Kleine Touren in die Umgebung

Bewegung an frischer Luft muss sein, auch nach einem nicht unbedingt leichtfüßigen Arbeitstag. Für uns ist es inzwischen schwieriger geworden, neues zu entdecken, neue Wege zu gehen. Umso überraschender, dass doch noch geheimnisvolle und charmante Ecken in der unmittelbaren Umgebung zu finden sind. Gestern herrschte reger Betrieb am Abend auf den beinahe autofreien Straßen und die Kinder erobern neue freie Plätze zum Kicken und Herumtollen. Einige der Maßnahmen zur Ansteckungsabwehr scheinen uns unlogisch und willkürlich! Wie lange wird das Volk noch ruhig bleiben?

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Vierte Woche im Home Office

Nun bin ich schon vier Wochen im Home Office und noch kein Ende abzusehen. Noch ein Monat? Oder zwei? Oder drei? Wer weiß das schon. Wie gewohnt unternehme ich meine alltäglichen Spaziergänge in der näheren Umgebung und halte Ausschau nach bisher unentdeckten kleinen Details. Mal ein neuer Blütenstand, mal ein neues Graffiti, mal eine ungewohnte Straßenszene…
Inzwischen wurde auch der Park, der an unsere Residenz angrenzt, abgesperrt. Das heißt, von der Straßenseite her wurden die zwei Eingänge verschlossen, und wenn man von der Residenz kommt, steht bzw. stand dort eine Absperrung, denn nach zwei Tagen hatte sie schon jemand zur Seite geschoben. Ja, irgendwann reicht es und die Leute einzusperren anstatt wie in Deutschland außer Haus zu lassen, kann ja wohl nicht die Lösung sein. Wir haben den Eindruck, dass sich die Coronakrise inzwischen zur Spielweise mehr oder weniger phantasiereicher und machtversessener Politiker entwickelt hat. Denn logisch erscheint so manches nicht mehr…

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Auf der Suche nach Natur …

… wurden wir heute fündig! Dadurch, dass wir uns zur Zeit normalerweise nur in einem Umkreis von einem Kilometer bewegen dürfen, fallen Wanderungen in den Bergen vorläufig weg! Das fällt angesichts des schönen Wetters und der freien Zeit sehr schwer! Auch zeitmäßig sind Ausgänge auf eine Stunde begrenzt – da kommt man nicht weit! Heute liefen wir durch Boutonnet und dann weiter zum Flüßchen Verdanson. Erstaunt stellten wir fest, dass hinter den Unikliniken eine grüne Oase mitten in der Stadt liegt! Unglaublich, wie gut dieser Anblick tat! Das frische Frühlingsgrün erheiterte uns und das zahm dahin plätschernde Wässerchen ließ uns Illusionen hingeben, dass wir weit draußen in der Umgebung wären! Ein wenig hatten wir Distanz und Zeit überschritten, aber es war für einen guten Zweck!!!

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Zu Besuch in der Innenstadt

Samstag ist bekanntlich Wochenende und so ward das Home Office geschlossen. Da wir uns bekanntlich nur in einem Umkreis von einem Kilometer von unserem Wohnsitz aufhalten dürfen, ist das Stadtzentrum für uns derzeit Sperrgebiet. Aber was, wenn man eine Briefkastenwohnung im Innenstadtbereich sein eigen nennt? Gedacht getan – die Neugier war zu groß und wir wollten doch mal schauen, wie es im Stadtzentrum zugeht. Nun ja, um es kurz zu sagen: wie ausgestorben. Uns begegneten nur wenige Spaziergänger, und das an einem Samstagnachmittag! Unglaublich. Dass so wenige Leute auf den Straßen und Plätzen unterwegs waren, hätten wir nicht gedacht. Offensichtlich halten sich die Einwohner Montpelliers zumindest in der Innenstadt an die weitreichenden Ausgangsbeschänkungen. Nun warten und hoffen wir, dass sich das auch mal an den Fallzahlen und Sterberaten bemerkbar macht!

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Was ich in einer Stunde alles entdeckte…

Das Wetter wird nun immer frühlingshafter und die Sonne weckt mit ihrem Licht, ihrer Wärme die Natur. Es sprießen, Corona zum Trotz, die herrlichsten Blüten und der blaue Himmel ist nicht für Stubenhocker geeignet. Nach dem gestrigen Dienst nutzte ich die Ausgehstunde, um ein wenig herumzuspazieren. Wir dürfen uns nur mit Deklaration und in einem Umkreis von 1 km bewegen – dies einzuhalten fällt schwer, aber mit Hilfe von Komootine gelingt es, einigermaßen diszipliniert zu sein. Ganz versteh ich diese Restriktion nicht, denn Bewegung an frischer Luft ist ja bekanntermaßen gut für Herz und Hirn. Das Wandern und das Ausschweifen in die Natur fehlt uns, wie vielen anderen auch, sehr!!! Dennoch ist es interessant, was es in so einer Spazierstunde alles zu endecken gibt!

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Pausen vom Home Office – Montag bis Freitag

Meine Arbeitswoche gestaltet sich nun ausschließlich von zu Hause aus, wo mein Büro von 9 bis 19 Uhr geöffnet ist. Das heißt, ich kann gemütlich frühstücken und auch die Mittagspause gerät nicht zu kurz – und als kleines Extra genehmige ich mir ein Glas Wein zum Essen. 🙂 Darüber hinaus brauche ich natürlich etwas Bewegung und der Staat gesteht uns eine Stunde Aufenthalt im Freien pro Tag zu – im Umkreis von einem Kilometer gemessen an unserem Wohnsitz. So habe ich hier meine vier Spaziergänge dieser Woche vereinigt. Am Mittwoch war ich nicht spazieren, sondern verbrachte den Vormittag mit Einkaufen im großen Carrefour-Supermarkt am Nordrand der Stadt.

Was gibt es besonderes zu erwähnen oder zu kommentieren? Zunächst einmal beschert uns der Frühling eine schöne Blumenvielfalt in den Vorgärten und Mauerritzen. Blauregen, Narzissen, Tulpen, Schwertlilien… blau, gelb, rot und weiß blüht es allerorten. Die Straßenbahnen und Busse fahren in verringerter Frequenz und sind nahezu leer. In der Bahn ist der Einstieg in Fahrernähe zur Sicherheit gesperrt.

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Auf der Suche nach neuen Spazierwegen

Wir schafften es tatsächlich, unser Frühstück trotz Zeitumstellung beinahe pünktlich wie immer einzunehmen und freuten uns über den sonnigen Morgen. Beschwingt fragte ich meinen Liebsten, ob er bereits eine Wanderung für uns geplant hätte. 😉 Aber natürlich war das ein Scherz, denn… Dennoch wollte ich mal wieder raus und nicht nur auf dem Balkon herumtigern. Wir machten uns auf den Weg in Richtung Saint-Lazare – dem Städtischen Friedhof. Klar, klingt nicht sehr erbaulich, aber dort kann man gut spazieren gehen. Allerdings hatten wir nicht damit gerechnet, dass sogar die Friedhöfe ebenso wie alle Parks geschlossen sind zur Zeit. So marschierten wir weiter und standen plötzlich einer imposanten Kirche gegenüber, die wir so noch nicht gesehen hatten. Schnell realisierten wir, dass eine neue Baustelle eingerichtet war und damit wahrscheinlich der Blick auf das Gotteshaus frei wurde. In dieser erlaubten Stunde Spaziergang hatten wir erneut Fotomotive entdeckt und festgehalten. Zu Hause erwartete uns die wieder in Gang gekommene Heizung sowie warmes Wasser (es gab augenscheinlich eine Panne heute Vormittag, die mit Strom zu tun hatte). Schön, dass es Mitbewohner gab, die sich darum gekümmert haben!

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Kreuz und quer durchs Wohngebiet

Seit fast zwei Wochen leben wir nun mit einer weitreichenden Ausgangsbeschränkung. Ich bin in Heimarbeit und sitze viel vor dem Computer. Es gibt vieles zu organisieren, auszuwerten, zu lesen und zu schreiben. Einmal am Tag gehe ich raus, um nicht ganz einzurosten. Allerdings kenne ich nun fast jeden Weg und habe die meisten Blumen schon fotografiert. 😮 So freue ich mich, wenn ich doch noch ab und an ein neues Fotomotiv entdecke. Schön, dass das Wetter es gut mit uns meint. So seid lieb gegrüßt aus der Ferne und passt gut auf euch auf!

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Sonntagsstimmung

Nachdem ich gefühlt 2 Wochen nur zum Arbeiten das Haus verlassen hatte, spürte ich heute große Lust, mir mal wieder die Beine an frischer Luft zu vertreten. Zwar mache ich regelmäßig sportliche Übungen auf dem Balkon, aber Bewegung wie Radfahren, Wandern und Laufen fehlen mir sehr.
Ralf eruierte den vorgeschriebenen 1-km Radius zuvor mittels Google und nach dem gemeinsamen Mittagessen gingen wir hinaus. Unterwegs wollte ich mir eine Zeitschrift zur Zerstreuung kaufen, was mir auch gelang. Hätte ich geahnt, dass das neue MAGAZIN im Briefkasten schon auf mich wartet, hätte ich… Na ja, hätte, hätte Fahrradkette – nun habe ich eben ein deutsches und ein französisches Magazin zum Schmökern. 🙂
Viele virusfreie Grüße aus dem sonnigen Süden, wo am WE ein oder DER Höhepunkt der Infektionswelle erwartet wird!

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Leben in Zeiten von Corona

Leider ist unser Blog nun etwas verwaist und das wird wohl auch noch ein Weilchen so bleiben. Seit Dienstag, dem 17. März, haben wir Ausgangssperre. Nun, wir dürfen das Haus noch verlassen, aber dafür muss man ein Formular ausfüllen und einen entsprechenden Grund angeben, als da wären:

  • Weg zur Arbeitsstätte, falls die Arbeit nicht per Home Office erledigt werden kann und es aus beruflichen Gründen unbedingt erforderlich ist;
  • Einkauf von Waren des täglichen Bedarfs in dafür vom Staat autorisierten Geschäften;
  • Aus gesundheitliche Gründen;
  • Aus triftigen familiären Gründen, um Hilfsbedürfige zu unterstützen oder Kinder zu betreuen;
  • Kurze Aufenthalte außerhalb der Wohnung, um allein sportlichen Aktivitäten nachzugehen oder Hunde auszuführen.

Am Sonntag wurde zu den Wahlurnen gerufen. Im ersten Wahlgang zum Bürgermeisteramt setzte sich der derzeitige Bürgermeister Philippe Saurel an die Spitze mit 19,1% der Stimmen, gefolgt vom Kandidaten eines Mitte-Links-Bündnisses (16,7%). Die Grünen (das Original, es gibt insgesamt drei grüne Parteien) kamen entgegen der vielverspechenden Prognose nur auf 7,4%, der Kandidat der regierenden Macron-Partei nur auf 6,1%, und die rechte ex-Front National kam gerade mal auf 4,8%. Nur Kandidaten mit mehr als 10% der Stimmen kommen in die Stichwahl, die also zwischen drei Wählervereinigungen ausgetragen werden wird. Wann, ist fraglich, da der zweite Wahlgang, der für den 22. März vorgesehen war, aufgrund der Coronavirus-Epidemie auf unbestimmte Zeit verschoben wurde.

Mein erster Spaziergang in Zeiten der Ausgangssperre führte mich einmal weit um den Block, um zu schauen, ob die Post noch bzw. wieder geöffnet ist. Birgit hatte bereits am Montag festgestellt, dass sie geschlossen war. Und in der Tat, sie ist noch immer und bis auf weiteres geschlossen. Drinnen wartet ein Einschreibbrief darauf, von uns abgeholt zu werden – vermutlich die Zulassung für unser neues Auto. Wir haben zwar eine provisorische Zulassung, die ist aber nur für einen Monat gültig, also bis zum 8. April. Danach werden wir wohl ohne gültige Papiere fahren müssen. Höhere Gewalt!

Nicht nur die Post war geschlossen, auch Birgits Friseur (wie werden wir wohl bald aussehen, etwa wie die nichtrömischen Mitwirkenden der Oberammergauer Passionsspiele, die sich ein Jahr lang nicht die Haare schneiden lassen dürfen?) war geschlossen, die Apotheke hatte einen Sonderschalter für Personen mit Verdacht auf COVID-19 eingerichtet und auch der Kinderspielplatz in unserem Park lag verwaist da. Traurig traurig – da hilft nur Zusammenhalten und etwas Sonnenschein. In diesen Sinne: Passt auf euch auf und bleibt gesund!

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