Alle Jahre wieder – im Frühling und im Herbst – laden die Künstler und Künstlerinnen von Montpellier zu einem Rundgang durch ihre Ateliers ein. Für uns ist dies immer wieder eine Quelle der Entdeckung und der Inspiration. Am Samstag liefen wir zuerst zum städtischen Ausstellungsraum Saint Ravy im Herzen des Ecusson, um uns einen Überblick über die verschiedenen Künstler und ihre Werke zu verschaffen. Der diesjährige Herbstrundgang stand im Zeichen der „Pflanzenwelt“, einem schönen Thema, zu denen den beteiligten Künstlern und Künstlerinnen allerlei eingefallen war. Als erstes Atelier steuerten wir das Domizil von Elisabeth Girard und Jean-Claude Toquebiol an der Esplanade Charles-de-Gaulle an. Von dort liefen wir weiter nach Beaux Arts und fanden in einem Wohnhaus das Atelier von Claudia G., die sich in verschiedenen Techniken verwirklicht. Das war ein schöner erster Eindruck und machte Lust auf mehr tags darauf.
Am Sonntag führte uns der Parcours von Les Arceaux durchs historische Zentrum zurück nach Boutonnet. Als erstes entdeckten wir ein Pärchen, das gemeinsam spielerische, kinetische Miniaturen bastelt, wobei sie für den künstlerischen Aspekt und er für die technische Umsetzung verantwortlich ist. Das war ein witziges Erlebnis mit netter Konversation. Danach besuchten wir das Atelier von Isabelle Lecarpentie, deren Collagen uns schon im Jahr zuvor sehr gefallen hatten. Das nächste Atelier zeigte nicht nur schöne Bilder und Grafiken, sondern bot auch einen schönen Ausblick auf den Parc Peyrou. Erica Stefani zeigte neue Mosaiken und auch den japanischen Künstler Shan-Shan kannten wir bereits von früheren Atelierbesuchen. Durch die Rue Saint-Guilhem querten wir die Altstadt und liefen zurück zu unserer Residenz, in deren Nähe wir die englische Keramikerin Helen kennenlernten, auf deren Hof gerade die letzten gebrannten Stücke geborgen wurden. Das waren wieder tollen Rundgänge und wir freuen uns schon aufs nächste Mal!