Hinauf zum Pic de Vissou

Wo wollte Ralf schon immer mal hin? Ja, hinauf zum Pic de Vissou, einem steil aufragenden Berg südlich vom Lac du Salagou. Aufgrund seiner exponierten Lage und der spärlichen Garrigue-Vegetation sollte dieser Gipfel besser nicht im Hochsommer, also zwischen Mai und September, bestiegen werden. Doch noch ist April – und so machten wir uns am Sonntag auf den Weg. Die Sonne lachte, Sonnencreme wurde aufgetragen, überall um uns blühte es: Lavendel! Tja, Südseite eben, vom Gipfel vor kalten Nordwinden geschützt. Zunächst allmählich, dann immer steiler ging es hinauf. Oben angekommen bot sich ein herrlicher Rundblick: gen Süden bis nach Sète und Cap d’Agde, nach Norden hinüber zum Cirque de Mourèze. Auf dem Rückweg sollte uns der Weg durch Garriguegebüsch führen, doch das Gestrüpp war gar zu dicht und so mussten wir einen kleinen Umweg in Kauf nehmen. Alles in allem eine schöne Tour, die zweieinhalb Wanderstiefel in unserem Bewertungssystem verdient hat. 🙂

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ZAT! Figuerolles

ZAT! Was heißt denn das? Zone Artistique Temporaire – Zeitweilige künstlerische Zone. Es handelt sich um eine Aktion in Montpellier, die 2010 ins Leben gerufen wurde. Mit jeder Aktion stellt sich zugleich ein Stadtbezirk vor und lädt zum Entdecken ein. Dieses Jahr fand schon die 10. ZAT statt – diesmal in Figuerolles, ein Bezirk mit traditionell vielen Einwanderern aus Nordafrika. Ein buntes Programm wurde geboten. Diesmal stand die Veranstaltung unter dem Motto « Töne Geräusche Musik – was und wie hören wir? » Dazu wurden phantasievolle Installationen aufgebaut und Hörgeräte verliehen, die unsere Neugier weckten. Zum Rundgang verabredeten wir uns mit Jonathan und Juan, einem nord-süd-amerikanischen Pärchen, das seit zweieinhalb Jahren in Montpellier lebt. Jonathan arbeitet als Postdoc in Ralfs Arbeitsgruppe. Bevor wir uns auf den Rundgang machten, erkletterten wir von Jonathans Dachterrasse aus die Dächer von Montpellier 😮 . Nach dem Rundgang aßen wir in einem kleinen Wohngebietsrestaurant leichte Gerichte mit semoule de ble (Weizengrieß) und versackten in einer Spielhölle. 😮

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Zug fahr’n

Gestern hatte ich einmal die Gelegenheit, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit nach Baillargues zu fahren. Ralf hatte einen wichtigen Termin irgendwo weit draußen und so forschten wir nach einer bequemen Lösung für uns beide. Zunächst entschied ich mich für eine Bus-Tramvariante, aber die Unzuverlässigkeit des Zubringers machte, dass ich doch den Zug nehmen musste. Insgesamt dauerte die Reise 20 min und 10 min Fußweg vom Bahnhof zur Altersresidenz – also im Falle eines Falles durchaus machbar. Gut zu wissen!

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Erkennt den Unterschied ;-)

Ja, es gibt einen bzw. beim näheren betrachten sogar mehrere… 🙂

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Sonntagswanderkringelei

Morgens war der Himmel bedeckt in Montpellier. Dennoch hatten wir große Lust hinaus zu gehen. In unserem Wanderbuch der ersten Stunde war noch ein Rundweg in der Nähe von Pinet – von dort kommt der beliebte Weißwein Picpoul de Pinet – offen. Je näher wir unserem Ausgangspunkt bei Mèze kamen, desto weiter riss die Wolkendecke auf und tatsächlich kam die Sonne heraus. Als wir ausstiegen, empfing uns sogleich ein würziger Duft nach Kräutern und Pinien. Unser Wanderspaziergang führte uns durch die Weinfelder, an Relikten der Römer vorbei und hinauf auf einen dicht bewachsenen Hügel. Von dort sahen wir Sète und die Etangs de Thau. Ein kleines Picknick inmitten von blühendem Rosmarin und Thymian ließ uns inne halten an diesem schönen Fleckchen Natur. Dank komoot fanden wir uns in der Wegekringelei zurecht und konnten nicht verloren gehen 🙂

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Europäische Tage des Kunsthandwerks

Dieses Wochenende fanden die Europäischen Tage des Kunsthandwerks statt. Und so zog es uns in die Ateliers von Montpellier. Ralf hatte zuvor einen Plan entwickelt und ausgedruckt, um möglichst vielen der uns interessierenden Ateliers und Galerien einen Besuch abstatten zu können. Zunächst ging es ins « Schiff » (frz. Nef), einem alten Kirchenschiff, das für gut 2 Millionen Euro restauriert und als Raum für Gegenwartskunst eingerichtet wurde. Dort hatte ca. ein Dutzend Künstler aus ganz Frankreich Exponate aus Holz, Gewebe, Papier, Metall, Keramik etc. ausgestellt. Das war schon mal ein inspirierender Besuch zu Beginn unseres Rundgangs.

Die nächste Station war das kleine Atelier von Sabrina Saussol (Keramikerin) und Pauline Fouillouze (Textilgestalterin). Sabrina erklärte uns mit Begeisterung, wie sie die verschiedenen Dinge herstellt und wie ihre Kollegin immer wieder kleine Überraschungen in ihre Textilgestaltungen einbringt. Eine nette Begegnung, die nach Wiederholung ruft.

Durchs Carré Sainte-Anne schlenderten wir zu den nächsten Ateliers. Das erste war verschlossen, beim zweiten kam die Betreiberin gerade erst an, und im dritten wurde bereits gespeist… Schließlich kamen wir in die Galerie von Brigitte Chapelier und Lili Vialacres. Nachdem wir uns dort etwas umgeschaut hatten, entschieden wir uns, unseren Rundgang im Stadtteil Figuerolles ausklingen zu lassen. Unterwegs kamen wir an einer Kaffeerösterei und einer Werkstatt, in der alte Cembali restauriert werden, vorbei. In einem Hof mit Pflanzkübeln, der fast etwas dörfliches ausstrahlte, fanden wir das Atelier von Mariella Quaranta und Jean-Philippe Dupré, beide Porzellangestalter. Marielle erklärte uns, wie aus der Porzellanrohmasse, einem Gemisch von Kaolin, Feldspat und Quarz, filigrane Lampen und dekorative Schmetterlinge entstehen. Ein Schmetterling flatterte daraufhin auf unseren Balkon. 🙂 Neben der Porzellanwerkstatt kamen wir noch mit Chloë Seguin, einer Fotografin, ins Gespräch und plauderten über Fotomotive und Reisepläne. Das war ein Tag ganz nach unserem Gusto!

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Osterspaziergang – Bonnes Pâques!

Vom Eise befreit … Na ja, das trifft für uns nicht wirklich zu! Am Ostermontag wurde bei herrlich milden Frühlingswetter sanft angewandert. Nachdem ich WE Dienst geschoben hatte und Ralf an mehreren Forschungsanträgen gearbeitet hatte, tat ein Ausflug in die Natur not. Die Garrigue ist zu dieser Jahreszeit ein prima Wandergebiet und Dank Komoot können wir nun auch nicht mehr verloren gehen 😉 Der Tag klang dann mit einem spannenden Carcassonnespiel aus – ratet mal, wer gewonnen hat?

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Frühlingsereignisse im März

Es geht auf Ostern zu und ein jeder hofft auf gutes Wetter. Momentan wechseln sich kühle Morgentemperaturen, Sonne und Regenschauer ab, als seien wir mitten im April! Am verregneten Donnerstagmorgen hatte ich einen kleinen Unfall: Eine hektische Studentin ahnte nicht, dass ich am Zebrastreifen für Fußgänger tatsächlich anhalten würde und rammte mich. Zum Glück nur Materialschaden, der in den nächsten Tagen behoben wird.
Den gestrigen sonnigen Samstag nutzte ich voller Tatendrang für den Frühjahrsputz auf dem Balkon. Gekrönt wurde dies mit dem ersten Essen an frischer Luft und meinen ersten selbst zubereiteten Forellen. Beim heutigen Strandspaziergang zwischen zwei Regengüssen waren schon wieder Schal und Anorak angesagt.
Wir wünschen euch allen ein frohes Osterfest mit vielen kleinen Überraschungen!

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Marseille am Nachmittag

Nachdem wir uns im Jardin/Garten Pharo gestärkt und etwas ausgeruht hatten, gingen wir hinüber zum Alten Hafen und ließen uns einfach treiben. Angesichts der Autoschlangen und Hupkonzerte waren wir froh, den Zug für diese Reise genommen zu haben! Eine Handvoll Gewerkschafter hielt eine Kundgebung ab, das Riesenrad wartete auf Kunden, die bei kühlen Böen rar blieben, in den Restaurants saßen auf geschützten Plätzen die Frühlingstouristen und wir hielten Ausschau nach einer bestimmten Fähre. Laut Reiseführer nahm diese zwar erst Ende März den Betrieb auf, aber in Frankreich weiß man ja nie! Doch diesmal hatte das Buch scheinbar Recht, wir fanden sie nicht. So schlenderten wir zum Fort Saint Jean und wurden von diesem Bauwerk regelrecht mitgerissen! Vom Turm Roi Réné – König Réné hatten wir einen sehr schönen Überblick über die älteste französische Stadt. Der Abstieg in das Kulturzentrum MuCEM war mit 600 Schritten für Erwachsene veranschlagt – Ich hab sie nicht gezählt 🙂 Schließlich machten wir uns auf die Suche nach einem Restaurant für das Abendessen. Mein Liebster hatte wie schon sehr oft eine gut recherchierte Liste mit Adressen dabei. Wir landeten dann in einer Crêperie und ließen uns Galette sowie süßes Crêpes zum Dessert munden. Leicht pflastermüde, aber voller schöner Eindrucke gelangten wir zu unserem Gästezimmer und schliefen wie die Murmeltiere.

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Marseille am Vormittag

Ein Wochenendaufenthalt in Marseille bescherte uns die Einladung unseres Freundes Boris zu einer, seiner Premiere als Laienschauspieler! Die Aufführung fand am späten Freitagabend statt und wir verlängerten den Ausflug bis zum Sonntag. Das Wetter war sonnig, allerdings ließen uns steife Brisen auch frösteln. Mit dem Bus 73 fuhren wir zur Küste. Von dort wanderten wir über Treppentraversen und durch Gassen bis zum Alten Hafen, dem Zentrum Marseilles. Unscheinbar war das Gebäude des Maregraphen, der zur Festlegung des Nullpunktes der Meereshöhe erbaut wurde. Von ihm aus wurden viele Vermessungen durchgeführt! Die Techniker unter euch wird es interessieren! In einer Bäckerei kauften wir Fougasse mit Schinken und süße Stückle als Mittagsimbiß. Am Abend zum Diner fanden wir die Crêperie Carré wieder, wo wir bereits zum Jahreswechsel 2013 gut bedient wurden. Die junge Kellnerin fragte verwundert: Woher kommt denn Ihr Akzent? Leider waren wir nicht schlagfertig genug, um zu erwidern: Und der Ihre? 😉

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