Jonathan und Martin zu Besuch in Südfrankreich

Unser Freund Jonathan weilte für einige Wochen zu Besuch in Südfrankreich. Da boten sich zwei gemeinsame Ausflüge an. Während Birgit bei Karin war, begab ich mich nach Avignon und fuhr mit Jonathan und seinem Freund Martin nach Arles. Diese Kleinstadt ist immer wieder einen Besuch wert. Seien es die mittelalterlichen Gassen, die Graffiti und Plakate an den Hauswänden, die architektonischen Zeugnisse aus der Römerzeit oder die LUMA-Stiftung – immer gibt es etwas zu entdecken. Anschließend fuhren wir zur Abtei Saint-Roman, ein ehemaliges Höhlenkloster nahe der südfranzösischen Stadt Beaucaire, in dem man in die Vergangenheit eintauchen kann. 
Zwölf Tage später, als Birgit wieder in Frnakreich war, unternahmen wir noch einen gemeinsamen Vormittagsausflug nach La Grande-Motte, wo wir am Strand und am Hafen entlang spazierten und in einer Tapas-Bar einkehrten. Danach hieß es Abschied nehmen und wir brachten die beiden zum neuen Bahnhof von Montpellier, von wo aus sie nach Paris fuhren. Gern erinnern wir uns an diese schönen Stunden zurück.

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Herbstreise nach Wien

Schon länger hatte ich den Wunsch meine Schwester Karin in Wien zu besuchen. Mitte Oktober, bei gutem Herbstwetter war es soweit. Ich fuhr mit dem Flixbus zum Flughafen Marseille und von dort flog ich direkt nach Wien. Karin holte mich ab. Mit S-Bahn und Taxi gelangten wir zu ihrer Wohnung, die ich noch nicht kannte. Liebevoll hatte sie meinen Empfang vorbereitet. Wir tranken Tee und erzählten noch recht lange, ehe wir zur Ruhe kamen.
Die Woche verging mit Wanderungen, Porzellan bemalen, Einkaufsbummeleien, Kinobesuch, Vogelbeobachtungen, leckerem Essen z.B. Palatschinken mit Zwetschgenfüllung und vielen Gesprächen wie im Fluge. Besonders beeindruckte mich die Sauberkeit in der österreichischen Hauptstadt und das gut ausgebaute Nahverkehrsnetz. Karin hatte mir eine Wochenkarte gekauft, mit der ich sowohl Bim, S-Bahn, Metro und Bus benutzen konnte. Da wird wirklich kein Auto gebraucht! Mein Liebster begrüßte mich jeden Morgen via Smartphone mit einem Kalenderspruch und einem Gedicht. Außerdem holte er mich aus Marseille am späten Abend wieder ab, da der Rückflug eine Stunde Verspätung hatte. Dadurch verpasste ich den Flixbus.
Ich habe die Zeit sehr genossen. Danke für alles, liebe Schwester!

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Der Herbst in seinen schönen Momenten

Der sonnige Morgen verführte mich zu einem Ausflug mit dem Fahrrad. Die Bäume färben sich, Granatäpfel reifen und Mini-Alpenveilchen blühen. Kommt mit hinaus, der Herbst ist schön!

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Wanderwochenende in den Departements Lozère und Aveyron

Vor meiner Reise zu Karin nach Wien hatte mein Liebster kurzentschlossen ein Wander-WE als Training für uns organisiert. Meine Schwester ist ebenfalls eine begeisterte Wanderfreundin, so dass ich sicher war, dass Ausflüge in die bergige Wiener Umgebung in Frage kamen. Das Wetter war durchwachsen. Ralf hatte eine gemütliche Unterkunft für eine Nacht in einem kleinen Ort namens Compeyre gemietet. Doch zuvor hielten wir am Viadukt von Millau, wo wir interessante Informationen in den Ausstellungsräumen am Parkplatz erhielten.
Bei leichtem Nieselregen begannen wir die Rundwanderung zum Sublime Point (Aussichtspunkt über das Tal des Tarn und die Causses/Ebenen) von Saint-Georges-de-Lévéjac aus. Auf bequemen Wegen wanderten wir durch Kiefernwälder und entlang gemusterter, rot-erdiger Felder. Hagebutten leuchteten mit gelben sowie blauen Blumen um die Wette. In der Ferne sahen wir Nebelschwaden über dem Tarn und dann kreisten wohl an die 20 Geier über unsere Köpfe hinweg! Was für ein mystisches Schauspiel! Nebel und Regen erlaubten leider keinen Weitblick ins Tal des Tarn am Aussichtspunkt. Wir waren die Einzigen dort an diesem Tag. Wir kehrten zum Ausgangspunkt zurück und bewunderten noch die Ganzjahreskrippe in der Dorfkirche, die liebevoll und mit vielen Details aufgebaut worden war.

An der FeWo machten wir sogleich Bekanntschaft mit einer grau-weißen Katze, die unbedingt zu uns herein wollte. Nach dem Nudelessen begaben wir uns noch auf eine Ortsbegehung. Der Abendspaziergang durch Compeyre tat nach der Wanderung gut. Wir staunten über die Getreidemaßbecken, die eine Rarität darstellen. Es gibt nur noch sehr wenige dieser historischen Werkzeuge! Beim Auf und Ab durch die stillen Gassen genossen wir die weiten Blicke über die Landschaft. An einem Nussbaum knirschte es unter den Füßen. Einige reife Nüsse knabberten wir als Wegzehrung. Müde und glücklich fielen wir schließlich in die Betten. 

Am nächsten Morgen schien wie vorhergesagt die Sonne. Allerdings lagen die Temperaturen unter 10°C und ein stürmischer Wind pfiff uns um die Ohren. Zum Glück hatte ich Mütze und Handstulpen mitgenommen, die mir nun gute Dienste erwiesen. Nach dem Frühstück fuhren wir guten Mutes los, konnten aber den eigentlichen Ausgangspunkt für unsere Sonntagswanderung nicht erreichen. So wurde improvisiert und die Wanderung angepasst. Bei isländischen Verhältnissen ging es vor einem Hameau – Gehöft – gleich hinauf in die Felsen, die uns den ganzen Tag begleiteten und beeindruckten. Drei eng stehende Baumstümpfe standen wie gerufen als bequemer Picknickplatz am Wegesrand, bevor wir zum Hameau Vors gelangten. An einer Mauer erinnerte eine Tafel an den Einsatz der Feuerwehrleute 2022, die diesen Ort vor einem immensen Waldbrand beschützten und retteten. Wir liefen durch die Baumskelette und über die verbrannte Erde. Was für ein Anblick! Plötzlich verschwand der Weg, den offensichtlich schon lange niemand mehr benutzt hatte, im Nichts. Dank Komootine und Ralf fanden wir aus dem felsigen, unübersichtlichen Abschnitt heraus. Orientierungslauf und Geländespiel in einem! Trotz des verheerenden Brandes überlebten etliche Pflanzen, darunter Glockenblümchen, Kuhschellen u.a. Auch Vögel sangen und ein paar Rehe rannten vor uns her. In der Ferne sahen wir das Viadukt von Millau und etliche Windräder. Langsam kamen wir zurück in die Zivilisation und zu unserem Auto. Gemütlich fuhren wir heim und erfreuten uns dabei an der wunderschönen Landschaft.

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Auf den Spuren von Paul Cezanne

Ralf und ich mögen es, Galerien oder Wirkungsstätten von Künstlern zu besuchen. Seit einigen Jahren zeichne und male ich auch selbst. In Aix-en-Provence wurden in diesem Jahr dem Maler Paul Cezanne mehrere Ausstellungen gewidmet. Ralf besorgte Eintrittskarten für das Museum und den Garten an seinem Elternhaus. Wir mieteten uns für eine Nacht in einem Hotel vor den Toren der Stadt ein und hätten dort sogar die Möglichkeit zu kochen gehabt. Durch die kleine Kücheneinrichtung sparten wir den üppigen Preis für das Hotelfrühstück, da wir vorbereitet waren als Selbstversorger!

Nach unserer Ankunft am Jas de Bouffan – Gehöft des Windes – flanierten wir durch den Park. Wir bewunderten die Platanenallee, die Blicke aufs Haus und die Nachbildungen der Gemälde Cezannes. Diese waren genau dort aufgestellt, wo der Künstler sie gemalt hatte. So konnten wir uns seine Sicht auf die Umgebung vorstellen.
Bald suchten wir einen Platz, um unser mitgebrachtes Picknick diskret verspeisen zu können. Da nicht klar war, ob es vor Ort eine Restauration geben würde, hatten wir am Morgen einen Imbiß zurecht gemacht. Bänke standen zwar am Hauptweg, wir wählten jedoch die Rückseite eines historischen Portals, wo wir uns in aller Ruhe stärkten.
Der Termin zur Führung durch das Haus Cezannes rückte näher. Wir bemerkten eine größere Gruppe älterer Besucher, die wir liebevoll « die Wunderblumen » nannten. Nach dem Rundgang und den Ausführungen genehmigten wir uns im Schatten der Bäume ein Käffchen und planten die nächsten Stationen unseres Ausfluges.

Wir kehrten in die Innenstadt zurück. Dort umfingen uns Lebendigkeit und Frohsinn. Swingtanzpaare, wuselige Spaziergänger auf breiten Gehwegen, Fontänen, kleine Boutiquen, ein Obelisk und voll besetzte Restaurants prägten das Stadtbild von Aix. Beeindruckend die Portale und Skulpturen an den hohen, bunten, provenzialischen Häusern! Berührt hat uns eine Bildergalerie, die in Zusammenarbeit mit den Altersheimen von Aix unter dem Motto « Cezanne folgen » entstanden war und in einem ehemaligen, restaurationsbedürftigen Kloster zu sehen war. Die Besucher wurden zum Mitmachen animiert, was besonders bei den Kindern ankam.

Später am Abend bezogen wir das Appartement im Hameau Le Tholonet-Palette. Diese werden auch an Studenten dauervermietet. Der warme Sommerabend erlaubte es, dass wir im Restaurant « Le Toucan » auf der Terrasse unser libanesisch-armenisches Abendessen genießen konnten.

Am nächsten Morgen ging Ralf gut gelaunt Richtung Bäcker, um Baguette zum Frühstück zu kaufen. Kurz darauf rief er an und teilte mir mit, dass der Bäcker verrammelt war und er nun weiter suchen würde. Zum Glück erinnerte er sich an einen kleinen Super-U, wo er unser Frühstücksbaguette bekam. Der Morgen war gerettet.

Unser erster Anlaufpunkt war das Museum Granet. Die Kontrolle war ebenso streng wie am Flughafen, aber alles war gut organisiert und wir betraten pünktlich die heiligen Hallen. Außer einem jungen Mann, der versonnen vor den Gemälden und Zeichnungen Cezannes stand und sich Notizen in ein kleines Heft machte, fotografierten die meisten Besucher wie verrückt die ausgestellten Kunstwerke! Was machen sie später mit den Fotos? Warum genießen sie nicht den Anblick, statt von Bild zu Bild zu hetzen?! Wir ließen uns Zeit. Mir gefielen vor allem die Aquarelle und Skizzen. Zum Schluß warfen wir noch einen Blick in die permanente Ausstellung des Museums und auf die Skulpturensammlung. Anschließend spazierten wir ein weiteres Mal durch Aix, wobei es ein wenig zu regnen anfing. Auf einem Platz bewunderten wir die gerade von Ausflügen ankommenden Oldtimer.

Der letzte Programmpunkt des Künstlerwochenendes war die Besichtigung des Ateliers des Lauves. Unterwegs schauten wir sowohl am Geburts- als auch am Sterbehaus Cezannes vorbei. In seinen letzten Lebensjahren lief Cezanne täglich aus der Stadt hinauf zu seinem Atelier, denn in dem Haus gab es kein Schlafzimmer. Einige von seinen Stillleben bekannte Gegenstände, wie der Ingwertopf und eine Modellpuppe, waren erhalten geblieben. Damals gab es weder Heizung noch Elektrizität im Atelier, was u.a. dazu führte, dass Cezanne Schwierigkeiten hatte, Modelle zu finden. Inzwischen regnete es heftiger, so dass wir nur ganz kurz durch den Garten streiften, bevor wir uns auf den Heimweg machten. Unterwegs gerieten wir in heftiges Unwetter und waren froh, wohlbehalten am Abend wieder daheim anzukommen.

Vielen Dank meinem Liebsten, der diesen Ausflug so wunderbar organisiert hat!

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Besuch aus Freiburg

Harald aus Freiburg kennen wir, seit wir in Montpellier leben. Ich traf ihn 2007 in der Sprachschule, wo wir versuchten, in möglichst kurzer Zeit der französischen Sprache mächtig zu werden. Wir hielten losen Kontakt und besuchten ihn einige Male bei unseren Fahrten in die alte Heimat. Nun machte Harald den angekündigten Gegenbesuch in der südfranzösischen Metropole wahr und wir luden ihn u.a. zu einem Besuch der Perle der Provence Arles ein. Zunächst wurden wir vom immensen samstäglichen Wochenmarkt ausgebremst und mussten auf Umwegen ins Parkhaus fahren. Dann ließen wir uns auf den Spuren Vincent van Goghs treiben. Zur Stärkung gab es Galette und Cidre, bevor wir auch noch zur Fondation LUMA von Maja Hoffmann spazierten. Harald und Ralf ließen es sich nicht nehmen, in der dortigen Rutschbahn nach unten zu sausen. 🙂 Abends aßen wir gemeinsam im Restaurant L’Artichaut in Montpelliers Innenstadt.

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Spätsommer-Rundreise durch Deutschland

Kurzbesuch in Bensheim mit Spaziergang durchs Fürstenlager

Aus Anlass einer nachträglichen Geburtstagsfeier waren wir im August/September mit dem Auto auf Rundreise durch Deutschland. Unser erster Anlaufpunkt waren Sarah und Olaf, die in Bensheim ihren Lebensmittelpunkt haben. Nach unserer Ankunft im Hotel « Tobbaccon » erfrischten wir uns kurz und verbrachten anschließend einen gemütlichen Sommerabend mit Apèro und Grillen auf dem Anwesen unserer Freunde.
Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück hinaus nach Auerbach in das sog. Fürstenlager. Dies ist ein Park, wo einst eine Quelle für eine Kureinrichtung bzw. eine Sommerresidenz für Fürsten dienen sollte. Diese wurde aber nie vollständig fertig gestellt. Lediglich einige Häuser, ein Gasthaus, eine ganz mit Baumrinde verkleidete Eremitage sowie ein paar Skulpturen zeugen von diesem Traum aus dem Jahre 1790. Beeindruckend für uns war das üppige Grün, das den Augen so gut tat! Wir genossen die Ruhe, den Odenwaldblick und spazierten von einer Bank zur nächsten, um die schöne Landschaft auf uns wirken zu lassen. Auch hatten wir uns viel zu erzählen. Eine Streuobstwiese, deren Apfelbäume reife Früchte trugen, erweckte ebenso unsere Aufmerksamkeit wie ein Pfad, der von allerlei Neuanpflanzungen gesäumt war. Wir staunten über die Vielfalt der Obstbaumsorten. In Staunen versetzten uns die stattlichen Bäume, u.a. ein Riesenmammutbaum, in dessen Schatten sich junge Mädchen zum Picknick niedergelassen hatten. Zum Schluss ließen wir uns Kaffee und Kuchen am Kiosk schmecken. Nach einer erfrischenden Dusche, es waren über 32°C tagsüber, trafen wir uns erneut mit Sarah und Olaf am Abend zu einem Stadtspaziergang. Mit hessischen Tabbas stillten wir unseren Appetit, tranken frisch gezapftes Bier gegen den Sommerdurst und fielen gegen Mitternacht seelig ins Hotelbett. Am nächsten Tag ging die Reise weiter nach Berlin und anschließend nach Wittenberg.

Familienbesuche in Berlin und Wittenberg

Von Berlin aus unternahmen wir einen schönen Ausflug zum Heinrich-Schliemann-Museum in Ankershagen. Zuvor stärkten wir uns an echter italienischer Pizza bzw. mit Spinat gefüllten Ravioli im Havelkrug Granzin. Im Museum erfuhren wir dann allerlei Interessantes aus dem Leben und Wirken Schliemanns. Am zweiten Tag in Berlin fuhren wir zum Kleinen Müggelsee, wo wir im Restaurant « Neu-Helgoland » sowohl lecker zu Mittag aßen als auch noch zum Kaffee einkehrten. Die Zeit dazwischen schipperten wir mit einem Ausflugsboot rund um den Großen Müggelsee. Nach diesen harmonischen und erlebnisreichen Tagen in Berlin hieß es Abschied nehmen und wieder gen Süden zu fahren. Unsere nächste Station war Wittenberg, wo wir in der Piesteritzer Werksiedlung eine schöne Unterkunft bezogen. Bequem konnten wir per pedes Birgits Elternhaus erreichen und mit Ingrid und Fritz gemeinsame Zeit verbringen. Auch besuchten uns am Sonntag nacheinander die kleinen and später die großen Enkelkinder sowie deren Eltern. Er war schön, alle mal wieder gesehen und gesprochen zu haben.

Ab durch die Hölle!

Unsere nächste Station war Baden-Württemberg. In einem kleinen Dorf auf der Schwäbischen Alb bezogen wir Quartier. Zwei Tage standen uns für Ausflüge und Erkundungen zur Verfügung. Am ersten Tag fuhren wir an den Albtrauf oberhalb von Bad Urach. Durch die Hölle ging es zu den Gütersteiner Wasserfällen (wo ich meine Wandermütze verlor) und weiter bis zum gelben Fels. Der Rückweg führte am Landgestüt Marbach vorbei hin zum Rutschenfelsen, von dem aus früher gefällte Bäume auf besagte Weise ins Tal befördert wurden. Immer wieder boten sich aus luftiger Höhe schöne Blicke zur Ruine Hohenurach, zur Burg Hohenneuffen und zur Burg Teck.

Unterwegs mit Philipp

Für den nächsten Tag verabredeten wir uns mit Philipp in Reutlingen. Da uns der Vormittag noch etwas Zeit ließ, fuhren wir zunächst zum Schloss Lichtenstein. Wir erkundeten die nähere Umgebung dieses Schwäbischen Märchenschlosses, das uns auf einen späteren Besuch neugierig machte. Dann ging es nach Reutlingen, wo wir uns mit Philipp am Busbahnhof trafen. Wir schlenderten am Tübinger Tor vorbei zum Spendhaus, in dem wir uns eine Ausstellung von HAP Grieshaber zum Thema Bauernkrieg anschauten. Besonders gefiel uns das sog. Baumhaus im 4. Obergeschoss, das als Kreativbereich der Vermittlung von Kunst an die Heranwachsenden dient. Im Außenbereich des Restaurants « Alexandre » stärkten wir uns unter großen Schirmen vorm Nieselregen geschützt, bevor wir nach Unterjesingen fuhren und uns im Bereich des Keltermuseums eine Freiluftausstellung zum Bauernkrieg anschauten. Weder wussten wir, dass der Bauernkrieg in Süddeutschland so bedeutsam war, noch war uns geläufig, dass sich dieses Ereignis gerade zum 500. Mal jährte. Wieder was gelernt! Um uns Appetit fürs Abendessen zu holen, wanderten wir hinauf zur Wurmlinger Kapelle, von der sich ein stimmungsvoller Blick ins Umland bot. Wer hätte gedacht, dass Philipp noch nie dort oben war?! 😉 Zurück in Unterjesingen kehrten wir im « Löwen » ein. Damit neigte sich unser Deutschlandurlaub seinem Ende entgegen, denn tags darauf fuhren wir – von einem Stau vor Orange und einem Unwetter nach Orange begleitet – zurück in unsere Wahlheimat.

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Unterwegs mit Andrea

Unsere deutsche Freundin, die in der Schweiz lebt, stattete uns in diesem Sommer erneut einen kurzen Besuch ab. Wir zeigten ihr historische Orte wie Aigues-Mortes und La Couvertoirade, die Aushängeschilder der französischen Geschichte sind. Wegen der sommerlichen Temperaturen wanderten wir durch die Canaletten. Diese waren bereits wiederholt Ziel von Ausflügen; besonders, wenn es hochsommerlich warm war. Komm bald wieder, Andrea! Es gibt noch einiges zu entdecken!

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Internationaler Kongress zur Wechselwirkung zwischen Mikroben und Pflanzen in Köln

Vom 13. bis 17. Juli fand der 20. Internationale Kongress zur Wechselwirkung zwischen Mikroben und Pflanzen in Köln statt. Nachdem ich bereits 2007 in Sorrento mit dabei war und weil ich freundlicherweise von einem belgischen Kollegen eingeladen wurde, fuhr ich also nach Köln. Die Hinfahrt verlief recht abenteuerlich, da mein Zug von Paris nach Köln nur bis Brüssel fuhr. Mit zweieinhalb Stunden Verspätung traf ich schließlich am Zielort ein, wobei der Kampf um die teilweise Rückerstattung der Fahrtkosten seitens Eurostar ein anderes Kapitel ist. Am Dienstag, den 15. Juli, hatten wir nachmittags frei und ich nutzte die Zeit, um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Mit der Seilbahn fuhr ich über den Rhein, wobei meine Gondel ganz schön im Wind schaukelte. 😮 Danach spazierte ich durch die von Peter-Joseph Lenné konzipierte Flora und den Botanischen Garten. An den vielen blühenden Pflanzen konnte ich mich kaum satt sehen. Besonders hatten es mir die Fuchsien und die Dahlien angetan. Danach folgte ich einem begrünten Ringweg durch die Stadt. Das Fort X wurde leider vor meiner Nase geschlossen und auch der Skulpturenpark war bereits abgesperrt. Ich lief weiter Richtung Hauptbahnhof, wo ich schließlich am Rheinufer einen Imbiss einnahm. Meine Füße waren derweil schon recht müde und auch der Akku meines Telefons hatte längst seinen Geist aufgegeben…

Da mir das Vormittagsprogramm nicht zusagte, machte ich mich tags darauf erneut zu einem Stadtspaziergang auf. Diesmal steuerte ich das Stadtzentrum an und ließ mich von einem Brauhaus zum anderen treiben. 🙂 Nun ja, der Tag war noch zu jung, um einzukehren. Stattdessen stärkte ich mich an einem leckeren Stück Pistazien-Cheesecake. Danach ging’s zurück ans rechtsrheinische Ufer, wo sich zu Zeiten der Römer das Kastell Divitia-Deutz befand. Den Nachmittag verbrachte dann fleißig vor meinen Postern im Konferenzzentrum.

Bei meinen Spaziergängen hatte ich gesehen, dass im Wallraf-Richartz-Museum eine Ausstellung impressionistischer Malerei zu bewundern war. Da das Schweizer Museum Langmatt generalsaniert wird, war die bedeutende Privatsammlung mit Werken von Renoir und Monet über Degas bis Gauguin und Cézanne zu Gast in Köln. Abgerundet wurde die außergewöhnliche Präsentation der rund 150 Exponate durch historische Hängungen, die anhand von Archivaufnahmen aus dem Museum Langmatt rekonstruiert wurden. Bevor ich mich dem französischen Impressionismus widmete, bewunderte ich jedoch erstmal die beeindruckende ständige Sammlung mittelalterlicher Kunst im Wallraff-Museum. Am nächsten Morgen machte ich mich auf die Heimfahrt, die mich über Brüssel und Paris wieder nach Montpellier führte

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Radeln nach dem Gewitter

Nachdem ich Ralf heute morgen in Richtung Köln verabschiedet hatte, fuhr ich mit meinem Drahtesel los. Ich wollte schon lange den neuen Park am Mas de Rochet, einer Kureinrichtung, erkunden. Dieser liegt etwas versteckt. Auf seinem Terrain wachsen neben duftenden Kräutern, Wiesenblumen und Gräsern riesige Bäume, wie Platanen, Eichen oder Ulmen. Freudig überrascht war ich, als ich eine Tischtennisplatte entdeckte! Das könnte eine neue Möglichkeit für uns werden, zu spielen! Wer weiß?!
Nach meinem Spaziergang im schattigen Park fuhr ich weiter zum Markt und kaufte mir noch einmal die köstlichen Kirschen aus der Provence! Unschlagbar! Da der Tag noch jung war, beschloss ich, meine Runde zu verlängern. In Montpellier wurden in den letzten Jahren sehr viele Fahrradwege angelegt und es macht Freude, sie zu benutzen. Da es gestern gewittert und ergiebig geregnet hatte, war die Luft schön frisch und sauber.
Gute Reise, Liebster, und euch allen einen schönen Sommer!

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