Anwandern in der Garrigue

Der ungewöhnlich feuchte Winter ließ uns bis jetzt zu keinen Wanderausflügen aufbrechen und es stand zu befürchten, dass unsere Beine Rost ansetzen. Doch endlich kündigte sich ein wanderfreundliches Wochenende an. Doch wohin sollte die Fahrt gehen? Irgendwas mit 300 Höhenmetern und 10 bis 12 Kilometer Distanz waren gewünscht. Da ließ sich was passendes im Gard finden!
Wir fuhren in die 1000-Seelen-Gemeinde Saint-Dionisy westlich von Nîmes. Am Dorfrand erstreckte sich ein langgestreckter Hügel, den schon die Römer besiedelten. Wir bestaunten die gut erhaltenen Reste des Oppidum de Nages und wanderten auf Schlängelwegen durch die garriguebewachsenen Hügelflanken. Dabei kamen wir an etlichen Bories, den typisch ländlichen Hütten aus Trockenmauerwerk vorbei. Deren vielfältige Bauformen sind immer wieder einen Besuch wert. Diesmal fanden wir auch eine Hasenfalle und einen Hasenzwinger an einem der Bories. Ursprünglich wurde der Begriff « Borie » für die Trockenmauerhütten in der Provence benutzt. Für die Bauten auf unserer Wanderung wies die Beschilderung den allgemeineren Begriff « Cabane » aus. Im Languedoc ist ansonsten auch der Begriff « Capitelle » üblich. Und in Italien kennt man solche Bauten unter dem Begriff « Trullo« , wobei dort der Übergang zu « richtigen » Wohnhäusern fließend ist. Man sieht, es ist eine Wissenschaft für sich. 🙂
Nach Bananenpause mit Fernblick – vom Mont Ventoux bis zu den Pyrenäen! – und Picknick am Borie führte uns ein letzter Schlenker nach Langlade, einem Dorf mit hübscher Windmühle. Am Ende hatten wir knapp 13 km und 340 Höhenmeter bewältigt – ein schöner, gelungener Auftakt für die Wandersaison 2026!

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