiher. Wenige Schritte vor dem Auto fing es heftig an zu regnen und so verschoben wir die Ortsbesichtigung mit mittelalterlicher Kirche auf ein anderes Mal…

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