Sonderfahrt nach Tübingen

Da uns aus Tübingen besorgniserregende Nachrichten erreichten, machten wir uns kurzentschlossen auf die Reise. Einige Erledigungen lagen an, Treffen und Termine. Doch es blieb auch Zeit für einen Spaziergang über den Weihnachtsmarkt, auf dem regionale Anbeiter und Vereine allerlei Handgemachtes anboten, eine Stippvisite zur Psychologischen Sammlung der Universität und ein Besuch der James Rizzi-Ausstellung im Neuen Kunstmuseum Tübingen. Besondere Freude machte uns der Waldspaziergang durch den Naturpark Schönbuch, wo wir dem geologischen Lehrpfad folgten und einiges über die urzeitliche Flora und Fauna erfuhren. An der Schutzhütte unweit des Olgahains herrschte großes Hallo, als eine Wandergruppe des Alpvereins Einkehr hielt und uns zu Glühwein und Lebkuchen einlud. Das war eine schöne Begegnung! Beschwingt und frohen Herzens kehrten wir zurück nach Hause…

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Willkommen zum 37. Parcours durch die Ateliers von Montpellier!

Alle Jahre wieder – im Frühling und im Herbst – laden die Künstler und Künstlerinnen von Montpellier zu einem Rundgang durch ihre Ateliers ein. Für uns ist dies immer wieder eine Quelle der Entdeckung und der Inspiration. Am Samstag liefen wir zuerst zum städtischen Ausstellungsraum Saint Ravy im Herzen des Ecusson, um uns einen Überblick über die verschiedenen Künstler und ihre Werke zu verschaffen. Der diesjährige Herbstrundgang stand im Zeichen der „Pflanzenwelt“, einem schönen Thema, zu denen den beteiligten Künstlern und Künstlerinnen allerlei eingefallen war. Als erstes Atelier steuerten wir das Domizil von Elisabeth Girard und Jean-Claude Toquebiol an der Esplanade Charles-de-Gaulle an. Von dort liefen wir weiter nach Beaux Arts und fanden in einem Wohnhaus das Atelier von Claudia G., die sich in verschiedenen Techniken verwirklicht. Das war ein schöner erster Eindruck und machte Lust auf mehr tags darauf.

Am Sonntag führte uns der Parcours von Les Arceaux durchs historische Zentrum zurück nach Boutonnet. Als erstes entdeckten wir ein Pärchen, das gemeinsam spielerische, kinetische Miniaturen bastelt, wobei sie für den künstlerischen Aspekt und er für die technische Umsetzung verantwortlich ist. Das war ein witziges Erlebnis mit netter Konversation. Danach besuchten wir das Atelier von Isabelle Lecarpentie, deren Collagen uns schon im Jahr zuvor sehr gefallen hatten. Das nächste Atelier zeigte nicht nur schöne Bilder und Grafiken, sondern bot auch einen schönen Ausblick auf den Parc Peyrou. Erica Stefani zeigte neue Mosaiken und auch den japanischen Künstler Shan-Shan kannten wir bereits von früheren Atelierbesuchen. Durch die Rue Saint-Guilhem querten wir die Altstadt und liefen zurück zu unserer Residenz, in deren Nähe wir die englische Keramikerin Helen kennenlernten, auf deren Hof gerade die letzten gebrannten Stücke geborgen wurden. Das waren wieder tollen Rundgänge und wir freuen uns schon aufs nächste Mal!

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An der Avy-Quelle in Grabels

Unsere freien Wochenenden nutzen wir in schöner Regelmäßigkeit, um zu kleineren oder größeren Wanderungen aufzubrechen. Nicht immer muss man in der Ferne schweifen! Auch unsere nähere Umgebung bietet immer wieder Ziele, um etwas neues zu entdecken – oder wiederzuentdecken. So fuhren wir an den nördlichen Stadtrand von Montpellier und parkten unser Auto am Flüsschen Mosson in Grabels. Durch Garrique-Gelände ging es bis an den Rand von Les Hauts de Fontcaude und anschließend wieder hinab zum Mosson. Dem Wasser folgten wir stromaufwärts zurück zum Parkplatz, wobei wir noch die Quelle des Avy, einen winzig-kurzen Nebenfluss des Mosson, inspizierten. Schon Hannibal soll mit seinen Elefanten durch diese Gegend marschiert sein. Nun ja, wer weiß dass schon. Nichtsdestotrotz hat es Spaß gemacht und wir fanden Freude an den verschiedenen Farben des Herbstes. Schaut selbst!

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Wandertage bei Lamalou-les-Bains

Birgit hatte eine Woche frei und auch ich profitierte von einem freien Tag, dem 11. November, so dass wir uns zu einer kurzen Wanderreise entschlossen. Wir fuhren ins Hohe Languedoc, wo wir schon zwei Mal unsere Wanderbeine schwangen, einmal von Olargues aus und einmal mit Karin. Unsere erste Wanderung führte zunächst über Wiesen und durch waldiges Gelände. Im Wald von Madale mussten wir uns voll auf den Weg konzentrieren, der Dank des vielen Herbstlaubs kaum auszumachen war. Nach einem Anstieg durch einen Esskastanienwald und dem Passieren einer Ziegenherde erreichten wir offenes, felsiges Gelände, das sich für ein Picknick anbot. Wir kraxelten hierhin und dorthin und genossen die Sicht über die hügelige Landschaft. Wieder am Parkplatz angelangt fuhren wir hinab in den Kurort Lamalou-les-Bains. Da unser Quartier noch nicht bezugsfertig war, spazierten wir einmal quer durch den Kur- und Badeort. Im Thermalbad studierten wir das Angebot, darunter Anwendungen zur Linderung von multipler Sklerose, Parkinson und Poliomyelitis. Fürs Abendessen hatten wir einen Tisch im Restaurant des Hôtel des Thermes reserviert. Es sollte ein Dinner der besonderen Art werden, denn wir waren fast die einzigen unversehrten Gäste des Abends, für Birgit kein ungewohnter Anblick. Wie schön, dass wir noch so fit sind!

Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns erneut auf in die Berge. Der Ausgangspunkt unserer Rundtour lag im Weiler Douch bei Rosis. Von dort führen einige Wege zum Mont Caroux und auch wir waren schon einmal mit Karin auf diesen Wegen unterwegs. Dieses Mal wanderten wir in die entgegengesetzte Richtung. Nach einem kurzen Anstieg ging es erstmal tief ins Tal hinab, wobei sich ein fantastischer Blick bis zu den schneebedeckten Pyrenäen bot. Im Tal folgten wir dann einem Bachlauf stromaufwärts bis zum Col de l’Ourtigas. An einer Brücke nahmen wir ein kleines Picknick ein und erfeuten uns der goldfarbenen Blätter im Wind. Angenehm gemächlich und in langgezogenen Kehren zog sich der Weg hinauf zum Pass. Dort standen einige Fahrzeuge und auch wir konnten uns vorstellen, ein anderes Mal von dort aus zu wandern. Doch uns führte nun der Weg zurück in Richtung Parkplatz. Das Gelände wurde offener und auch deutlich windiger. Auf Plakaten konnten wir sehen, dass es manchmal möglich sein sollte, Mufflons zu beobachten. Uns war solcherart Schauspiel leider nicht vergönnt. Aber die Blicke über die Berge des Hohen Languedocs waren ebenfalls eine Augenweide. Im Schatten einer Felsgruppe unterhalb eines Sattels stärkten wir uns für den weiteren Teil des Tages. Für die Rückfahrt nach Montpellier wählten wir eine andere Route durchs recht einsame Hinterland. Gern werden wir wiederkommen, doch nachdem wir nun drei Mal im Herbst in dieser Gegend weilten, möchten wir beim nächsten Mal den Frühling mit seiner Ginsterblüte erleben…

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Jonathan und Martin zu Besuch in Südfrankreich

Unser Freund Jonathan weilte für einige Wochen zu Besuch in Südfrankreich. Da boten sich zwei gemeinsame Ausflüge an. Während Birgit bei Karin war, begab ich mich nach Avignon und fuhr mit Jonathan und seinem Freund Martin nach Arles. Diese Kleinstadt ist immer wieder einen Besuch wert. Seien es die mittelalterlichen Gassen, die Graffiti und Plakate an den Hauswänden, die architektonischen Zeugnisse aus der Römerzeit oder die LUMA-Stiftung – immer gibt es etwas zu entdecken. Anschließend fuhren wir zur Abtei Saint-Roman, ein ehemaliges Höhlenkloster nahe der südfranzösischen Stadt Beaucaire, in dem man in die Vergangenheit eintauchen kann. 
Zwölf Tage später, als Birgit wieder in Frnakreich war, unternahmen wir noch einen gemeinsamen Vormittagsausflug nach La Grande-Motte, wo wir am Strand und am Hafen entlang spazierten und in einer Tapas-Bar einkehrten. Danach hieß es Abschied nehmen und wir brachten die beiden zum neuen Bahnhof von Montpellier, von wo aus sie nach Paris fuhren. Gern erinnern wir uns an diese schönen Stunden zurück.

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Herbstreise nach Wien

Schon länger hatte ich den Wunsch meine Schwester Karin in Wien zu besuchen. Mitte Oktober, bei gutem Herbstwetter war es soweit. Ich fuhr mit dem Flixbus zum Flughafen Marseille und von dort flog ich direkt nach Wien. Karin holte mich ab. Mit S-Bahn und Taxi gelangten wir zu ihrer Wohnung, die ich noch nicht kannte. Liebevoll hatte sie meinen Empfang vorbereitet. Wir tranken Tee und erzählten noch recht lange, ehe wir zur Ruhe kamen.
Die Woche verging mit Wanderungen, Porzellan bemalen, Einkaufsbummeleien, Kinobesuch, Vogelbeobachtungen, leckerem Essen z.B. Palatschinken mit Zwetschgenfüllung und vielen Gesprächen wie im Fluge. Besonders beeindruckte mich die Sauberkeit in der österreichischen Hauptstadt und das gut ausgebaute Nahverkehrsnetz. Karin hatte mir eine Wochenkarte gekauft, mit der ich sowohl Bim, S-Bahn, Metro und Bus benutzen konnte. Da wird wirklich kein Auto gebraucht! Mein Liebster begrüßte mich jeden Morgen via Smartphone mit einem Kalenderspruch und einem Gedicht. Außerdem holte er mich aus Marseille am späten Abend wieder ab, da der Rückflug eine Stunde Verspätung hatte. Dadurch verpasste ich den Flixbus.
Ich habe die Zeit sehr genossen. Danke für alles, liebe Schwester!

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Der Herbst in seinen schönen Momenten

Der sonnige Morgen verführte mich zu einem Ausflug mit dem Fahrrad. Die Bäume färben sich, Granatäpfel reifen und Mini-Alpenveilchen blühen. Kommt mit hinaus, der Herbst ist schön!

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Wanderwochenende in den Departements Lozère und Aveyron

Vor meiner Reise zu Karin nach Wien hatte mein Liebster kurzentschlossen ein Wander-WE als Training für uns organisiert. Meine Schwester ist ebenfalls eine begeisterte Wanderfreundin, so dass ich sicher war, dass Ausflüge in die bergige Wiener Umgebung in Frage kamen. Das Wetter war durchwachsen. Ralf hatte eine gemütliche Unterkunft für eine Nacht in einem kleinen Ort namens Compeyre gemietet. Doch zuvor hielten wir am Viadukt von Millau, wo wir interessante Informationen in den Ausstellungsräumen am Parkplatz erhielten.
Bei leichtem Nieselregen begannen wir die Rundwanderung zum Sublime Point (Aussichtspunkt über das Tal des Tarn und die Causses/Ebenen) von Saint-Georges-de-Lévéjac aus. Auf bequemen Wegen wanderten wir durch Kiefernwälder und entlang gemusterter, rot-erdiger Felder. Hagebutten leuchteten mit gelben sowie blauen Blumen um die Wette. In der Ferne sahen wir Nebelschwaden über dem Tarn und dann kreisten wohl an die 20 Geier über unsere Köpfe hinweg! Was für ein mystisches Schauspiel! Nebel und Regen erlaubten leider keinen Weitblick ins Tal des Tarn am Aussichtspunkt. Wir waren die Einzigen dort an diesem Tag. Wir kehrten zum Ausgangspunkt zurück und bewunderten noch die Ganzjahreskrippe in der Dorfkirche, die liebevoll und mit vielen Details aufgebaut worden war.

An der FeWo machten wir sogleich Bekanntschaft mit einer grau-weißen Katze, die unbedingt zu uns herein wollte. Nach dem Nudelessen begaben wir uns noch auf eine Ortsbegehung. Der Abendspaziergang durch Compeyre tat nach der Wanderung gut. Wir staunten über die Getreidemaßbecken, die eine Rarität darstellen. Es gibt nur noch sehr wenige dieser historischen Werkzeuge! Beim Auf und Ab durch die stillen Gassen genossen wir die weiten Blicke über die Landschaft. An einem Nussbaum knirschte es unter den Füßen. Einige reife Nüsse knabberten wir als Wegzehrung. Müde und glücklich fielen wir schließlich in die Betten. 

Am nächsten Morgen schien wie vorhergesagt die Sonne. Allerdings lagen die Temperaturen unter 10°C und ein stürmischer Wind pfiff uns um die Ohren. Zum Glück hatte ich Mütze und Handstulpen mitgenommen, die mir nun gute Dienste erwiesen. Nach dem Frühstück fuhren wir guten Mutes los, konnten aber den eigentlichen Ausgangspunkt für unsere Sonntagswanderung nicht erreichen. So wurde improvisiert und die Wanderung angepasst. Bei isländischen Verhältnissen ging es vor einem Hameau – Gehöft – gleich hinauf in die Felsen, die uns den ganzen Tag begleiteten und beeindruckten. Drei eng stehende Baumstümpfe standen wie gerufen als bequemer Picknickplatz am Wegesrand, bevor wir zum Hameau Vors gelangten. An einer Mauer erinnerte eine Tafel an den Einsatz der Feuerwehrleute 2022, die diesen Ort vor einem immensen Waldbrand beschützten und retteten. Wir liefen durch die Baumskelette und über die verbrannte Erde. Was für ein Anblick! Plötzlich verschwand der Weg, den offensichtlich schon lange niemand mehr benutzt hatte, im Nichts. Dank Komootine und Ralf fanden wir aus dem felsigen, unübersichtlichen Abschnitt heraus. Orientierungslauf und Geländespiel in einem! Trotz des verheerenden Brandes überlebten etliche Pflanzen, darunter Glockenblümchen, Kuhschellen u.a. Auch Vögel sangen und ein paar Rehe rannten vor uns her. In der Ferne sahen wir das Viadukt von Millau und etliche Windräder. Langsam kamen wir zurück in die Zivilisation und zu unserem Auto. Gemütlich fuhren wir heim und erfreuten uns dabei an der wunderschönen Landschaft.

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Auf den Spuren von Paul Cezanne

Ralf und ich mögen es, Galerien oder Wirkungsstätten von Künstlern zu besuchen. Seit einigen Jahren zeichne und male ich auch selbst. In Aix-en-Provence wurden in diesem Jahr dem Maler Paul Cezanne mehrere Ausstellungen gewidmet. Ralf besorgte Eintrittskarten für das Museum und den Garten an seinem Elternhaus. Wir mieteten uns für eine Nacht in einem Hotel vor den Toren der Stadt ein und hätten dort sogar die Möglichkeit zu kochen gehabt. Durch die kleine Kücheneinrichtung sparten wir den üppigen Preis für das Hotelfrühstück, da wir vorbereitet waren als Selbstversorger!

Nach unserer Ankunft am Jas de Bouffan – Gehöft des Windes – flanierten wir durch den Park. Wir bewunderten die Platanenallee, die Blicke aufs Haus und die Nachbildungen der Gemälde Cezannes. Diese waren genau dort aufgestellt, wo der Künstler sie gemalt hatte. So konnten wir uns seine Sicht auf die Umgebung vorstellen.
Bald suchten wir einen Platz, um unser mitgebrachtes Picknick diskret verspeisen zu können. Da nicht klar war, ob es vor Ort eine Restauration geben würde, hatten wir am Morgen einen Imbiß zurecht gemacht. Bänke standen zwar am Hauptweg, wir wählten jedoch die Rückseite eines historischen Portals, wo wir uns in aller Ruhe stärkten.
Der Termin zur Führung durch das Haus Cezannes rückte näher. Wir bemerkten eine größere Gruppe älterer Besucher, die wir liebevoll « die Wunderblumen » nannten. Nach dem Rundgang und den Ausführungen genehmigten wir uns im Schatten der Bäume ein Käffchen und planten die nächsten Stationen unseres Ausfluges.

Wir kehrten in die Innenstadt zurück. Dort umfingen uns Lebendigkeit und Frohsinn. Swingtanzpaare, wuselige Spaziergänger auf breiten Gehwegen, Fontänen, kleine Boutiquen, ein Obelisk und voll besetzte Restaurants prägten das Stadtbild von Aix. Beeindruckend die Portale und Skulpturen an den hohen, bunten, provenzialischen Häusern! Berührt hat uns eine Bildergalerie, die in Zusammenarbeit mit den Altersheimen von Aix unter dem Motto « Cezanne folgen » entstanden war und in einem ehemaligen, restaurationsbedürftigen Kloster zu sehen war. Die Besucher wurden zum Mitmachen animiert, was besonders bei den Kindern ankam.

Später am Abend bezogen wir das Appartement im Hameau Le Tholonet-Palette. Diese werden auch an Studenten dauervermietet. Der warme Sommerabend erlaubte es, dass wir im Restaurant « Le Toucan » auf der Terrasse unser libanesisch-armenisches Abendessen genießen konnten.

Am nächsten Morgen ging Ralf gut gelaunt Richtung Bäcker, um Baguette zum Frühstück zu kaufen. Kurz darauf rief er an und teilte mir mit, dass der Bäcker verrammelt war und er nun weiter suchen würde. Zum Glück erinnerte er sich an einen kleinen Super-U, wo er unser Frühstücksbaguette bekam. Der Morgen war gerettet.

Unser erster Anlaufpunkt war das Museum Granet. Die Kontrolle war ebenso streng wie am Flughafen, aber alles war gut organisiert und wir betraten pünktlich die heiligen Hallen. Außer einem jungen Mann, der versonnen vor den Gemälden und Zeichnungen Cezannes stand und sich Notizen in ein kleines Heft machte, fotografierten die meisten Besucher wie verrückt die ausgestellten Kunstwerke! Was machen sie später mit den Fotos? Warum genießen sie nicht den Anblick, statt von Bild zu Bild zu hetzen?! Wir ließen uns Zeit. Mir gefielen vor allem die Aquarelle und Skizzen. Zum Schluß warfen wir noch einen Blick in die permanente Ausstellung des Museums und auf die Skulpturensammlung. Anschließend spazierten wir ein weiteres Mal durch Aix, wobei es ein wenig zu regnen anfing. Auf einem Platz bewunderten wir die gerade von Ausflügen ankommenden Oldtimer.

Der letzte Programmpunkt des Künstlerwochenendes war die Besichtigung des Ateliers des Lauves. Unterwegs schauten wir sowohl am Geburts- als auch am Sterbehaus Cezannes vorbei. In seinen letzten Lebensjahren lief Cezanne täglich aus der Stadt hinauf zu seinem Atelier, denn in dem Haus gab es kein Schlafzimmer. Einige von seinen Stillleben bekannte Gegenstände, wie der Ingwertopf und eine Modellpuppe, waren erhalten geblieben. Damals gab es weder Heizung noch Elektrizität im Atelier, was u.a. dazu führte, dass Cezanne Schwierigkeiten hatte, Modelle zu finden. Inzwischen regnete es heftiger, so dass wir nur ganz kurz durch den Garten streiften, bevor wir uns auf den Heimweg machten. Unterwegs gerieten wir in heftiges Unwetter und waren froh, wohlbehalten am Abend wieder daheim anzukommen.

Vielen Dank meinem Liebsten, der diesen Ausflug so wunderbar organisiert hat!

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Besuch aus Freiburg

Harald aus Freiburg kennen wir, seit wir in Montpellier leben. Ich traf ihn 2007 in der Sprachschule, wo wir versuchten, in möglichst kurzer Zeit der französischen Sprache mächtig zu werden. Wir hielten losen Kontakt und besuchten ihn einige Male bei unseren Fahrten in die alte Heimat. Nun machte Harald den angekündigten Gegenbesuch in der südfranzösischen Metropole wahr und wir luden ihn u.a. zu einem Besuch der Perle der Provence Arles ein. Zunächst wurden wir vom immensen samstäglichen Wochenmarkt ausgebremst und mussten auf Umwegen ins Parkhaus fahren. Dann ließen wir uns auf den Spuren Vincent van Goghs treiben. Zur Stärkung gab es Galette und Cidre, bevor wir auch noch zur Fondation LUMA von Maja Hoffmann spazierten. Harald und Ralf ließen es sich nicht nehmen, in der dortigen Rutschbahn nach unten zu sausen. 🙂 Abends aßen wir gemeinsam im Restaurant L’Artichaut in Montpelliers Innenstadt.

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