Vormittagsradeln

Nach dem Dienst am WE hatte ich große Lust auf sportliche Betätigung. Ralf folgte seiner ersten Videokonferenz und ich startete mit meiner Rita in den Tag. Ich ließ mich treiben und probierte u.a. den StraßenRadweg auf der Avenue de la Justice aus. Für uns Radfahrer ist der Test sehr angenehm, aber für uns Autofahrer bedeutet es sehr viel Stau. Das Ambiente in der Innenstadt ist speziell und von Masken tragenden, scheinbar verschüchterten Fußgängern geprägt. Ich selbst bemerkte, dass ich keine Freude am Bummeln oder Einkaufen finden konnte. Die Bedingungen sind so fremd und teilweise belastend. Ich kaufte schnell ein paar Erdbeeren in der Markthalle und kam pünktlich zum Kochen wieder zu Hause an. Heute gab es Bratwurst mit Rotkohl und Kartoffelbrei – wie bei der Straacher Oma. 🙂

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Erstes Wochenende in Freiheit

Das erste Wochenende seit zwei Monaten, an dem wir uns nicht mehr im Umkreis von 1 km aufhalten mussten und unser Domizil ohne Ausgangsschein verlassen durften. Allerdings musste Birgit ihren Wochenenddienst absolvieren, so dass ich allein auf Entdeckung gehen musste. Am Samstag nahm ich die Straßenbahn und fuhr bis zum neuen Rathaus, mit Maske vorm Gesicht und Respekt vorm Abstand. Von dort spazierte ich entlang des Lez bis zum Regionalrat von Okzitanien, vorbei an der juristischen Fakultät mit ihren prominenten Köpfen und am Weißen Baum (L’Arbre Blanc), einem der neuesten Bauwerke in Montpellier. Dann ging’s quer durch Antigone. Noch ist die Zentralbibliothek geschlossen. Ebenfalls gesperrt war der Durchgang durchs Kaufhaus Lafayette. Aber man konnte ins Erdgeschoss zum Monoprix, wo ich fürs Abendessen Sushi kaufte. 🙂

Sonntagnachmittag zog es mich zu unserer Lieblingseisdiele, die tatsächlich wieder geöffnet hatte. Für mich sollte es Pannacotta-Orange & Walnuss sein. Auch gab es wieder neue Graffitis zu entdecken und bestaunen. Ich setzte mich auf die Stufen vor der Kirche Saint-Roch. Während ich so vor mich hin träumte, bauten ein paar junge Leute ein Keyboard auf und das Konzert konnte beginnen. Dazu die warme Luft, der blaue Himmel … Süden! Ein etwas verlebter Herr erklärte mir, dass das seine Tochter Zoë sei, Zoë Pie, und dass ich das erwähnen solle, wenn ich darüber im Internet berichte. Was hiermit geschehen sei. 🙂

Neuerdings spinnt mein Smartphone und ich habe Probleme, Fotos aus Komoot heraus aufzunehmen. Dadurch gingen in letzter Zeit einige Aufnahmen verloren, wie auch das neueste Graffiti unweit unserer Wohnung am kleinen Kreisverkehr mit dem Olivenbaum. Deshalb ging ich Montag nochmal raus, um dieses kleine Kunstwerk abzulichten. Schaut selbst, wie toll es geworden ist!

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Mal wieder geradelt!

Der Brotkorb war leer, ich auf der Suche und voller Bewegungsdrang! Schnappte (m)eine Maske, Satteldecke und Rucksack, um ein wenig herumzuradeln. Dabei probierte ich auch die neue, separate Bus-RadelSpur auf der Avenue de la Justice aus. Ganz bequem, aber das wird Megastaus geben, wenn erstmal alle wieder regulär zur Arbeit fahren… Angeblich ist es ein Test, der immerhin 50 000 Euro kostet! Na ja, mein Frisör hat auch ganz schön zugeschlagen! Der 50-Euro-Schnitt muss nun mindestens 3 Monate halten. 😉 Zu Hause im Briefkasten warteten drei Briefe auf mich. *freu*

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Erste Unternehmungen nach der Ausgangssperre

Endlich wieder mehr Bewegungsfreiheit und dann goss es den ganzen lieben langen Tag wie aus Kannen! Nicht mal die Post wurde zugestellt! Erst gegen Abend ließ der Regen nach, so daß wir doch noch einen Spaziergang ohne Bescheinigung und in weiter entfernter Umgebung machen konnten. Der Lac du Crès war und ist ein beliebtes Ziel, welches man relativ schnell erreichen kann. Allerdings testen die Stadtväter gerade die Schaffung von Bus- und Radelspuren durch Sperrungen einer Fahrspur auf sonst schon völlig überlasteten Straßen, was neue Staus zur Folge hat. Mal sehen, was das wird! Am See fanden wir den Parkplatz und die Zugänge noch gesperrt vor. Allerdings fanden wir Alternativen und unserer Promenade stand nichts mehr im Wege! Was für ein Gefühl. 😉 Nach und nach kamen uns immer mehr Spaziergänger entgegen und teilten mit uns ihre Freude an der frisch gewaschenen Natur!

Als ich am Dienstag nach 16 Uhr von der Arbeit kam, überfiel mich mein Liebster gleich mit der Frage: Fahren wir ans Meer? Ich hatte schon sowas erwartet und meine Antwort lautete: Ja, klar! Die Sonne schien, Ralf hat durch seine derzeitigen Arbeitsbedingungen erheblichen Bewegungsdrang und ich hatte auch Sehnsucht nach dem Strand. Wegen der fortgeschrittenen Zeit fuhren wir nach Grande-Motte und promenierten durch den noch zaghaft belebten Urlaubsort. Etliche Boutiquen hatten geöffnet, aber wir sahen kaum potentielle Käufer darin. Restaurants waren geschlossen oder boten Außer-Haus-Verkauf an. Die Zugänge zum Strand waren ebenfalls noch verriegelt. Aber wir konnten das Wellenrauschen, die Seeluft, das Möwengeschrei und den Pinienduft in vollen Zügen genießen! Ein schöner Abendspaziergang, dem nun sicher weitere folgen werden!

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Vor dem Regen

Ab heute Nachmittag soll es einige Tage regnen und das werden wohl dann unsere Eisheiligen sein?! Für Deutschland ist ja sogar Schnee angesagt! Hoffentlich wart ihr nicht schon zu fleißig im Garten!!!
Wir spazierten nach dem Frühstück auf dem Balkon durch unsere Straßen zum Fischladen und kauften frisches Kabeljaufilet für den Mittagsschmaus. Wir sind froh, dass die kleinen Händler geöffnet waren und sind, denn das ist schon ein großes Stück Lebensqualität bei all den bestehenden Einschränkungen!
Und für den kommenden Donnerstag habe ich einen Frisörtermin ergattert – da reihe ich mich ein in all die glücklichen Struwelpetras!

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Trara trara – Birgit hat Geburtstag!

Der achte Mai, ein denkwürdiger Tag – Birgits Geburtstag! 🙂 Morgens deckte ich den Geburtstagtisch mit Blumen, Kerzen, Oster- und Geburtstagspost sowie ihrem Geschenk. Ja ja, am Vortag war doch tatsächlich noch ein Brief aus Deutschland eingetroffen, der am 8. April abgestempelt war! 😮
Nach dem gemütlichen Frühstück machten wir uns auf zu einem Stadtspaziergang. Eigentlich wollte ich am Vortag frischen Thunfisch für Tartar kaufen, doch der normalerweise um 8:00 Uhr öffnende Fischladen hatte um 9:15 Uhr noch immer geschlossen und ich konnte nicht länger warten aufgrund einer Videoversammlung. In Ermangelung frischen Fisches entschlossen wir uns stattdessen für eine leckere Auswahl an Käsespezialitäten aus dem Norden (« der kleine Stinker aus Lille »), der Provence und dem Lozère. Dazu gab’s einen kräftigen Rotwein aus unserer Region, dem Dorf Saint-Saturnin, zum abendlichen Dinner. Und mittags wurde weißer Spargel mit Schinken und Gewürztraminer aus dem Elsass geschlemmert. Schön war’s!
Ach ja, und die Fahnen waren auf Halbmast, aber nicht aus Trauer über das vollendete Lebensjahr, sondern weil vor 75 Jahren der Zweite Weltkrieg sein Ende fand.

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Die achte Woche

Die achte und vorerst letzte Woche mit rigoroser Ausgangsbeschränkung brachte wenige Neuerungen. Dienstag mal zum Bäcker, Donnerstag zum Gemüsehändler, das waren und sind so meine kleinen und erlaubten Spaziergänge. Wie bereits von Birgit geschrieben, holte ich am Mittwoch meinen Computer vom Institut ins Heimbüro, da sich auf meinem Laptop nicht all die Daten speichern lassen, die auf dem größeren Gerät Platz finden.

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Maienlust, Maienlust …

… Winter hat fortgemusst … Alles neu macht der Mai … Komm lieber Mai und mache die Bäume wieder Grün …
Wer kennt sie nicht, die vielen schönen Zeilen zum Wonnemonat Mai. 🙂 Selbst in Kreuzworträtseln wird nach ihm gefragt! Ja, ich liebe diesen Monat von jeher besonders und dies liegt nicht nur daran, dass ich im selbigen geboren wurde! Aber ein bißchen schon! In diesem Jahr wurde es eine Feier auf unserem schönen Balkon, denn noch herrschen die letzten Tage der Ausgangssperre. Ein Ausflug war damit unmöglich! Aber Ralf wäre nicht mein Ralf, wenn er mich nicht auch unter den besonderen Umständen überrascht und verwöhnt hätte – es war ein wunderbarer Tag. :-*

Zuvor allerdings hatte er einen Termin im IRD, um seinen Rechner und diverse Unterlagen nach Hause zu holen. Die Zeit der Télétravail/Heimarbeit wird sich noch einige Wochen hinziehen und sein Büro wird in unserer Wohnung aufgeschlagen bleiben. Wir nutzten diesen Anlass, um ein wenig am Lez und im Grünen spazieren zu gehen. Einige Mitbürger konnten die Aufhebung der Verbote nicht abwarten und feierten am Flussufer mit Lagerfeuer etc. Nicht verwunderlich, dass die Polizei zugegen war und für Ordnung sorgen wollte. Wir genossen derweil die kleine Freiheit am Mittwochnachmittag (06.05.)

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Keine Zauberei

Sonntagswetter war heute im wahrsten Sinne des Wortes. Zum ersten Mal konnten wir auf dem Balkon frühstücken und auch die Heizung blieb den ganzen Tag aus. Da es ein ungerades Datum war, war ich für die Spazierstrecke und das Aufzeichnen zuständig. Zunächst kam es zu einem aller/retour (hin und her), denn wir hatten völlig vergessen, die notwendige Ausgangsbescheinigung auszufüllen und einzupacken!
Langsam fällt es schwer neue Richtungen zu finden. Dennoch gab es auch heute einíge kleine Entdeckungen. Besonders wertvoll für uns und viele andere Montpellieraner ist im Moment die grüne Oase am Ufer des Lez. Hier kann man die Augen weiden lassen und die Kinder tollen vergnügt auf dem breiten Weg herum. Im Fluss beobachteten wir große Fische und konnten uns nicht einigen, ob es Karpfen sind.

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Samstags in die Altstadt

Samstag entschlossen wir uns zu einer großzügigen Runde bis hinein in die Altstadt. Ein weiteres Mal hielten wir Ausschau nach der Sprachschule, in der sich Birgit 2007 die Feinheiten der französischen Sprache näherbringen ließ, einschließlich des Konjunktivs (zu französisch Subjonctif). 😮 Ein weiteres Mal wurde die Sprachschule nicht gefunden und die Vermutung erhärtete sich, dass die Schule gar nicht mehr existiert. Es war ja eine private Institution und die Leiterin war schon damals – vor 13 Jahren (!) – recht betagt.
Durch den Stadtbezirk Gambetta kamen wir quasi von hinten in die Altstadt, passierten eine beliebte Eclairbäckerei, und liefen hin und her allmählich zurück nach Hause. Ein paar Graffitis und sonstige Verschönerungen gab es auch wieder zu entdecken. Na schaut selbst!

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